- Internationales Gipfeltreffen
Gipfeltreffen EU-Westbalkan, 5. Juni 2026
Wichtigste Ergebnisse
Die Führungsspitzen der EU und des Westbalkans trafen sich in Tivat (Montenegro) zum Thema „Gemeinsamer Wohlstand und gemeinsame Stabilität der EU und des Westbalkans“.
Das Gipfeltreffen, das sechs Monate nach dem letzten Gipfeltreffen in Brüssel stattfand, wurde vom Präsidenten des Europäischen Rates geleitet und vom Präsidenten Montenegros ausgerichtet. Die EU wurde auch durch die Präsidentin der Europäischen Kommission vertreten.
Der Westbalkan ist ein integraler Bestandteil der Zukunft der Europäischen Union. Sein Beitritt ist nach wie vor unsere Priorität und eine entscheidende geopolitische Investition.
Präsident Costa
Die Führungsspitzen haben Bilanz über die Fortschritte bei der schrittweisen Integration des Westbalkans in die EU gezogen und erörtert, wie diese weiter vorangebracht werden können, insbesondere durch den Wachstumsplan für den Westbalkan.
Sie erörterten außerdem die Erweiterung. Dabei konnten sie das uneingeschränkte und klare Bekenntnis zur Perspektive einer Mitgliedschaft des Westbalkans in der Europäischen Union bekräftigen.
Außerdem prüften sie, wie gemeinsame Herausforderungen bewältigt und wie Sicherheit und Resilienz vor dem zunehmend komplexen geopolitischen Hintergrund gestärkt werden können.
Schrittweise Integration und Wachstumsplan
Die EU ist entschlossen, die Partner im Westbalkan während des Erweiterungsprozesses näher an die EU heranzuführen.
Die schrittweise Integration der Partner im Westbalkan, die auf umkehrbare und leistungsorientierte Weise erfolgt, ist in mehreren Politikbereichen im Gange, was konkrete Vorteile für die Bürgerinnen und Bürger mit sich bringt und den Weg für den Beitritt ebnet.
Beziehungen der EU zum Westbalkan
Der Wachstumsplan, der 2023 auf den Weg gebracht wurde, soll eine schnellere sozioökonomische Konvergenz mit der EU und eine schrittweise Integration in den EU-Binnenmarkt fördern, indem
- die wirtschaftliche Integration der Partner im Westbalkan in den EU-Binnenmarkt gestärkt,
- die regionale wirtschaftliche Zusammenarbeit durch den Gemeinsamen Regionalen Markt gefördert sowie
- Anreize für die notwendigen EU-bezogenen Reformen geschaffen und bis zu 6 Milliarden € für Reformen und Investitionen bereitgestellt werden.
Am 4. Juni hat die EU beschlossen, Verhandlungen mit den Partnern im Westbalkan aufzunehmen, um sie in das Gebiet Roaming zu Inlandspreisen zu integrieren. Dies würde es ihren Bürgerinnen und Bürgern ermöglichen, auf Auslandsreisen unter denselben Bedingungen wie zu Hause Anrufe zu tätigen, SMS zu versenden und mobile Daten zu nutzen, ohne zusätzliche Roaminggebühren zu zahlen.
Die EU ist der wichtigste und zuverlässigste Partner des Westbalkans. Sie ist der wichtigste Handelspartner, Investor und Geber der Region.
Investitionen und Handel EU-Westbalkan
Erweiterung
Präsident Costa betonte, dass der Beitritt der Partner im Westbalkan nach wie vor eine Priorität und eine entscheidende geopolitische Investition darstellt und dass der Prozess auf Verdiensten und glaubwürdigen Reformen beruht und weiterhin beruhen wird.
Er forderte ferner alle Partner auf, die derzeitige Dynamik zu nutzen, um alle erforderlichen Schritte zu unternehmen, um ihre Fortschritte auf dem Weg in die Europäische Union zu beschleunigen.
Unsere heutigen Beratungen haben gezeigt, dass wir gemeinsam bestrebt sind, bei der Erweiterung so bald wie möglich Ergebnisse zu erzielen. Deshalb prüfen wir neue Ideen, um den Prozess zu straffen und zu beschleunigen. Um das Vertrauen in die Europäische Union zu stärken und die Motivation der Partner im Westbalkan zu steigern.
Präsident Costa
Stärkung von Sicherheit und Verteidigung
Die vollständige Angleichung unserer Partner im Westbalkan an die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik der EU ist nach wie vor ein wesentlicher Ausdruck unserer Einheit.
Präsident Costa
In Zeiten zunehmender geopolitischer Unsicherheit und wirtschaftlicher Instabilität berieten die Führungsspitzen darüber, wie die Zusammenarbeit in außen-, sicherheits- und verteidigungspolitischen Fragen verstärkt werden kann, und zwar
- in den Bereichen Sicherheit und Verteidigung, insbesondere durch die Stärkung der Streitkräfte des Westbalkans über die Europäische Friedensfazilität und eine engere Zusammenarbeit durch Sicherheits- und Verteidigungspartnerschaften und -dialoge,
- durch den Ausbau der Widerstandsfähigkeit gegenüber Cyberbedrohungen und anderen hybriden Bedrohungen, um gegen Informationsmanipulation und Einflussnahme aus dem Ausland vorzugehen, unter anderem durch die Agentur der Europäischen Union für Cybersicherheit (ENISA), den Europäischen Schutzschild für die Demokratie und das Schnellwarnsystem gegen Desinformation.
Hintergrundinformationen
Mit dem Gipfeltreffen wird ein Teil der Strategischen Agenda 2024-2029 des Europäischen Rates umgesetzt.
Seit 2018 werden regelmäßige Gipfeltreffen EU-Westbalkan abgehalten. Das jüngste Gipfeltreffen der Führungsspitzen der EU und des Westbalkans fand im Dezember 2025 in Brüssel statt.
Vom 1. bis 4. Juni 2026 reiste Präsident Costa in die Region und traf mit den Führungsspitzen der Partner im Westbalkan zusammen. Sie erörterten die Chancen und Herausforderungen in Bezug auf die Erweiterung, die schrittweise Integration, die regionale Zusammenarbeit, die Sicherheit und die Stabilität.
Weitere Informationen
Pressemitteilungen
- Remarks by President António Costa at the press conference following the EU-Western Balkans Summit of 5 June 2026
- 05.06.2026
- Remarks by President António Costa at the opening of the EU-Western Balkans Summit of 5 June 2026
- 05.06.2026
- Präsident Costa reist in den Westbalkan, um regionale Entscheidungsträger zu treffen und Ko-Vorsitz bei Gipfeltreffen EU-Westbalkan zu führen
- 28.05.2026
Presseinfos
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