Der Euro
Erfahren Sie mehr über den Euro, seine Vorteile und wie er sich auf das Leben von 350 Millionen Bürgerinnen und Bürgern in 21 Ländern auswirkt.
Der Euro ist das greifbarste Element der europäischen Integration.
1999 wurde der Euro als Verrechnungswährung eingeführt, am 1. Januar 2002 wurden Euro-Banknoten und -Münzen in Umlauf gebracht.
Heute ist er in 21 EU-Ländern die offizielle Währung – gemeinsam bilden sie das Euro-Währungsgebiet.
EU-Länder im Euro-Raum
Der Euro ist die offizielle Währung in Belgien, Bulgarien, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, den Niederlanden, Österreich, Portugal, der Slowakei, Slowenien, Spanien und Zypern.
Zuletzt trat Bulgarien dem Euro-Raum bei, ab dem 1. Januar 2026 verwendet das Land die gemeinsame Währung.
Gehen Sie mit dem Cursor über die Karte, um zu sehen, wann die einzelnen Mitgliedstaaten des Euro-Währungsgebiets den Euro eingeführt haben.
Wann die Mitgliedstaaten des Euro-Währungsgebiets den Euro eingeführt haben:
Österreich 1999
Belgien 1999
Bulgarien 2026
Kroatien 2023
Zypern 2008
Estland 2011
Finnland 1999
Frankreich 1999
Deutschland 1999
Griechenland 2001
Irland 1999
Italien 1999
Lettland 2014
Litauen 2015
Luxemburg 1999
Malta 2008
Niederlande 1999
Portugal 1999
Slowakei 2009
Slowenien 2007
Spanien 1999
Wie ein EU-Land dem Euro-Raum beitritt
Um dem Euro-Währungsgebiet beizutreten, muss ein Land bestimmte Bedingungen erfüllen, die sogenannten Maastrichter Konvergenzkriterien. Dabei handelt es sich um wirtschaftliche und rechtliche Anforderungen, die 1992 mit dem Vertrag von Maastricht festgelegt wurden, um sicherzustellen, dass die Mitgliedstaaten bereit für die Euro-Einführung und in der Lage sind, sich reibungslos in den Euro-Raum einzufügen.
Wirtschaftliche Anforderungen
Niedrige Inflation
Die Inflationsrate darf nicht mehr als 1,5 Prozentpunkte über der Rate der drei preisstabilsten Mitgliedstaaten liegen.
Stabile Wechselkurse
Das Land muss sich mindestens zwei Jahre lang ohne starke Abweichungen am Wechselkursmechanismus beteiligt haben.
Langfristige Tragfähigkeit der öffentlichen Finanzen
Das Land sollte nicht einem Verfahren bei einem übermäßigen Defizit unterliegen.
Tragfähiger Zinssatz
Der langfristige Zinssatz sollte nicht mehr als 2 Prozentpunkte über dem Zinssatz der drei preisstabilsten Mitgliedstaaten liegen.
Wer entscheidet über die Euro-Einführung?
Der Rat der EU beschließt, ob ein Land dem Euro-Raum beitreten kann. Dabei stützt er sich auf
- einen Vorschlag der Kommission
- eine Empfehlung der Mitgliedstaaten des Euro-Raums
- eine Anhörung des Europäischen Parlaments
- eine Beratung des Europäischen Rates
Der Euro in der Welt
Der Euro ist die am zweithäufigsten verwendete Währung weltweit, und sein Einfluss reicht weit über die Grenzen der EU hinaus. Viele Länder und Gebiete rund um die Welt haben ihre Währung direkt oder indirekt an den Euro gekoppelt.
Digitaler Euro
In einer zunehmend digitalen Welt zieht die EU in Betracht, einen „digitalen Euro“ einzuführen, um die gemeinsame Währung zukunftssicher zu machen. Ein digitaler Euro würde den sich wandelnden Präferenzen bei Zahlungsmethoden Rechnung tragen und die Autonomie und Resilienz Europas stärken.
Es handelt sich dabei um eine digitale Form von Zentralbankgeld, das von der Europäischen Zentralbank ausgegeben wird.
Als sichere, benutzerfreundliche und günstige Möglichkeit, überall im Euro-Raum digitale Zahlungen zu tätigen, würde der digitale Euro Bargeld ergänzen, nicht ersetzen.
Die Rolle der Euro-Gruppe
In der Euro-Gruppe, dem informellen Forum der Finanzministerinnen und ‑minister der Mitgliedstaaten des Euro-Währungsgebiets, werden Fragen im Zusammenhang mit dem Euro erörtert.
Ziel ist es, dafür zu sorgen, dass die Länder ihre Wirtschafts- und Haushaltspolitik koordinieren, um die Voraussetzungen für ein stärkeres Wirtschaftswachstum zu schaffen.
Aktuelles
Tagungen zu diesem Thema
Aktuelle Erklärtexte
Verfahren bei einem übermäßigen Defizit
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Der Euro: Zahlen und Fakten
Letzte Überprüfung: 5. Januar 2026