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  • Internationales Gipfeltreffen

Gipfeltreffen EU-Mexiko, 22. Mai 2026

Wichtigste Ergebnisse

António Costa, Präsident des Europäischen Rates, und Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission, haben die Präsidentin Mexikos, Claudia Sheinbaum, zum achten Gipfeltreffen EU-Mexiko in Mexiko-Stadt getroffen.

Das Gipfeltreffen spiegelte die neue Dynamik in den Beziehungen zwischen der EU und Mexiko mit der Unterzeichnung des Modernisierten Globalabkommens (MGA) und des Interimsabkommens über Handel (ITA) zwischen der EU und Mexiko wider.

Die EU und Mexiko sind natürliche Verbündete und vertrauenswürdige Partner – geeint in der Verteidigung unserer gemeinsamen Werte. Mit unserem Modernisierten Globalabkommens sind wir besser darauf vorbereitet, die Herausforderungen unserer Zeit gemeinsam zu meistern.

Präsident Costa

In einer Zeit zunehmender globaler Instabilität und geopolitischer Volatilität bot der Gipfel auch eine Gelegenheit, die Zusammenarbeit bei den gemeinsamen Prioritäten voranzubringen – etwa in den Bereichen Klima und Umwelt, Multilateralismus, Energie, Sicherheit, Gesundheit, Bekämpfung der organisierten Kriminalität, Digitalisierung und Forschung und Innovation – sowie die jüngsten geopolitischen Entwicklungen zu erörtern.

Zum Abschluss des Gipfeltreffens haben die Führungsspitzen eine gemeinsame Erklärung abgegeben.

Dieses Gipfeltreffen ist ein neues Kapitel für unsere strategische Partnerschaft, die von einem erneuerten Geist der Zusammenarbeit und einer gemeinsamen Vision für die Zukunft gekennzeichnet ist.

Gemeinsame Erklärung

António Costa, Claudia Sheinbaum und Ursula von der Leyen stehen auf einem roten Teppich vor einer großen Treppe und applaudieren; links neben ihnen die mexikanische Flagge, rechts die EU-Flagge.
Begrüßungszeremonie

Handelsabkommen zwischen der EU und Mexiko

Mexiko ist einer der ältesten Handelspartner der EU, mit dem ein Handelsabkommen geschlossen wurde.

Im Jahr 2025 belief sich der Handel zwischen der EU und Mexiko auf über 86 Mrd. €: etwa 53 Mrd. € an Ausfuhren und über 34 Mrd. € an Einfuhren. Nach den USA und China war die EU Mexikos drittgrößter Handelspartner und sein zweitgrößter Exportmarkt.

Die Führungsspitzen haben die Unterzeichnung des Modernisierten Globalabkommens (MGA) zusammen mit dem Interimsabkommen über den Handel (ITA) begrüßt.

Aufbauend auf mehr als 25 Jahren gereifter, produktiver und stark integrierter wirtschaftlicher Beziehungen wird diese Modernisierung den politischen Dialog, die Zusammenarbeit, die Handelsströme, die Investitionen, die Wissenschaft, die Technologie und die Innovation weiter stärken, während sie gleichzeitig die industriellen Komplementaritäten zwischen Mexiko und der Europäischen Union fördert und die wirtschaftliche Sicherheit erhöht.

Gemeinsame Erklärung

Mit dem neuen MGA und dem neuen ITA wird Folgendes erreicht:

  • Abschaffung der Zölle: Mexiko wird fast alle bestehenden Zölle auf EU-Einfuhren aufheben, was es EU-Herstellern ermöglicht, auf diesem Markt wettbewerbsfähiger zu sein und mehr zu exportieren.
  • Beseitigung nichttarifärer Handelshemmnisse: Mit den Abkommen werden unnötige technische Handelshemmnisse beseitigt, was sowohl die Einfuhren aus Mexiko als auch die Ausfuhren nach Mexiko erleichtert.
  • Stärkung der strategischen Partnerschaft zwischen den beiden Seiten durch eine engere Zusammenarbeit in zahlreichen Bereichen wie Sicherheit, Justiz, nachhaltige Entwicklung, Klimawandel, digitaler Wandel und Menschenrechte.
Schemenhafte Landkarte von Nord-, Mittel- und Südamerika mit einer im Hintergrund zu sehenden mexikanischen Flagge links und einer EU-Flagge rechts zur Veranschaulichung des Handels.
Handel EU-Mexiko: Zahlen und Fakten

Handel EU-Mexiko: Zahlen und Fakten

Internationale Zusammenarbeit

Die Führungsspitzen haben ihre Besorgnis über die zunehmenden geopolitischen Spannungen in verschiedenen Regionen der Welt zum Ausdruck gebracht und ihr gemeinsames Bekenntnis zu einem wirksamen Multilateralismus und einer regelbasierten internationalen Ordnung bekräftigt.

Wir sind geeint in der Ansicht, dass die internationale Zusammenarbeit – aufbauend auf dem Völkerrecht, gemeinsamen Werten, kompatiblen Interessen und offenen Volkswirtschafen – nach wie vor die beste Möglichkeit zur Stärkung unserer gemeinsamen Sicherheit und unseres gemeinsamen Wohlstands darstellt.

Gemeinsame Erklärung

Die EU und Mexiko werden zusammenarbeiten, um die Vereinten Nationen zu stärken, damit sie als Organisation wirksamer, kosteneffizienter und reaktionsfähiger wird.

Die Führungsspitzen haben auch derzeitige internationale und regionale Entwicklungen, unter anderem in der Ukraine, im Nahen Osten und die humanitäre Lage in Kuba, erörtert. In Bezug auf den anhaltenden Krieg Russlands gegen die Ukraine haben die Führungsspitzen ihre Unterstützung der Bemühungen um einen gerechten und dauerhaften Frieden bekräftigt.

Kollage aus einem Halbkreis aus Flaggenmasten, einem Olivenzweig und einem blauen Helm mit den Buchstaben „UN“. Oben links die Sterne aus der EU-Flagge.
Zusammenarbeit der EU mit den Vereinten Nationen

Zusammenarbeit der EU mit den Vereinten Nationen

Zusammenarbeit bei gemeinsamen Prioritäten

Die Führungsspitzen haben eine multidimensionale Agenda für die Zusammenarbeit entwickelt, um gemeinsamen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zu begegnen – von wissenschaftlichen und technologischen Fortschritten bis hin zur Verringerung der sozialen Ungleichheit.

Ferner haben sie das Voranschreiten bei der Global-Gateway-Investitionsagenda begrüßt, mit der verschiedene Ressourcen – einschließlich öffentlicher und privater Investitionen, Technologie, Wissenschaft und Innovation – durch eine Reihe konkreter Vorhaben von gegenseitigem Interesse in strategischen Sektoren mobilisiert werden sollen, etwa in den Bereichen nachhaltige Infrastruktur und nachhaltiger Verkehr, grüne und digitale Seekorridore, Energiewende, Gesundheit, Bildung und Forschung sowie digitale und kreislauforientierte Wirtschaft.

Sie haben auch anerkannt, dass die sektoralen Dialoge als zentrales Werkzeug, um ihre strategische Agenda voranzubringen, gestärkt werden müssen. In diesem Zusammenhang haben sie

  • die Einleitung des ersten Dialogs im Gesundheitsbereich zwischen Mexiko und der EU begrüßt,
  • vereinbart, einen hochrangigen Dialog zum Thema Sicherheit und Migration aufzunehmen,
  • die Fortschritte bei einer gemeinsamen Erklärung zur Kreislaufwirtschaft begrüßt,
  • sich zur Stärkung der Zusammenarbeit im Energiebereich verpflichtet, auch im Rahmen eines bilateralen Dialogs zu Energiefragen,
  • vereinbart, den Dialog zu digitalen Fragen zwischen der EU und Mexiko wieder aufzunehmen,
  • vereinbart, einen neuen strategischen Politikdialog einzuleiten, um gemeinsame Herausforderungen auf bilateraler, regionaler und globaler Ebene anzugehen,
  • zugesagt, sich weiterhin für Menschenrechte einzusetzen, auch durch regelmäßige hochrangige Menschenrechtsdialoge zwischen der EU und Mexiko.

Die Führungsspitzen haben ihr Engagement dafür bekräftigt, die Kontakte zwischen den Menschen und den akademischen Austausch zu fördern, insbesondere im Rahmen des Programms Erasmus+.

Drei auf Metallmasten montierte Solarpaneele auf hellblauem Hintergrund mit abstrakten kreisförmigen und dreieckigen Formen.
Global Gateway

Global Gateway

Hintergrund

Das letzte Gipfeltreffen EU-Mexiko fand im Juni 2015 in Brüssel statt.

Im Vorfeld des achten Gipfeltreffens EU-Mexiko hat Präsident Costa für eine Ansprache an der Sitzung des mexikanischen Senats vom 21. Mai teilgenommen. Er hat auch europäische Unternehmen (etwa Cablebus und ein Pharmaunternehmen) in Mexiko-Stadt besucht.

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Die Medienakkreditierung für internationale Gipfeltreffen, die außerhalb der Europäischen Union stattfinden, wird von den Regierungsbehörden des Gastgeberlandes gehandhabt.

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Letzte Überprüfung: 26. Mai 2026