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Der Rat berät über Bildungsfragen: in Qualifikationen investieren

Als Beitrag zum Europäischen Semester 2014 haben die EU-Bildungsminister Schlussfolgerungen zum Thema "Mit einer effizienten und innovativen allgemeinen und beruflichen Bildung in Qualifikationen investieren" angenommen.

Die Minister hoben hervor, dass die allgemeinen und beruflichen Bildungssysteme eine grundlegende Rolle spielen sollten, wenn es darum geht, zu gewährleisten, dass Jugendliche und geringqualifizierte Erwachsene Qualifikationen und Kompetenzen erwerben, die den Erfordernissen des Arbeitsmarkts von heute entsprechen.

Der Rat kam im Hinblick auf eine stärkere Hervorhebung der allgemeinen und beruflichen Bildung im Europäischen Semester 2014 überein, folgende Schwerpunkte zu setzen:

  • Erleichterung von langfristigen Investitionen in die Modernisierung der allgemeinen und beruflichen Bildung und in die      Qualifizierung
  • Ausstattung der Menschen aller Altersgruppen mit besseren und geeigneteren Qualifikationen
  • Erleichterung des Übergangs von der Schule ins Erwerbsleben, indem insbesondere Formen des Lernens am Arbeitsplatz gefördert werden
  • weitere Modernisierung und Verbesserung der Bildungsmethoden und uneingeschränkte Nutzung der Möglichkeiten der digitalen Lernangebote.

In den Schlussfolgerungen werden die Mitgliedstaaten ersucht, wirksame politische Strategien für die allgemeine und berufliche Bildung, die niemanden ausschließen und auch den Bedürfnissen von Lernenden aus benachteiligten Verhältnissen gebührend Rechnung tragen, festzulegen und digitale Lernmethoden in reguläre Bildungs- und Berufsbildungsgänge einzubeziehen.

Die Schlussfolgerungen sind eine erste Reaktion auf die bildungspolitischen Aspekte des Jahreswachstumsberichts 2014, mit dem das Europäische Semester eingeleitet wird, und auf die Ergebnisse der letzten beiden OECD-Studien, der PISA- und der PIAAC-Studie.

Schlussfolgerungen des Rates: Mit einer effizienten und innovativen allgemeinen und beruflichen Bildung in Qualifikationen investieren

PISA- und PIAAC-Studie

Mit der PISA-Studie (Internationale Schulleistungsstudie) wurden die Leistungen von 15-jährigen Schülern in den Bereichen Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften gemessen. Die Ergebnisse belegten schwache Leistungen im Bereich Mathematik und brachten ein ernstes Problem betreffend die EU-weit unterschiedliche Qualität der Bildung zutage.

Die PIAAC-Studie (Internationale Vergleichsstudie der Kompetenzen Erwachsener), mit der ähnliche Kompetenzen der Erwachsenen gemessen wurden, zeigte, dass einer von fünf europäischen Erwachsenen über geringe Lese-, Schreib- und Rechenkompetenzen und einer von vier Erwachsenen über unzureichende digitale Kompetenzen verfügt.

Diese Ergebnisse bestätigen die Resultate der Analyse der Kommission (Monitor Bildungspolitik 2013).

 

Weitere Tagesordnungspunkte

Die Minister erörterten unter Berücksichtigung der Ergebnisse der PIAAC- und der PISA-Studie im Rahmen einer Orientierungsaussprache das Thema Qualifikationen und Beschäftigungsfähigkeit. Im Mittelpunkt der Aussprache standen die folgenden beiden Hauptfragen:

  • Wie lässt sich ein besseres Verständnis der Entwicklung der Qualifikationsanforderungen auf dem Arbeitsmarkt erreichen?
  • Wie kann die Bildungspolitik stärker auf diese sich ändernden Bedürfnisse eingehen?

Das Ergebnis der Aussprache wird in die Syntheseberichte der direkt an Europa 2020 beteiligten Ratsformationen einfließen und dem Europäischen Rat im Hinblick auf seine Märztagung zugeleitet werden.

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