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"Erasmus für alle" und Bildung für Wachstum und Beschäftigung

Am 15. Februar 2013 diskutierten die Bildungsminister der EU über das reformierte Austauschprogramm für Studenten "Erasmus für alle" und den Beitrag, den Bildung zur Beschäftigung und zum Wachstum leisten kann.


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"Erasmus für alle"  ist ein Vorschlag für ein integriertes Programm in den Bereichen allgemeine und berufliche Bildung, Jugend sowie Sport für den Zeitraum 2014-2020. In einem einzigen Programm werden hier Aktivitäten gebündelt, die zuvor unter eine Reihe eigenständiger Programme fielen (wie etwa das Programm für lebenslanges Lernen, Erasmus Mundus und Jugend in Aktion); hinzu kommen Tätigkeiten aus dem Bereich Sport, einem neuen Zuständigkeitsbereich der EU.

Der Rat hatte 2012 eine vorläufige Einigung über den Text erzielt, die sich jedoch nicht auf die Bestimmungen über die Finanzierung erstreckte; für den finanziellen Aspekt wartete man auf eine Entscheidung über den mehrjährigen Finanzrahmen (MFR), der die haushaltspolitischen Prioritäten der EU für den Zeitraum 2014-2020 vorgibt. Am 7./8. Februar hat der Europäische Rat nunmehr eine Einigung über den MFR erzielt.

Die Verhandlungen zwischen dem Rat, dem Europäischen Parlament und der Kommission werden am 19. Februar 2013 beginnen. Da es große Übereinstimmungen zwischen dem Standpunkt des Europäischen Parlaments und dem des Rates gibt, ist es durchaus vorstellbar, dass beide rasch zu einer Einigung gelangen. Wenn diese Einigung noch vor der Sommerpause zustande käme, könnte die Kommission die umfangreichen Vorbereitungen so rechtzeitig abschließen, dass das Programm wie geplant am 1. Januar 2014 anlaufen könnte.

Bildung und Europäisches Semester

Der Jahreswachstumsbericht 2013 leitet das "Europäische Semester" ein, einen sechsmonatigen Zyklus zur Koordinierung der Wirtschaftspolitik der EU. Eine der zentralen Botschaften des diesjährigen Wachstumsberichts ist, dass Investitionen in Humankapital bei der Förderung eines arbeitsplatzintensiven Aufschwungs eine entscheidende Rolle spielen.

Der Jahreswachstumsbericht enthält aber auch eine Warnung, die sich an die Bildungsminister richtet: Qualifikationslücken, -defizite und -missverhältnisse hindern Europa daran, sein Potenzial für die Schaffung von Arbeitsplätzen voll auszuschöpfen. Gleichzeitig werden bei der Anpassung der Systeme der allgemeinen und beruflichen Bildung an die Arbeitsmarktanforderungen nur unzureichende Fortschritte erzielt.

Auf der Grundlage eines Diskussionspapiers des Vorsitzes erläuterten die Minister die Maßnahmen, die in ihrem Land im Bereich der allgemeinen und beruflichen Bildung ergriffen werden, um das Qualifikationsniveau und die Beschäftigungsfähigkeit zu verbessern. Der Jahreswachstumsbericht 2013 enthält insbesondere folgende Empfehlungen:

  • mehr Investitionen in Bildung;
  • verstärkte Bemühungen zur Senkung der Schulabbrecherquote;
  • Erleichterung des Übergangs von der Schule ins Erwerbsleben;
  • Entwicklung von unternehmerischen Qualifikationen und von Qualifikationen zur Steigerung der Beschäftigungsfähigkeit.

 

Ebenfalls im Zusammenhang mit dem Jahreswachstumsbericht nahm der Rat  Schlussfolgerungen zu Investitionen in die allgemeine und berufliche Bildung als Antwort auf die Mitteilung der Kommission mit dem Titel "Neue Denkansätze für die Bildung" an.

Die Mitgliedstaaten werden insbesondere ersucht,

  • bei der beruflichen Bildung besonderes Augenmerk auf potenzielle Wachstumsbereiche oder auf Bereiche mit Fachkräftemangel zu legen;
  • durch den Zugang zu Fortbildung für Erwachsene und lebenslanges Lernen die Zahl der gering qualifizierten Erwachsenen zu verringern;
  • IKT-gestütztes Lernen und den Zugang zu frei zugänglichen Lehr- und Lernmaterialien zu optimieren.

 

Weitere Informationen:

 

 

 

 

 

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