Wichtigste Ergebnisse
Die Bildungsministerinnen und -minister sind am 19. Februar 2021 per Videokonferenz zusammengekommen, um zu erörtern, wie die anhaltenden Herausforderungen in Bezug auf den gleichberechtigten Zugang, die Inklusion und den Bildungserfolg für alle im Bereich der allgemeinen und beruflichen Bildung am besten bewältigt werden können. Der Vorsitz hat die Ministerinnen und Minister über die Bemühungen um die Schaffung eines neuen Rahmens für die europäische Zusammenarbeit auf dem Gebiet der allgemeinen und beruflichen Bildung bis 2030 unterrichtet, einschließlich der Verwirklichung des europäischen Bildungsraums. Ferner informierte er die Ministerinnen und Minister über die Initiative, eine Online-Plattform einzurichten, mithilfe derer sich die Mitgliedstaaten über die Bewältigung der COVID-19-Pandemie im Bereich der allgemeinen und beruflichen Bildung austauschen können.
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Es bleibt ein ständiges Anliegen, Bemühen und Ziel, die Chancengleichheit beim Zugang zu Bildung und die Inklusion aller zu verbessern. Die heutigen Beratungen sind eine ausgezeichnete Grundlage, um unser politisches Engagement für dieses Ziel zu erneuern. Wir beabsichtigen, auf unserer nächsten Tagung im Mai Schlussfolgerungen des Rates zu diesem Thema anzunehmen. Wir verfügen nun über mehrere EU-Finanzierungsprogramme – wie Erasmus+ und die neue Aufbau- und Resilienzfazilität – mit denen die erforderliche finanzielle Unterstützung für die Einleitung von Maßnahmen und Reformen bereitgestellt werden kann.
Tiago Brandão Rodrigues, portugiesischer Bildungsminister
Die Ministerinnen und Minister haben in öffentlicher Sitzung einen Gedankenaustausch über bewährte politische Verfahren und über Erfolgsbeispiele bei der Verwirklichung eines gleichberechtigten Zugangs sowie von Inklusion für alle im Bereich Bildung auf EU-, nationaler, regionaler und lokaler Ebene geführt. Mehrere Ministerinnen und Minister haben erneut auf die schwerwiegenden Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die Bildung sowie die Bedeutung des Präsenzunterrichts hingewiesen und betont, wie wichtig eine weitere Förderung der vorschulischen Bildung und Erziehung ist. Die Ministerinnen und Minister haben außerdem betont, dass der Zugang zu Bildung für Kinder und Erwachsene mit besonderen pädagogischen Bedürfnissen, für Migrantinnen und Migranten und Flüchtlinge sowie für Personen, die von sozialer Ausgrenzung bedroht sind, erleichtert werden muss. Im Anschluss an diese Orientierungsaussprache wird der Vorsitz mit den Mitgliedstaaten zusammenarbeiten, um auf der nächsten Tagung der Bildungsministerinnen und ‑minister im Mai 2021 Schlussfolgerungen des Rates zu diesem Thema anzunehmen.
Der Vorsitz hat die Ministerinnen und Minister auch über eine Entschließung des Rates zu einem strategischen Rahmen für die europäische Zusammenarbeit auf dem Gebiet der allgemeinen und beruflichen Bildung mit Blick auf den europäischen Bildungsraum und darüber hinaus (2021–2030) informiert. Der Rat hat diese Entschließung am 18. Februar 2021 im Wege eines schriftlichen Verfahrens gebilligt. Der Vorsitz hat die fünf strategischen Prioritäten der Entschließung hervorgehoben:
- Höhere Qualität, mehr Gleichheit, bessere Inklusion und mehr Erfolg für alle in der allgemeinen und beruflichen Bildung
- Verwirklichung von lebenslangem Lernen und Mobilität für alle
- Stärkung von Kompetenzen und Motivation in pädagogischen Berufen
- Stärkung der europäischen Hochschulbildung
- Unterstützung des ökologischen und digitalen Wandels in der und im Wege der allgemeinen und beruflichen Bildung
Die Entschließung enthält konkrete Vorschläge zu Maßnahmen für alle fünf Prioritäten sowie einige indikative Ziele auf EU-Ebene, wie z. B. die Verringerung der Zahl der Schülerinnen und Schüler mit schwachen Leistungen in Grundkompetenzen und digitalen Kompetenzen sowie der Zahl der frühzeitigen Schul- und Ausbildungsabgänge (mit einem Ziel von weniger als 9 % im Jahr 2030), die Erhöhung des Anteils der Hochschulabsolventen und weitere Ziele.
Der Vorsitz hat die Ministerinnen und Minister ferner über die Initiative des Vorsitzes informiert, eine Online-Plattform einzurichten, die es den Mitgliedstaaten ermöglicht, Daten zu den besten Verfahren für die Bewältigung der Herausforderungen, die sich aus der COVID-19-Pandemie im Bereich der allgemeinen und beruflichen Bildung ergeben, auszutauschen. In einer ersten vom Vorsitz vorgestellten Analyse der über die Plattform erhobenen Daten wurden Fortschritte in Bereichen wie Digitalisierung erkennbar. Ferner wurde die Art und Weise hervorgehoben, wie Schulen in allen Mitgliedstaaten Lösungen für die Einschränkungen durch die Pandemie gefunden haben, zum Beispiel durch die Bereitstellung innovativer Instrumente, offener Lehr- und Lernmaterialien und praktischer Beispiele.