Gipfeltreffen der Partner für Multilateralismus, Völkerrecht, Frieden und Wohlstand
Die EU hat am 21. September 2026 am Rande der Tagungswoche der VN-Generalversammlung auf hoher Ebene gemeinsam mit den Mitinitiatoren Australien, Barbados, Brasilien, Kanada, Indien und Kenia die Initiative „Partner für Multilateralismus“ für Länder ins Leben gerufen, die sich zur Zusammenarbeit zur Förderung von Frieden, Stabilität, inklusiver und nachhaltiger Entwicklung, gemeinsamem Wohlstand, Menschenwürde und Rechten für alle verpflichten.
Das heutige Treffen hat etwas Wichtiges gezeigt: In einer von wachsenden Spaltungen geprägten Welt besteht nach wie vor ein starkes gemeinsames Engagement für die Zusammenarbeit. Dieses Engagement erstreckt sich über Kontinente, Regionen und politische Traditionen. Der bevorstehende Weg wird nicht einfach sein. Aber heute haben wir gezeigt, dass wir ihn nicht alleine gehen.
Präsident António Costa
Geopolitische Spannungen, Konflikte und neue globale Herausforderungen wie der Klimawandel und die künstliche Intelligenz erhöhen den Druck auf die multilateralen Institutionen. Daher sind auf dem P4M-Gipfeltreffen eine vielfältige Gruppe von Ländern aus verschiedenen Regionen zusammenkommen, um das multilaterale System zu stärken und zu verteidigen sowie Frieden und inklusiven Wohlstand zu fördern, indem eine Aussprache auf höchster politischer Ebene gefördert wurde.
In einer Zeit des globalen Wandels und des zunehmenden Drucks auf die internationale Ordnung entscheiden wir uns heute für Zusammenarbeit, die Achtung des Völkerrechts, Multilateralismus und gemeinsame Verantwortung als Grundlagen unserer gemeinsamen Bemühungen.
Gemeinsame Erklärung
Unterstützung des Multilateralismus und des Völkerrechts
Die Unterzeichner bekräftigten, dass das multilaterale System, das auf der Charta der Vereinten Nationen beruht, nach wie vor unverzichtbar ist, dass es jedoch erneuert und reformiert werden sollte, um wirksamer, repräsentativer, inklusiver und zweckmäßiger zu sein.
Die Führungsspitzen werden zusammenarbeiten, um multilaterale Institutionen zu reformieren und zu stärken, damit diese besser in der Lage sind, Konflikte zu verhüten, auf Krisen zu reagieren, nachhaltige Entwicklung umzusetzen, fairen Handel zu fördern, die Menschenrechte und die Rechtsstaatlichkeit zu schützen und bestehende und sich abzeichnende globale Herausforderungen zu bewältigen.
Wir verpflichten uns, eine multilaterale Zusammenarbeit zu stärken, die offen, fair, gerecht, inklusiv, vernetzt und praktisch ist, unter anderem durch engere Partnerschaften mit regionalen Organisationen und die Unterstützung der regionalen Integration.
Gemeinsame Erklärung
Sie betonten ferner ihr Bekenntnis zum Völkerrecht und zu den Grundsätzen der souveränen Gleichheit, der territorialen Unversehrtheit, der friedlichen Beilegung von Streitigkeiten und des Verbots der Androhung oder Anwendung von Gewalt sowie die Bedeutung des humanitären Völkerrechts und der Förderung und des Schutzes der Grundfreiheiten für alle.
Wirtschaftliche Zusammenarbeit
Die Unterzeichner unterstützen eine faire, offene, widerstandsfähige, berechenbare und inklusive wirtschaftliche Zusammenarbeit.
Hierzu gehören:
- stärker diversifizierte und widerstandsfähigere globale Lieferketten
- eine Reform des multilateralen Handelssystems
- eine verbesserte internationale Finanzarchitektur
- stärkere Koordinierung in den Bereichen internationale Finanzen, digitaler Wandel, künstliche Intelligenz, Klimawandel und globale Gesundheitsfragen
Hintergrundinformationen
Die Veranstaltung hat am Rande der 81. Tagung der VN-Generalversammlung stattgefunden. Der Präsident des Europäischen Rates António Costa wird am Donnerstag, den 24. September, im Namen der EU vor der Generalversammlung sprechen.
Pressekontakte
Stellvertretende Sprecherin des Präsidenten des Europäischen Rates
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Letzte Überprüfung: 22. September 2026