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Videokonferenz auf Ministerebene „Energie“, 15/06/2020, 15. Juni 2020
Wichtigste Ergebnisse
Die Ministerinnen und Minister haben über Innovationen im Energiesektor mit dem Potenzial, die wirtschaftliche Erholung Europas anzukurbeln, beraten.
Die Energieministerinnen und -minister der EU haben einen Gedankenaustausch über die wirtschaftliche Erholung nach der COVID-19-Krise und den europäischen Grünen Deal mit Schwerpunkt auf innovativen Energielösungen geführt.
Im Rahmen der Aussprache wurden die Ministerinnen und Minister ersucht, Auskunft zu geben über
die von ihnen geplanten Investitionen in Energietechnologie, um die Verwirklichung der Ziele für 2030 und die Energiewende zu gewährleisten, und zwar in den nächsten zwei Jahren und im Rahmen der Erholung nach der Pandemie, und
die Herausforderungen, mit denen sie während der Erholung von der Krise im Allgemeinen und bei der Nutzung der Instrumente des Aufbaupakets zur Unterstützung von Investitionen in Energie und von Innovation im Besonderen rechnen.
Die COVID-Krise hat gezeigt, wie schnell Innovation unseren Alltag durchdringen kann, wenn eindeutiger Bedarf besteht. Ich bin überzeugt, dass die im Energiesektor verfügbaren innovativen Technologielösungen in den Bereichen erneuerbare Energien, Energiespeicherung, intelligente Gebäude oder Elektromobilität einen ähnlich raschen Sprung machen und bei gleichzeitiger Unterstützung lokaler Unternehmen unsere Wirtschaft in Schwung bringen können.
Tomislav Ćorić, kroatischer Minister für Umweltschutz und Energie
Die Ministerinnen und Minister waren sich einig, dass innovative Energietechnologien wie intelligente Netze, Wasserstoff (insbesondere aus erneuerbaren Quellen) und erneuerbare Offshore- wie auch Onshore-Energien sehr wichtig für die Schaffung von Arbeitsplätzen, die Wettbewerbsfähigkeit und die Dekarbonisierung Europas sein werden. Investitionen in die Gebäuderenovierung werden eine Schlüsselrolle für die umfassendere wirtschaftliche Erholung einnehmen. In diesem Zusammenhang brachten die Ministerinnen und Minister ihre Erwartungen an die Renovierungswelle-Strategie der Kommission zum Ausdruck.
Mehrere Ministerinnen und Minister unterstrichen, wie wichtig Technologien der intelligenten Sektorenintegration, insbesondere Wasserstoff, seien und betonten, dass sie den Strategien der Kommission für intelligente Sektorenintegration und zu Wasserstoff erwartungsvoll entgegensehen.
Mehrere Teilnehmende wiesen darauf hin, dass ein großer Teil des zusätzlichen Investitionsbedarfs in den Bereichen Energie, Klima und Verkehr bereits in den nationalen Energie- und Klimaplänen (NEKPs) der Mitgliedstaaten enthalten ist. Sie schlugen vor, dass einige dieser energiebezogenen Investitionen vorgezogen werden könnten, um einen Beitrag zur wirtschaftlichen Erholung zu leisten.
Eine besondere Priorität des kroatischen Ratsvorsitzes bestand darin, die Initiative Saubere Energie für EU-Inseln stärker zu unterstützen. Bei dieser Gelegenheit dankte Minister Ćorić der Runde für ihre in den vergangenen Monaten während der Ausarbeitung des Memorandums von Split geleisteten Beiträge.
Unter „Sonstiges“ informierte die Europäische Kommission über den Sachstand bei den nationalen Energie- und Klimaplänen und über das überarbeitete Arbeitsprogramm der Kommission. Die litauische Delegation unterrichtete über die Umsetzung der Empfehlungen zur nuklearen Sicherheit des Peer-Review-Berichts der EU über die "Stresstests" des Kernkraftwerks in Belarus.
Zum Abschluss stellte der künftige deutsche Vorsitz sein Arbeitsprogramm im Bereich Energie für das zweite Halbjahr 2020 vor.
Den Vorsitz führte Tomislav Ćorić, kroatischer Minister für Umweltschutz und Energie. Für die Kommission nahm Kommissionsmitglied Kadri Simson teil.
Die Medienakkreditierung für internationale Gipfeltreffen, die außerhalb der Europäischen Union stattfinden, wird von den Regierungsbehörden des Gastgeberlandes gehandhabt.