Die EU fördert die Beschäftigung junger Menschen durch Maßnahmen, mit denen sie beispielsweise jungen Menschen unter 25 Jahren dabei hilft, Zugang zu Bildung zu erhalten und Praktikums- und Arbeitsstellen zu finden.

Jugendarbeitslosigkeit in der EU‑28: Fakten und Zahlen, April 2017

  • 3,9 Millionen junge Menschen (unter 25) waren im Februar 2017 in der EU arbeitslos
  • gegenüber Februar 2016 ist die Jugendarbeitslosigkeit in der EU um 475 000 Personen zurückgegangen
  • im Februar 2017 betrug die Jugendarbeitslosenquote in der EU 17,3 % gegenüber 19,3 % im Februar 2016
  • es gibt große Unterschiede bei der Jugendarbeitslosenquote in den EU‑Mitgliedstaaten: von 6,6 % in Deutschland bis zu fast 45,2 % in Griechenland, 41,5 % in Spanien und 35,2 % in Italien

Quelle: Eurostat

Vier Maßnahmen zur Förderung der Jugendbeschäftigung

  • Jugendgarantie-Systeme: Sie sollen sicherstellen, dass allen jungen Menschen unter 25 Jahren innerhalb von vier Monaten, nachdem sie die Schule verlassen haben oder arbeitslos geworden sind, eine hochwertige Arbeitsstelle oder weiterführende Ausbildung oder ein hochwertiger Ausbildungs- bzw. Praktikumsplatz angeboten wird.
  • Beschäftigungsinitiative für junge Menschen: Mit EU-Fördermitteln sollen junge Menschen in Regionen mit einer Jugendarbeitslosenquote von über 25 % unterstützt werden.
  • Hochwertige Praktikums- und Ausbildungsplätze: Sie sollen den Übergang von der Schule ins Erwerbsleben erleichtern.
  • Arbeitskräftemobilität: Junge Menschen in Europa sollen leichter eine Arbeitsstelle bzw. einen Praktikums- oder Ausbildungsplatz in einem anderen EU-Mitgliedstaat finden können.

Der Europäische Rat ergreift Maßnahmen gegen die Jugendarbeitslosigkeit

Der Europäische Rat hat auf seiner Tagung vom 27./28. Juni 2013 entscheidende Schritte gegen das akute Problem der Jugendarbeitslosigkeit gesetzt. Dazu gehören:

  • raschere Umsetzung der Beschäftigungsinitiative für junge Menschen und vorgezogene Bereitstellung von Mitteln für diesen Zweck
  • raschere Umsetzung der Jugendgarantie
  • mehr Jugendmobilität und stärkere Einbeziehung der Sozialpartner

Beschäftigungsinitiative für junge Menschen

Die Staats- und Regierungschefs der EU haben beschlossen, die für die Beschäftigungsinitiative für junge Menschen vorgesehenen 6 Mrd. € bereits in den Jahren 2014 und 2015 auszuzahlen – anstatt, wie ursprünglich vorgesehen, im Zeitraum 2014-2020.

Zusätzlich wurde vereinbart, dass nicht ausgeschöpfte EU-Mittel in erster Linie zur Unterstützung der Beschäftigung, insbesondere für junge Menschen, verwendet werden, jedoch auch in Wachstumsbereichen wie Innovation und Forschung.

Einfachere Arbeitssuche im Ausland

Es wurde vereinbart, bestehende Initiativen wie "Dein erster EURES-Arbeitsplatz" oder "Erasmus+", in dessen Rahmen auch die grenzüberschreitende berufliche Bildung gefördert wird, auszubauen.

EURES

EURES bietet derzeit EU-weit Zugang zu über 1,4 Millionen Stellenangeboten, 300 000 Lebensläufen und knapp 9 000 registrierten Arbeitgebern.

Zusätzlich wurden die Mitgliedstaaten ermutigt, einen Teil ihrer Zuweisungen aus dem Europäischen Sozialfonds für Projekte zur Förderung der grenzüberschreitenden Mobilität zu nutzen.

Lehrstellen und Praktika

Die Staats- und Regierungschefs kamen ferner überein, einen Qualitätsrahmen für Praktika einzurichten. Damit soll eine Verknüpfung zwischen dem Privatsektor, den Sozialpartnern und Unternehmen im Hinblick auf ein Angebot hochwertiger Ausbildungsplätze hergestellt werden.