60. Jahrestag der Römischen Verträge, 25.03.2017

Europäischer Rat
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  • 25.03.2017
  • Rom
  • Vorsitz: Donald Tusk

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Wichtigste Tagesordnungspunkte

Die Staats- und Regierungschefs der EU werden anlässlich des 60. Jahrestags der Unterzeichnung der Römischen Verträge am 25. März in Rom (Italien) zusammenkommen. Dies wird die Gelegenheit bieten, Überlegungen über den Zustand der Europäischen Union und die Zukunft des Integrationsprozesses anzustellen. Die Staats- und Regierungschefs werden voraussichtlich eine Erklärung mit einer gemeinsamen Vision für die kommenden Jahre annehmen.

"Dies wird eine Gelegenheit sein, um gemeinsam unsere Geschichte zu würdigen und eine Bestandsaufnahme von sechzig Jahren Integration vorzunehmen. Es ist kein Geheimnis, dass der historische Moment, in dem wir uns befinden, eingehendere und konkretere Überlegungen über die Herausforderungen erfordert, mit denen die Union kurz- und mittelfristig konfrontiert ist."

Präsident Donald Tusk, Ministerpräsident Paolo Gentiloni und Premierminister Joseph Muscat im Einladungsschreiben an die Staats- und Regierungschefs der EU.

Vorbereitungen für den Jahrestag

Besuch in Rom

Eine Woche vor der Feierlichkeiten besuchte Präsident Donald Tusk Rom, wo er anlässlich des 60. Jahrestags der Unterzeichnung der Römischen Verträge an der Konferenz der Präsidenten der Parlamente der EU teilnahm. Es fand auch ein Treffen mit dem italienischen Präsidenten Sergio Matarella statt.

"Mit den Römischen Verträgen wurde ein Prozess eingeleitet, durch den seither in vielen weiteren Ländern in Ost und West Freiheit und Wohlstand wiederhergestellt wurden", sagte Präsident Tusk am 17. März 2017 vor dem Senat der italienischen Republik. "Dies hat uns bei der Einsicht geholfen, dass die einzelnen europäischen Länder schwach sind, wenn Europa schwach ist. Wenn Europa aber stark ist, sind auch seine Mitgliedstaaten stark."

Informelles Treffen in Brüssel

Am Freitag, den 10. März, sind die 27 Staats- und Regierungschefs informell in Brüssel zusammengekommen, um den 60. Jahrestag der Unterzeichnung der Römischen Verträge vorzubereiten, und haben die wichtigsten Elemente der Erklärung von Rom erörtert.

Im Mittelpunkt der Aussprache stand die Zukunft der EU, einschließlich der Idee eines Europas der verschiedenen Geschwindigkeiten.

"Bei der Erörterung der verschiedenen Szenarien für Europa sollte unsere Hauptzielsetzung sein, das wechselseitige Vertrauen und die Einigkeit unter den 27 zu stärken. Und nach der heutigen Aussprache kann ich offen sagen, dass alle 27 Staats- und Regierungschefs mit dieser Zielsetzung einverstanden sind", erklärte Präsident Tusk auf der Pressekonferenz nach der Tagung.

Gipfeltreffen in Malta

Zuvor waren die 27 Staats- und Regierungschefs in diesem Jahr bereits in Malta zusammengekommen, um die Vorbereitungen für den Jahrestag der Unterzeichnung der Römischen Verträge einzuleiten. Bei ihren Beratungen stützten sie sich auf die politischen Überlegungen über die Zukunft der EU mit 27 Mitgliedstaaten, die unmittelbar nach dem Votum des Vereinigten Königreichs für einen Austritt aus der EU vom 23. Juni 2016 eingeleitet und am 16. September 2016 in Bratislava fortsetzt wurden.

Programm

24.03.2017 15:30

(Nebenveranstaltung)

Treffen der Präsidenten der EU-Organe mit den Sozialpartnern (Gewerkschaften und Unternehmensverbände) auf Einladung des italienischen Ministerpräsidenten

Palazzo Chigi

18:00

(Nebenveranstaltung)

Audienz der EU-Staats- und Regierungschefs bei Papst Franziskus

Vatikan

25.03.2017 09:00

Ankunft der Teilnehmenden

Campidoglio

10:00

feierliche Begehung des 60. Jahrestags der Römischen Verträge

Campidoglio

11:45

feierliche Unterzeichnung der Erklärung von Rom

Campidoglio

11:50

Gruppenfoto

Campidoglio

12:00

Pressekonferenz mit den Präsidenten Donald Tusk, Jean-Claude Juncker und Antonio Tajani, Ministerpräsident Paolo Gentiloni und Premierminister Joseph Muscat

Campidoglio

13:00

Mittagessen auf Einladung des italienischen Präsidenten Sergio Mattarella

Quirinal

14:00

(Nebenveranstaltung)

"March for Europe 2017" (Demonstrationszug durch Rom)

Hintergrund

Die Römischen Verträge waren die Verträge zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) bzw. der Europäischen Atomgemeinschaft (EAG oder EURATOM), die am 25. März 1957 unterzeichnet wurden und am 1. Januar 1958 in Kraft getreten sind.

Ähnlich dem institutionellen Aufbau der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) umfassten die neuen Gemeinschaften ebenfalls vier Organe: eine Kommission, einen Rat und – gemeinsam mit der EGKS – eine Versammlung und einen Gerichtshof.

Am 25. September 1958 fand unter der Leitung des belgischen Außenministers Victor Larock die erste Tagung des Rates der EWG statt.

Zuletzt überprüft am 20.03.2017