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  • 13. Februar 2023 17:22

Erdbeben: EU-Unterstützung für die Türkei und Syrien

In der Nacht des 6. Februar 2023 hat ein schweres Erdbeben der Stärke 7,8 die Türkei und Syrien erschüttert. Das Erdbeben war eines der stärksten in der Region seit über 100 Jahren. In den darauf folgenden Stunden kam es in den beiden Ländern zu Nachbeben, die die Verwüstung noch weiter verschlimmerten.

Der Europäische Rat spricht den Opfern sein tiefstes Beileid aus und bekundet seine Solidarität mit den Menschen in der Türkei und Syrien. Schlussfolgerungen des Europäischen Rates, 9. Februar 2023
Ein durch das Erdbeben zerstörtes Gebäude. Rettungskräfte suchen nach Überlebenden.
©Bulgarian Civil Protection

Der schwedische Vorsitz hat die Integrierte Regelung für die politische Reaktion auf Krisen (IPCR) vollständig aktiviert, um die Unterstützungsmaßnahmen der EU in enger Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission zu koordinieren.

Der Vorsitz hat ferner beschlossen, gemeinsam mit der Europäischen Kommission eine Geberkonferenz zu veranstalten, um Mittel der internationalen Gemeinschaft zur Unterstützung der Bevölkerung der Türkei und Syriens zu mobilisieren. Die Veranstaltung soll im März 2023 in Brüssel stattfinden.

Unterstützung der Türkei

Die EU hat unverzüglich auf das Ersuchen der Türkei vom 6. Februar reagiert, das EU-Katastrophenschutzverfahren zu aktivieren.

In Abstimmung mit dem EU-Zentrum für die Koordination von Notfallmaßnahmen und den türkischen Behörden haben 21 EU-Länder sowie Albanien, Montenegro und Serbien Teams für Such- und Rettungseinsätze zur Unterstützung der Ersthelfer vor Ort aufgeboten. Medizinische Teams wurden in die Türkei entsandt, um medizinische Notfallversorgung zu leisten.

Die EU hat strategische rescEU-Reserven mobilisiert, um provisorische Unterkünfte, Zelte und Betten bereitzustellen. Das Copernicus-Satellitensystem der EU wurde ebenfalls aktiviert, um Notfallkartierungsdienste bereitzustellen.

Unterstützung für Syrien

Am 8. bzw. 9. Februar 2023 beantragten die syrischen Behörden und das Welternährungsprogramm in Syrien die Aktivierung des EU-Katastrophenschutzverfahrens.

Zehn EU-Länder haben bereits Zelte, Schlafsäcke, Matratzen, Betten, Lebensmittel und Winterkleidung angeboten. Das EU-Zentrum für die Koordination von Notfallmaßnahmen (ERCC) steht in Kontakt mit den EU-Mitgliedstaaten und den Vereinten Nationen, um den bedürftigsten Menschen weitere Hilfe zu leisten.

Die Kapazität für europäische humanitäre Hilfe leistet rasche Hilfe für die von dem Erdbeben betroffenen Menschen.

Darüber hinaus hat die EU 3,5 Mio. € an humanitärer Hilfe bereitgestellt, um den dringendsten Bedarf zu decken, etwa Bargeld für Unterkünfte und andere Hilfsgüter, Wasser-, Sanitär- und Gesundheitsversorgung sowie Such- und Rettungsmaßnahmen.

Letzte Überprüfung: 11. Januar 2024