Migrations- und Asylpolitik der EU
Ziel der Migrations- und Asylpolitik der EU ist es, Migration wirksam zu steuern, eine gerechte Aufteilung der Verantwortung zwischen den Mitgliedstaaten zu gewährleisten und die Rechte von Menschen, die internationalen Schutz suchen, sicherzustellen.
Asyl- und Migrationsmanagement der EU
Mit dem Migrations- und Asylpaket hat die EU ein gemeinsames Konzept entwickelt und gemeinsame Vorschriften für Asyl, Migrationssteuerung, Verfahren an der Grenze und Solidarität zwischen den Mitgliedstaaten festgelegt. Mit dem Paket soll für wirksamere und einheitlichere Verfahren und zugleich dafür gesorgt werden, dass Verantwortung und Solidarität EU-weit ausgewogen geteilt werden.
Der Europäische Rat legt die strategischen Prioritäten der EU im Bereich Migration fest, während der Rat der EU die EU-Rechtsvorschriften erlässt und Mandate für Verhandlungen mit Nicht-EU-Ländern erteilt. Der Rat der EU arbeitet auch mit den Mitgliedstaaten bei der Umsetzung des Pakets und bei anderen Aspekten der Migrationspolitik wie legale Migration, Rückkehr/Rückführung und der Zusammenarbeit mit Ländern außerhalb der EU zusammen.
Migrations- und Asylpaket
Legale Wege in die EU
Die Menschen kommen über unterschiedliche legale Wege in die EU, unter anderem für die Arbeit, das Studium oder eine Familienzusammenführung. Im Jahr 2025 stellten die EU-Länder rund 3,9 Millionenerste Aufenthaltstitel für Nicht-EU-Bürgerinnen und -Bürger aus. Die EU unterstützt auch Neuansiedlungen und andere sichere und legale Wege für Menschen, die internationalen Schutz benötigen.
Die EU verfügt über gemeinsame Vorschriften für einige Bereiche der regulären Migration – unter anderem für die Arbeitsmigration. So können beispielsweise Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus Drittstaaten mit der kombinierten Erlaubnis über einen einzigen Antrag das Recht auf Arbeit und Aufenthalt in der EU erhalten.
Anzahl der irregulären Ankünfte in der EU
Ankünfte über die unten dargestellten Routen, bis September 2026
Balkendiagramm mit den irregulären Grenzübertritten pro Jahr, die zwischen 2015 und September 2026 entlang der zentralen Mittelmeerroute, der östlichen Mittelmeerroute, der westlichen Mittelmeerroute, der Westbalkanroute und der östlichen Grenzroute sowie auf anderen Routen erfasst wurden. Den Daten von Frontex zufolge ging die Zahl der erfassten Fälle von 1 822 102 im Jahr 2015 auf 179 855 im Jahr 2025 zurück. Die Zahl für 2026 bezieht sich nur auf Januar bis September.
Hinweise: Das Diagramm zeigt die Gesamtzahl der irregulären Grenzübertritte.
Aufgrund seines Ausnahmecharakters wurde der Zustrom von Migrantinnen und Migranten nach Ceuta vom 17. und 18. Mai 2021 und vom 30. und 31. Juli 2026 in den Zahlen zur westlichen Route nicht berücksichtigt.
Migrationsrouten: Woher kommen Migranten und Flüchtlinge?
Abhängig von ihrem Herkunftsland, ihrem Ausgangsort und anderen Umständen können Migrantinnen und Migranten über verschiedene Routen irregulär in die EU gelangen.
Es gibt drei Hauptmigrationsrouten: die östliche Mittelmeerroute, die zentrale Mittelmeerroute und die westlichen Routen.
Seit Beginn der militärischen Aggression Russlands im Februar 2022 entstand eine zusätzliche vorübergehende Route aus der Ukraine in die EU.
Irregular migration to the EU: routes, facts and figures
Rückführung von Personen ohne Aufenthaltsrecht in der EU
Die EU hat ihr gemeinsames Konzept für die Rückführung gestrafft. In den EU-Vorschriften sind gemeinsame Verfahren für die Rückführung von Personen festgelegt, die kein Aufenthaltsrecht in der EU haben. Dazu gehört auch die Verpflichtung zur Zusammenarbeit mit den nationalen Behörden.
Außerdem wird eine Europäische Rückkehranordnung eingeführt und den Mitgliedstaaten die Möglichkeit eröffnet, Rückkehrzentren in Nicht-EU-Ländern einzurichten, sofern es Garantien gibt und die Achtung der Grundrechte gewährleistet ist. Mit den Vorschriften wird das Migrations- und Asylpaket ergänzt und ein Beitrag zu seiner Umsetzung geleistet.
Letzte Überprüfung: 13. Oktober 2026
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