Migrationsströme: EU-Maßnahmen in Libyen
EU-Unterstützung für die libysche Küstenwache zeigt Wirkung
Die libysche Küstenwache rettet immer mehr Migranten auf See: 88 000 Personen wurden von 2017 bis 2021 gerettet.
EU-Unterstützung im Bereich Migration in Libyen
Seit 2015 hat die EU im Rahmen verschiedener Finanzierungsinstrumente, einschließlich des Nothilfe-Treuhandfonds der EU (EUTF) für Afrika , insgesamt 700 Mio. € zur Unterstützung Libyens bereitgestellt.
Aufteilung der Mittel aus dem EUTF (455 Mio. €):
- Stabilisierung der Gemeinschaften: 35 %
- Schutz: 52 %
- Grenzmanagement: 13 %
Die EU unterstützt Migranten und Flüchtlinge in Libyen
Im Rahmen des EUTF für Afrika wird ein besonderes Augenmerk auf den Schutz und die Unterstützung von Migranten und ihren Aufnahmegemeinschaften sowie auf die Erhöhung ihrer Resilienz gelegt.
- 52 800 Migranten sind freiwillig in ihre Heimatländer zurückgekehrt
- 355 000 Personen erhielten Bedarfsartikel und Hygiene-Sets
- 4 Millionen Menschen erhielten besseren Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen
- 70 000 Kinder erhielten formale und informelle Bildung
- 3 000 junge Unternehmerinnen und Unternehmer wurden durch Programme zur beruflichen Weiterbildung unterstützt
Unterstützung im Zusammenhang mit COVID-19
Bei den von der EU finanzierten Maßnahmen im Zusammenhang mit COVID-19 stehen die am stärksten gefährdeten Gemeinschaften in Libyen im Mittelpunkt, zu denen unter anderem Flüchtlinge, Binnenflüchtlinge, Migranten und ihre Aufnahmegemeinschaften gehören.
- 78 300 COVID-19-Diagnosekits wurden Labors zur Verfügung gestellt
- 19 800 Mal wurde medizinische Primärversorgung geleistet und wurden Überweisungen ausgestellt
- 363 Personen wurden in Infektionsprävention und -kontrolle ausgebildet
Quelle: Europäische Kommission (Daten zu EU-Finanzierungen und EU-Hilfe bis Juni 2021)