G7-Gipfel in Taormina (Italien), 26.-27.05.2017

Internationales Gipfeltreffen
  • Internationales Gipfeltreffen
  • 26.-27.05.2017

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Am 26./27. Mai 2017 findet in Italien das Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs der G7 statt. Im Mittelpunkt des Gipfeltreffens werden die Themen Weltwirtschaft, Außenpolitik, Sicherheit der Bürger und Bürgerinnen sowie ökologische Nachhaltigkeit stehen. Als Vertreter der EU nehmen der Präsident des Europäischen Rates, Donald Tusk, und der Präsident der Europäischen Kommission, Jean-Claude Juncker, an dem Gipfeltreffen teil.

Das Thema des diesjährigen G7-Vorsitzes, den Italien innehat, lautet "Building the foundations of renewed trust" ("Grundlagen für neues Vertrauen schaffen”). Der Vorsitz will darauf hinweisen, dass die Regierungen politische Maßnahmen treffen sollten, die den Erwartungen der Bürger und Bürgerinnen gerecht werden. Das Arbeitsprogramm des Vorsitzes ist auf folgende drei Säulen gestützt:

  • Sicherheit der Bürger und Bürgerinnen
  • ökonomische, ökologische und soziale Nachhaltigkeit und Verringerung von Ungleichheiten
  • Innovationen, Qualifikationen und Arbeitskräfte im Zeitalter der nächsten Produktionsrevolution

Hintergrund

Die G7 ist ein Forum, das eine wichtige Rolle bei der Gestaltung globaler Antworten auf globale Herausforderungen spielt und die globale wirtschaftspolitische Koordinierung der G20 ergänzt. Ihr gehören die höchsten politischen Entscheidungsträger aus Kanada, Frankreich, Deutschland, Italien, Japan, dem Vereinigten Königreich, den Vereinigten Staaten und der EU an.

Das Gipfeltreffen folgt auf den G7-Gipfel in Japan von 2016 und das ersatzweise von der EU in Brüssel ausgerichtete Gipfeltreffen von 2014.

Seit der Verletzung der Souveränität und territorialen Unversehrtheit der Ukraine durch die Russische Föderation treten die politischen Führer seit 2014 im G7-Format zusammen.

Die EU als G7-Mitglied

Das Gipfeltreffen im Jahr 1977 in London war das erste, an dem Vertreter der damaligen Europäischen Gemeinschaft teilnahmen. Ursprünglich war die Rolle der EU auf die Bereiche beschränkt, in denen sie die ausschließliche Zuständigkeit besitzt, doch wurde diese Rolle im Laufe der Zeit erweitert. Die EU wurde schrittweise in alle politischen Beratungen im Rahmen der Gipfel-Agenda einbezogen und nimmt seit dem Gipfel von Ottawa (1981) an allen Arbeitssitzungen teil.

Die EU hat alle aus der Mitgliedschaft erwachsenden Verpflichtungen inne. Das Gipfelkommuniqué ist für alle G7-Mitglieder politisch verbindlich.

Der Vorsitz wechselt turnusmäßig wie folgt: Japan 2016, Italien 2017, Kanada 2018, Frankreich 2019 und Vereinigte Staaten 2020.

Zuletzt überprüft am 28.04.2017