Weiter zum Inhalt
E-Mail-Abonnement
  • 22.06.2015
  • 23:30
  • Erklärungen und Bemerkungen
  • 495/15
  • Wirtschaft und Finanzen
  • Euro-Währungsgebiet

Ich habe dieses Gipfeltreffen einberufen, um die gefährliche Unsicherheit zu beenden und den schlimmsten denkbaren Fall, nämlich einen chaotischen und unkontrollierbaren "Graccident", zu verhindern. Dafür wollte ich zwei Dinge erreichen. Erstens wollte ich den Verhandlungen bringen, die schon zu lange ins Stocken geraten sind, neuen Schwung verleihen. Ich denke, dass wir das mit dem griechischen Vorschlag heute erreicht haben. Zweitens wollte ich dafür sorgen, dass alle Staats- und Regierungschefs politisch auf demselben Stand sind und dasselbe Verständnis von den Möglichkeiten und Grenzen haben.

Ministerpräsident Tsipras hat uns der Ernsthaftigkeit Griechenlands und seiner Bereitschaft zu konstruktiver Arbeit versichert. Die letzten Stunden haben gezeigt, dass sich alle Parteien uneingeschränkt für die Suche nach einer Lösung einsetzen. Nach der ersten Einschätzung der drei Institutionen sind die ihnen vorgelegten neuen griechischen Vorschläge ein positiver Fortschritt. Sie werden in den kommenden Stunden weiter bewertet. Die Arbeit in der Eurogruppe muss jetzt zügig vorangehen. Ministerpräsident Tsipras und die Institutionen werden nun zusammenarbeiten, damit die Eurogruppe am Mittwochabend zu Ergebnissen kommen kann, die am Donnerstagmorgen vorgelegt werden können.