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Rat „Bildung, Jugend, Kultur und Sport“, 21./22.11.2019, 21./22. November 2019
Wichtigste Ergebnisse – Freitag, 22. November 2019
Jugend
Der Rat hat Schlussfolgerungen zur digitalen Jugendarbeit angenommen. Sie sollen in erster Linie dazu beitragen, die digitale Kluft bei jungen Menschen zu überwinden.
Ferner hat der Rat Schlussfolgerungen zur Aus- und Weiterbildung von Jugendbetreuerinnen und ‑betreuern angenommen. Darin heißt es, dass die Aus- und Weiterbildung von Jugendbetreuerinnen und -betreuern an die besonderen Bedürfnisse und Bedingungen in den einzelnen Mitgliedstaaten angepasst werden sollte. Gleichzeitig gebe es aber auch gemeinsame Vorstellungen in Bezug auf den Aus- und Weiterbildungsbedarf der Jugendbetreuerinnen und -betreuer.
Auf Grundlage eines Diskussionspapiers des Vorsitzes beriet die Ministerrunde außerdem über die Frage, wie im Rahmen der Jugendarbeit auf die gegenwärtigen Hauptsorgen junger Menschen, insbesondere im Hinblick auf den Klimawandel, eingegangen werden kann.
Die jungen Europäer haben uns ermahnt: Der Schutz der Umwelt und die Bekämpfung des Klimawandels sollten zu den Topprioritäten der EU zählen. Deshalb haben wir diese Debatte geführt. Wenn wir wollen, dass aus jungen Menschen aktive Bürgerinnen und Bürger werden, müssen wir ihnen zuhören und etwas gegen die Dinge tun, die ihnen am meisten Sorge bereiten, insbesondere gegen den Klimawandel und die zunehmenden Umweltbedrohungen.
Hanna Kosonen, finnische Ministerin für Wissenschaft und Kultur
Sonstiges
Die portugiesische Delegation hat den Rat über die Schlussfolgerungen der Weltkonferenz der Jugendminister 2019 und des Jugendforums „Lisboa +21“ informiert (Lissabon, 22./23. Juni 2019).
Diese Publikation ist derzeit nur in folgender/folgenden Sprache(n) verfügbar:
Litauen berichtete zudem vom Vierten Jugendforum der Östlichen Partnerschaft, das anlässlich des zehnten Jahrestages der Östlichen Partnerschaft im Bereich Jugend am 19. Juni 2018 in Vilnius stattgefunden hat.
Diese Publikation ist derzeit nur in folgender/folgenden Sprache(n) verfügbar:
Des Weiteren stellte der künftige kroatische Vorsitz sein Arbeitsprogramm für den Jugendbereich vor.
Donnerstag, 21. November 2019
Kultur
Der Rat hat eine Entschließung zur kulturellen Dimension der nachhaltigen Entwicklung angenommen. Damit soll ein Prozess eingeleitet werden, der zu einem Aktionsplan für die kulturelle Dimension der nachhaltigen Entwicklung auf EU-Ebene führt. Diesen Aktionsplan soll die Europäische Kommission in Abstimmung mit den Mitgliedstaaten ausarbeiten.
Auf Grundlage eines Diskussionspapiers des Vorsitzes haben die Kulturministerinnen und ‑minister öffentlich über die Stärken, das Innovationspotenzial und die globale Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Kultur- und Kreativwirtschaft und audiovisuellen Industrie debattiert.
In unserer äußerst wettbewerbsorientierten digitalen Welt muss die EU versuchen, ihre digitale Zukunft in die eigene Hand zu nehmen. Dazu müssen wir den Anteil der europäischen Kreativwirtschaft auf dem Weltmarkt steigern. Unsere heutige Debatte war eine hervorragende Gelegenheit, zu erörtern, was die EU dazu beitragen kann – angefangen von besseren Rechtsvorschriften über mehr Finanzmittel bis hin zu einer stärkeren Unterstützung europäischer Koproduktionen.
Hanna Kosonen, finnische Ministerin für Wissenschaft und Kultur
Sport
Der Rat hat Schlussfolgerungen zur Bekämpfung der Korruption im Sport angenommen. Sie enthalten in erster Linie Vorschläge, wie die EU und ihre Mitgliedstaaten zusammen mit der Sportbewegung zu Integrität und Fairness im Sport beitragen können.
Der Rat hat zudem Schlussfolgerungen zum Schutz des Kindeswohls im Sport angenommen. Darin geht er sowohl auf den Schutz von Kindern als auch auf die Förderung des Kindeswohls ein.
Auf Grundlage eines Diskussionspapiers des Vorsitzes führten die Sportministerinnen und ‑minister ferner eine öffentliche Debatte über die Förderung von Good Governance im Sport. Gastredner war der Präsident der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) und frühere Sportminister Polens, Witold Banka.
Estland hat über die Ernennung von Tartu zur Kulturhauptstadt Europas 2024 berichtet.
Österreich unterrichtete den Rat über die Auswahl der Kulturhauptstadt Europas 2024 auf nationaler Ebene.
Die bulgarische Delegation informierte über die Rückgabe archäologischer Gegenstände an Bulgarien. Dies sei eine gute Vorgehensweise zum Schutz und zur Erhaltung des Kulturerbes.
Frankreich äußerte sich zur Frage der verwandten Rechte von Verlegern und Presseagenturen im digitalen Zeitalter.
Die italienische Delegation stellte einen Informationsvermerk mit folgendem Titel vor: Für die Stärkung der Rolle der Kultur für die Zukunft Europas muss das Wort „Kultur“ im Geschäftsbereich des designierten Kommissionsmitglieds Gabriel genannt werden.
Der Vertreter der EU-Mitgliedstaaten des amtierenden Dreiervorsitzes im WADA-Stiftungsrat berichtete dem Rat von folgenden WADA-Treffen: Sitzung des Exekutivkomitees, fünfte Welt-Anti-Doping-Konferenz und Tagung des Stiftungsrates vom 4. bis 7. November 2019 in Kattowitz (Polen).
Der künftige kroatische Vorsitz stellte sein Arbeitsprogramm für den Bereich Kultur und Sport vor.
Die Medienakkreditierung für internationale Gipfeltreffen, die außerhalb der Europäischen Union stattfinden, wird von den Regierungsbehörden des Gastgeberlandes gehandhabt.