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  • Rat (Landwirtschaft und Fischerei)

Tagung des Rates "Landwirtschaft und Fischerei", 11./12.12.2017, 11./12. Dezember 2017

Wichtigste Ergebnisse

Landwirtschaft

Ernährung und Landwirtschaft der Zukunft: die Gemeinsame Agrarpolitik nach 2020

"In der Vergangenheit hat die Gemeinsame Agrarpolitik den europäischen Bürgerinnen und Bürgern Ernährungssicherheit geboten und für gerechtere Einkommen in der Landwirtschaft gesorgt. Sie hat dazu beigetragen, dass Arbeitsplätze geschaffen und ländliche Gebiete und Gemeinschaften erhalten wurden, und sie hat den Wettbewerb im Agrar- und Nahrungsmittelsektor gefördert. Jetzt liegt es in unserer Verantwortung, sie nach 2020 noch besser – also einfacher, effizienter, nachhaltiger, moderner und widerstandsfähiger – zu machen." Tarmo Tamm, Minister für Angelegenheiten des ländlichen Raums der Republik Estland

Die Kommission legte dem Rat ihre Mitteilung zur "Ernährung und Landwirtschaft der Zukunft" vor, in der sie in groben Zügen ihre Vision für die künftige Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) nach 2020 schildert.

Im Anschluss daran hatten die Ministerinnen und Minister eine erste Gelegenheit, zu den in der Mitteilung dargelegten Ideen Stellung zu nehmen und darauf einzugehen, was sie als strategische Bereiche der künftigen GAP ansehen. Insbesondere äußerten sie sich zu den neuen Elementen, die die Kommission umrissen hatte, wie verbesserte Subsidiarität und Überarbeitung der Ökologisierungsbestimmungen. Viele Ministerinnen und Minister betonten, dass künftig angemessene Finanzmittel bereitgestellt werden müssten, damit die hohen Erwartungen, die an den Agrar- und Nahrungsmittelsektor gestellt werden, erfüllt werden können.

Sonstige Themen auf der Tagesordnung

Die Ministerinnen und Minister wurden ferner über Folgendes informiert:

  • die Ergebnisse der Konferenz zu modernen Biotechnologien in der Landwirtschaft
  • die Bemühungen zur Eindämmung der afrikanischen Schweinepest
  • die unlauteren Handelspraktiken in der Lebensmittelversorgungskette

Fischerei

"2018 wird ein entscheidendes Jahr für die Umsetzung der Ziele der Gemeinsamen Fischereipolitik sein. Mit dieser Entscheidung haben wir einen deutlichen Schritt hin zur nachhaltigen Bewirtschaftung unserer Fischbestände unternommen und gleichzeitig darauf geachtet, dass die Einigung auch unseren Fischern und unserer Küstenbevölkerung zugutekommt." Siim Kiisler, Umweltminister der Republik Estland

Der Rat hat eine politische Einigung über eine Verordnung erzielt, welche die Fangmöglichkeiten für die wichtigsten kommerziell befischten Bestände im Atlantik und in der Nordsee für 2018 regelt.

Durch diese Entscheidung des Rates wird die Zahl der auf dem Niveau des höchstmöglichen Dauerertrags (maximum sustainable yield, MSY) bewirtschafteten Fischbeständeim nächsten Jahr auf 53 steigen; das sind 9 mehr als 2017. Auch für die kritische Lage der Bestände von Aal und Wolfsbarsch sieht die Einigung Lösungen vor.

Die Einigung gilt ab dem 1. Januar 2018.

Sonstige Themen auf der Tagesordnung

Informiert wurden die Ministerinnen und Minister ferner über

  • das Risiko limitierender Arten ("choke species") im Zusammenhang mit der Anlandeverpflichtung
  • die Ergebnisse der Konferenzen "Nach 2020: Unterstützung für die Gemeinden der Küstenstaaten Europas" und "Our Ocean"

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