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Rat berät über invasive gebietsfremde Arten und CO2-Emissionen aus dem Seeverkehr

Die EU-Umweltminister haben am 13. Dezember 2013 einen Verordnungsentwurf über invasive gebietsfremde Arten und einen Verordnungsentwurf über Kohlendioxidemissionen aus dem Seeverkehr erörtert.

Invasive gebietsfremde Arten

Der Vorschlag für eine Verordnung über die Prävention und die Kontrolle der Einbringung und Verbreitung invasiver gebietsfremder Arten zielt auf den Schutz der heimischen Artenvielfalt und Ökosysteme und die Begrenzung der nachteiligen Folgen dieser Arten für die Gesundheit des Menschen und die Wirtschaft ab.

Der Vorschlag umfasst drei Maßnahmenbereiche:

  • Verhütung der absichtlichen und unabsichtlichen Einbringung von Arten in die EU
  • Schaffung eines Frühwarnsystems und Systems von Sofortmaßnahmen
  • Kontrolle invasiver gebietsfremder Arten, die in der EU bereits weit verbreitet sind.

Die Minister erörterten in der Orientierungsaussprache insbesondere die Liste invasiver gebietsfremder Arten, die für die EU problematisch sind, und die Möglichkeit einer Zusammenarbeit auf der Ebene biogeografischer Regionen der EU.

Gegenwärtig gibt es in Europa etwa 12 000 gebietsfremde Arten, von denen 10 bis 15 % invasiv sind und zahlenmäßig schnell anwachsen. Die EU gibt jährlich über 12 Mrd. EUR für die Kontrolle invasiver Arten und das Beheben von Schäden aus, die von invasiven Arten verursacht werden.

Mit der Orientierungsaussprache sollten Impulse für die weiteren Beratungen in den Vorbereitungsgremien gegeben werden.

Was sind invasive gebietsfremde Arten?

Invasive gebietsfremde Arten sind Pflanzen und Tiere, die absichtlich oder unabsichtlich in einen natürlichen Lebensraum, in dem sie normalerweise nicht vorkommen, eingebracht werden und die schwerwiegende negative Folgen für ihren neuen Lebensraum haben.

Der intensive Welthandel, der Verkehr und der Tourismus haben die Verbreitung dieser Arten beschleunigt. Die meisten der problematischen gebietsfremden Arten in der EU kommen aus Nordamerika und Asien. Hier einige Beispiele:

  • Die Asiatische Tigermücke, die durch den Handel mit Gebrauchtreifen nach Europa eingeschleppt wurde. Sie ist Träger von mindestens 22 Viren, einschließlich des Dengue-Virus.
  • Die Zebramuschel, die über Ballastwasser und Abwassersysteme von Schiffen und über Wasserwege eingeschleppt wurde und heimische Arten bedroht.
  • Der Staudenknöterich, eine im 19. Jahrhundert aus Asien eingebrachte Zierpflanze, hat sich in Frankreich invasiv verbreitet.

CO2-Emissionen aus dem Seeverkehr

Die Minister erörterten außerdem den Entwurf einer Verordnung über die Überwachung von, Berichterstattung über und Prüfung von Kohlendioxidemissionen aus dem Seeverkehr. Im Mittelpunkt der Aussprache standen der Anwendungsbereich des Vorschlags und das Gleichgewicht zwischen einem Mindestmaß an gleichen Ausgangsbedingungen und der erforderlichen Flexibilität bei möglichst geringem Verwaltungsaufwand.

Mit der Verordnung wird darauf abgezielt, ein EU-System für die Überwachung, Berichterstattung und Prüfung (MRV-System) hinsichtlich CO2-Emissionen großer Schiffe, die einen Hafen in der EU nutzen, zu schaffen. Der Vorschlag ist ein erster Schritt in der Strategie der EU, Emissionen aus dem Seeverkehr nach und nach in die Maßnahmen der EU zur Reduzierung der Treibhausgase einzubeziehen.

Kohlendioxidemissionen aus dem Schiffsverkehr machen gegenwärtig 4 % der Gesamtemissionen der EU aus. Es wird davon ausgegangen, dass sich die Kohlendioxidemissionen bis 2050 mehr als verdoppeln, wenn keine Maßnahmen ergriffen werden.

Sonstige Themen

Der Vorsitz hat die Minister außerdem über das Ergebnis der Klimakonferenz in Warschau und über den Sachstand bei einer Reihe von Gesetzgebungsvorschlägen unterrichtet.

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