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Regelung für die Bewirtschaftung der Fischbestände in der Ostsee für 2013 unter Dach und Fach

Mit der politischen Einigung über die Fangmöglichkeiten für bestimmte Bestände in der Ostsee im Jahr 2013 hat der Rat auf seiner Tagung vom 22. Oktober einen großen Schritt nach vorne gemacht. Die Mitgliedstaaten haben ehrgeizigere Kürzungen der zulässigen Gesamtfangmengen (TACs) für Kabeljau vereinbart und die TACs für andere Bestände festgelegt.


© Hans-Petter Fjeld, CC-BY-SA

Nach dem Dafürhalten des amtierenden Ratspräsidenten, des zyprischen Ministers Aletraris, war die konstruktive Haltung aller Beteiligten in den Vorbereitungsgremien des Rates und die enge Zusammenarbeit mit den am stärksten betroffenen Ländern und der Kommission ein wichtiger Faktor für diese Einigung. Dies sollte vorbildhaft für künftige Verhandlungen sein.

Die angenommenen Maßnahmen betreffen die für die einzelnen Fischarten festgelegten Höchstfangmengen, die sogenannten zulässigen Gesamtfangmengen (TACs), und deren Aufteilung auf die Mitgliedstaaten (Quoten) sowie die Begrenzung des Fischereiaufwands gemessen an der Anzahl der Tage auf See.

Mit den Regeln soll gewährleistet werden, dass die Fischereiressourcen ökologisch und ökonomisch nachhaltig bewirtschaftet werden. Damit sollen der Erhalt der Bestände und zugleich die Daseinsberechtigung des Fischereisektors gewährleistet werden.

Die Fangbeschränkungen für EU-Schiffe in der Ostsee betreffen fünf Arten: Hering, Kabeljau, Scholle, Lachs und Sprotte. Die Bestände werden bis zum Erreichen des höchstmöglichen Dauerertrags ("Maximum Sustainable Yield", MSY) bewirtschaftet, der die optimale Fangmenge darstellt, die einem Fischbestand Jahr für Jahr entnommen werden kann, ohne dadurch seine Fähigkeit zu beinträchtigen, sich künftig zu erholen. Dabei werden die Fangmengen schrittweise auf ein langfristig nachhaltiges Niveau gesenkt, um den Fischereisektor nicht zu gefährden.

Die Vorschläge der Kommission für die TACs und Quoten beruhen auf den verfügbaren wissenschaftlichen Gutachten. Daraus geht hervor, dass die Anzahl der Bestände auf MSY-Niveau in der Ostsee steigen könnte und die Kürzungen der TACs in den vergangenen Jahren Wirkung gezeigt haben.

Für den Kabeljaubestand in der westlichen Ostsee wurde eine TAC angenommen, die unter dem von der Kommission ursprünglich vorgeschlagenen Niveau liegt, damit schon früher als im Bewirtschaftungsplan vorgesehen ein nachhaltiges Niveau erreicht wird. In diesem Sinne befürwortete der Rat eine Senkung der TACs in der östlichen Ostsee um 9 %.

Was Hering (Clupea harengus) betrifft, so wurde beschlossen, die TAC für die westliche und östliche Ostsee signifikant anzuheben (und zwar um 23 % bzw. 15 %), da sich die Bestände deutlich erholt haben. Ferner wurden die derzeitigen TACs für den Bottnischen und den Rigaer Meerbusen beibehalten.

Für Sprotte (Sprattus sprattus) wurde eine Anhebung der TAC um 11 % vereinbart.

Infolge des Beschlusses werden drei Fischbestände in der Ostsee (westlicher Hering, östlicher Kabeljau und Sprotte) weiterhin auf MSY-Niveau bewirtschaftet; bei drei weiteren Beständen (Hering in der mittleren Ostsee sowie im Rigaer und im Bottnischen Meerbusen) sind Fortschritte im Hinblick auf das Erreichen dieses Ziels bis 2015 zu verzeichnen.

Was Atlantik-Lachs (Salmo salar) betrifft, so wurde eine Kürzung vereinbart, von der nur ein Untergebiet ausgenommen ist, für das die TAC des vergangenen Jahres beibehalten wird ("rollover"); bezüglich Scholle (Pleuronectes platessa) billigten die Minister den Vorschlag der Kommission, die TAC um 18 % anzuheben.

Nach dem Vertrag von Lissabon trägt der Rat die alleinige Verantwortung für den Erlass von Maßnahmen, die die Festsetzung und die Aufteilung der Fangmöglichkeiten im Rahmen der gemeinsamen Fischereipolitik betreffen.

 

Weitere Informationen:

 

Website der Kommission:

 

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