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  • Internationales Gipfeltreffen

Gipfeltreffen zwischen der EU und der Republik Korea in Seoul, 15.09.2015, 15. September 2015

Am 15. September fand in Seoul das achte bilaterale Gipfeltreffen zwischen der Europäischen Union und der Republik Korea statt.

Die EU war durch den Präsidenten des Europäischen Rates Donald Tusk vertreten. Darüber hinaus nahm die Kommissarin für Handel Cecilia Malmström in Vertretung des Präsidenten der Europäischen Kommission teil.

Die Republik Korea war durch Präsident Park Geun-Hye vertreten. 

Die Gipfelteilnehmer erörterten

  • den Stand der bilateralen Beziehungen
  • die regionale Zusammenarbeit in Ostasien und die Beziehungen auf der koreanischen Halbinsel
  • globale Herausforderungen wie Klimawandel und Terrorismusbekämpfung

Wirtschaftliche und politische Beziehungen

Die Gipfelteilnehmer äußerten sich zufrieden über die seit 2010 im Rahmen der strategischen Partnerschaft erzielten Fortschritte. Die Republik Korea ist der erste und bisher einzige Partner der EU, der alle drei grundlegenden bilateralen Abkommen unterzeichnet hat.  

Die Kooperation zwischen der EU und der Republik Korea geht über Handel und Investitionen hinaus; beide Partner arbeiten auch in den Bereichen Politik und Sicherheit zusammen. Präsident Tusk begrüßte insbesondere die Absicht der Republik Korea, an den Operationen zur Bekämpfung der Seeräuberei vor dem Horn von Afrika teilzunehmen.

Beide Seiten bekräftigten ferner ihr Interesse daran, weiterhin auf die vollständige Umsetzung des Freihandelsabkommens hinzuwirken und Möglichkeiten für wechselseitige Investitionen zu eröffnen.

Außerdem wurden auf dem Gipfeltreffen neue gemeinsame Projekte zwischen koreanischen und europäischen Institutionen in den Bereichen Forschung und Innovation vereinbart, wie beispielsweise die Entwicklung von Mobilfunknetzen der nächsten Generation (5G). 

Regionale und außenpolitische Fragen

Auf der Tagesordnung standen die aktuellen Entwicklungen in der jeweiligen Nachbarschaft der EU und der Republik Korea, insbesondere die Lage in der Ukraine, in Ostasien und auf der koreanischen Halbinsel.

Die EU begrüßte die jüngste Beilegung der Krise mit der Demokratischen Volksrepublik Korea (DVRK) und bekräftigte ihre Unterstützung für eine friedliche Wiedervereinigung der koreanischen Halbinsel.

Die Gipfelteilnehmer erörterten ferner die Sicherheitslage in Ostasien und hoben hervor, dass die regionale Zusammenarbeit gestärkt werden muss. Präsident Tusk begrüßte die Durchführung eines trilateralen Gipfeltreffens zwischen Korea, China und Japan.

Globale Herausforderungen

Die bilaterale und multilaterale Zusammenarbeit in Fragen des Terrorismus, des Klimaschutzes und der Entwicklung wurden ebenfalls erörtert.

Die EU und die Republik Korea einigten sich darauf, auf der internationalen Klimakonferenz im Dezember 2015 in Paris eine faire und ehrgeizige Vereinbarung anzustreben. Sie hoffen ferner auf die erfolgreiche Annahme der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung.

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