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  • Rat (Landwirtschaft und Fischerei)

Rat „Landwirtschaft und Fischerei“, 14. Juli 2025

Wichtigste Ergebnisse

Arbeitsprogramm des Vorsitzes

Der dänische Vorsitz hat unter dem Motto „Ein starkes Europa in einer Welt im Wandel“ sein Arbeitsprogramm und seine Prioritäten im Bereich Landwirtschaft und Fischerei für das zweite Halbjahr 2025 vorgestellt.

<p>Jacob Jensen, Minister für Ernährung, Landwirtschaft und Fischerei</p>

Wir wollen unseren Landwirten, Fischern und Lebensmittelerzeugern das tägliche Leben erleichtern. Daher werden Vereinfachung und bessere Rechtsetzung im Mittelpunkt unseres Vorsitzes stehen. Wir müssen die Wettbewerbsfähigkeit stärken und es Landwirten, Fischern und Lebensmittelerzeugern leichter machen, den grünen Wandel zu vollziehen.

<p>Jacob Jensen, Minister für Ernährung, Landwirtschaft und Fischerei</p>

Jacob Jensen, Minister für Ernährung, Landwirtschaft und Fischerei

Zu den Hauptprioritäten werden Vereinfachung und bessere Rechtsetzung gehören, um den Verwaltungsaufwand sowohl für die Landwirte als auch für die nationalen Verwaltungen zu verringern. Der Vorsitz wird sich auch bemühen, den grünen Wandel zu beschleunigen, Innovation zu fördern und die Wettbewerbsfähigkeit der Sektoren Landwirtschaft und Fischerei zu stärken.

Was die Landwirtschaft betrifft, so wird der Vorsitz die Arbeit an der Gemeinsamen Agrarpolitik für den Zeitraum nach 2027 aufnehmen und gleichzeitig darauf hinarbeiten, die Position der Landwirte in der Lebensmittelversorgungskette zu verbessern und gegen unlautere grenzüberschreitende Handelspraktiken vorzugehen, sobald das Europäische Parlament für Trilog-Verhandlungen mit dem Rat bereit ist. Der Vorsitz wird ferner dem Dossier zu neuen genomischen Techniken Priorität einräumen, mit dem Ziel, die Verhandlungen mit dem Europäischen Parlament abzuschließen. Ein weiteres wichtiges Thema wird der Tierschutz sein.

Im Bereich der Fischerei wird der Vorsitz bestrebt sein, rechtzeitig die Fangmöglichkeiten für 2026 festzulegen, damit die Fischer ab Beginn des Fischwirtschaftsjahres Klarheit haben.

Landwirtschaft

Marktlage

Der Rat erörterte im Anschluss an Informationen der Kommission die Marktlage für landwirtschaftliche Erzeugnisse und Rohstoffe, insbesondere nach dem Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine.

Die Ministerinnen und Minister nahmen zur Kenntnis, dass auf den Agrarmärkten positive Anzeichen einer Erholung hin zu einer stabileren Lage zu erkennen sind. Sie wiesen jedoch auf eine Reihe von Herausforderungen hin, die den Sektor weiterhin unter Druck setzen.

Insbesondere hörte der Rat, dass der Klimawandel und der Ausbruch von Tier- und Pflanzenkrankheiten negative Auswirkungen auf die Landwirtschaft hatten.

Was die Handelsaspekte betrifft, so erörterten die Ministerinnen und Minister die am 30. Juni 2025 erzielte grundsätzliche Einigung zwischen der Ukraine und der Europäischen Kommission über die Überarbeitung der Bestimmungen zur Handelsliberalisierung im Rahmen des Assoziierungsabkommens EU-Ukraine. Einige begrüßten die Einigung, während andere betonten, dass ein Gleichgewicht zwischen der Solidarität mit der Ukraine und den Empfindlichkeiten der Landwirte und Erzeuger der EU hergestellt werden müsse. Mehrere Ministerinnen und Minister begrüßten ferner, dass die Ukraine sich bis 2028 an die einschlägigen Produktionsstandards der EU angleichen werde.

Zu den Handelsspannungen mit den USA bekundete der Rat seine Unterstützung für die Bemühungen der Kommission, so rasch wie möglich ein faires und ausgewogenes Abkommen zu erreichen.

Mehrere Ministerinnen und Minister vertraten die Auffassung, dass die Einfuhren von landwirtschaftlichen Erzeugnissen und Rohstoffen aus Russland und Belarus weiter eingeschränkt werden sollten, um die Fähigkeit des Aggressors, den Krieg gegen die Ukraine zu führen, weiter zu begrenzen.

Schließlich wiesen einige Ministerinnen und Minister auch auf die schwierige Lage im Weinsektor hin und äußerten die Hoffnung, dass die vorgeschlagenen Unterstützungsmaßnahmen rasch gebilligt würden, nachdem im Juni ein Verhandlungsmandat vereinbart wurde, und sobald das Europäische Parlament für Trilog-Verhandlungen bereit sei.

Eiweiße: Versorgung, Erzeugung und Nachhaltigkeit

Eiweiße sind Grundnährstoffe für Tiere und Menschen. Die Landwirte der EU erzeugen Eiweiße und eiweißreiche Pflanzen, wie etwa Sojabohnen, als Futtermittel in der Tierhaltung. Die EU ist jedoch nach wie vor stark auf Einfuhren eiweißreicher Futtermittelpflanzen angewiesen; daher spielt der internationale Handel eine wichtige Rolle.

Die Ministerinnen und Minister erörterten, wie die Abhängigkeit der EU von Einfuhren von Eiweißfuttermitteln verringert werden könne, indem die Eiweißquellen für Lebens- und Futtermittel diversifiziert werden. Der Rat prüfte nationale Diversifizierungsstrategien und erörterte außerdem mögliche Initiativen auf EU-Ebene zur Stärkung der strategischen Autonomie der EU.

Im Zuge ihrer Beratungen betonten mehrere Ministerinnen und Minister, wie wichtig es ist, die strategische Autonomie der EU zu stärken, die Erzeugung pflanzlicher Eiweiße in der EU anzukurbeln und einen ganzheitlichen Ansatz zu verfolgen, der die gesamte Lieferkette berücksichtigt. Der Rat forderte ferner die Kommission auf, eine EU-Eiweißstrategie vorzulegen. Schließlich vertraten mehrere Ministerinnen und Minister die Auffassung, dass der Abschluss der Verhandlungen mit dem Europäischen Parlament über neue genomische Techniken eine wichtige Rolle für die Erzeugung und Nachhaltigkeit von Eiweißen spielen könnte.

Sonstiges

Der Rat hörte außerdem Informationen der Mitgliedstaaten und der Kommission zu verschiedenen Themen.

Dossiers

Vorbereitungsdokumente

Ergebnisdokumente

Presseinfos

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Akkreditierung und Presseveranstaltungen

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Letzte Überprüfung: 15. Juli 2025