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Rat erörtert Frage des langfristigen Nutzens von Sportgroßveranstaltungen

Auf der Tagung des Rates (Bildung, Jugend und Sport) vom 20./21. Mai erörterten die Minister, wie der langfristige Nutzen der Ausrichtung von Sportgroßveranstaltungen erhöht werden könnte.

Die Organisation solcher Veranstaltungen führte in den vergangenen vierzig Jahren zu unterschiedlichen Ergebnissen. Angesichts der aktuellen Wirtschafts- und Finanzkrise stellt sich die Frage, wie sich das Kosten-Nutzen-Verhältnis der Ausrichtung von Sportgroßveranstaltungen in Europa verbessern ließe. Die bleibenden langfristigen Vorteile solcher Veranstaltungen sollten nicht nur wirtschaftliche, sondern auch soziokulturelle und ökologische Aspekte einschließen.

Die Minister begrüßten die Präsentation des Gastredners Gordon Arthur zur Organisation der Commonwealth-Spiele 2014 in Glasgow. Anschließend tauschten sie sich über bewährte Vorgehensweisen und über Bedenken im Zusammenhang mit den Auswirkungen von Sportgroßveranstaltungen in den Mitgliedstaaten aus.

Der wichtigste Punkt, der während dieses Austauschs zur Sprache kam, war die Möglichkeit der gemeinsamen Ausrichtung von Großveranstaltungen. Dadurch könnten Kosten geteilt und die Zusammenarbeit in der EU gefördert werden. Zudem wäre kleineren Mitgliedstaaten eine Beteiligung möglich und Frage konkurrierender europäischer Bewerbungen ließe sich ausräumen.

Ferner hoben die Minister folgende Punkte hervor:

  • Staaten und Städte müssen berücksichtigen, ob die vorgeschlagenen Infrastrukturen für die lokalen Gemeinschaften notwendig und deshalb langfristig von Nutzen für die Region sind;
  • die internationalen Verbände müssen eingebunden werden und verantwortungsvolles Handeln und die Nutzung vorhandener Einrichtungen fördern;
  • die Europäische Union muss in die Debatte über die Achtung der Menschenrechte in den Gastländern einbezogen werden.

Sonstige wichtige Tagesordnungspunkte

Jugend

Der Rat nahm eine Entschließung zu einem Arbeitsplan für die Jugend an. Mit diesem Arbeitsplan, der eine Laufzeit von 18 Monaten hat, sollen die Auswirkungen der derzeitigen Krise für junge Menschen angegangen werden, wobei insbesondere die folgenden drei Prioritäten im Vordergrund stehen:

  • die Weiterentwicklung der Jugendarbeit und des nichtformalen und informellen Lernens;
  • die Förderung der bereichsübergreifenden Zusammenarbeit im Rahmen der EU-Strategien;
  • die Befähigung zur Eigenständigkeit, mit besonderem Schwerpunkt auf Zugang zu Rechten, Autonomie, Partizipation und aktiver Bürgerschaft.

Die Minister diskutierten ferner darüber, wie wichtig die Förderung des Unternehmer­geists junger Menschen ist, und nahmen Schlussfolgerungen zu diesem Thema an.

Kultur

Die Kommission informierte den Rat kurz über den aktuellen Stand der Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten über die transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP). Audiovisuelle und andere kulturelle Dienstleistungen wurden generell aus dem Mandat für die Verhandlungen mit Drittländern ausgeklammert – so auch in diesem Fall –, um den Schutz der kulturellen Vielfalt zu gewährleisten. Allerdings zeigen die Vereinigten Staaten offenbar weiterhin ein Interesse daran, über verschiedene Teilbereiche der EU-Politik im audiovisuellen Bereich zu sprechen. Die Kommission hat erneut bekräftigt, dass sie an dem erteilten Mandat festhalten will; mehrere Mitgliedstaaten wünschten, regelmäßig über den Sachstand in dieser Frage unterrichtet zu werden.

Die Minister benannten Leeuwarden in den Niederlanden zur "Kulturhauptstadt Europas 2018". Außerdem nahmen sie Schlussfolgerungen zum Kulturerbe an.

Sport

Der Rat nahm Schlussfolgerungen zur Geschlechtergleichstellung im Sport an. In diesen Schlussfolgerungen werden die Mitgliedstaaten aufgerufen, politische Strategien zur Förderung der Gleichstellung der Geschlechter zu erarbeiten und die Prävention von geschlechterspezifischer Gewalt und den Opferschutz zu verbessern.

Der Rat nahm ferner einen Arbeitsplan für den Sport für den Zeitraum 2014 bis 2017 an.

Bildung

Die Minister führten eine Aussprache über grenzüberschreitende Bildung und nahmen folgende Schlussfolgerungen an:

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