Energie
Erfahren Sie, wie die EU-Länder gemeinsam eine nachhaltige und erschwingliche Energieversorgung gewährleisten.
Erschwingliche und zuverlässige Energie ist für den Wohlstand der EU von entscheidender Bedeutung.
Die EU-Länder wollen eine starke Energieunion schaffen, ihre Energiesouveränität und Wettbewerbsfähigkeit auf globaler Ebene steigern und gleichzeitig den Sektor dekarbonisieren, um die Klimaziele zu erreichen.
Sicherung der Energieversorgung
Die EU-Länder arbeiten zusammen, um die Energieversorgung der EU-Wirtschaft und ihrer Bürgerinnen und Bürger zu wettbewerbsfähigen Preisen sicherzustellen.
Ziel der EU-Länder ist es, die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen aus Russland zu verringern, die Versorgungswege zu diversifizieren und die Beziehungen zu zuverlässigeren Partnern zu vertiefen. Gleichzeitig soll der Übergang zu grünerer Energie, insbesondere zu sauberer Energie aus Europa, unterstützt werden.
Die EU-Vorschriften schützen Verbraucher und Unternehmen vor plötzlich steigenden Energiepreisen und zielen darauf ab, die nationalen Energiesysteme der EU-Länder besser zu integrieren, um eine stärkere Energieunion zu schaffen.
Abkehr von russischem Gas
Im Jahr 2025 betrug die aus Russland eingeführte Gasmenge weniger als ein Drittel des Volumens von 2021. In dem nachstehenden Diagramm ist das Volumen des von der EU eingeführten Gases in Mrd. Kubikmeter abgebildet.
Ein Balkendiagramm, in dem die Gasversorgung der wichtigsten Partner der EU im Jahr 2021 mit den Jahren 2023 und 2025 verglichen wird.
Die Einfuhren aus Russland gingen von mehr als 150 Mrd. m³ im Jahr 2021 auf 40,9 Mrd. m³ im Jahr 2025 zurück. Aufgefangen wurde dieser Rückgang hauptsächlich durch wachsende Einfuhren von anderen Partnern. Die Einfuhren aus den USA stiegen von 18,9 Mrd. m³ im Jahr 2021 auf 79,4 Mrd. m³ im Jahr 2025. Die Einfuhren aus Norwegen stiegen von 79,5 Mrd. m³ im Jahr 2021 auf 97,2 Mrd. m³ im Jahr 2025.
Quelle: Berechnung der Europäische Kommission auf der Grundlage von LSEG (Refinitiv) und ENTSOG
Im Januar 2026 hat die EU eine Verordnung angenommen, um die verbleibenden russischen Gaseinfuhren bis spätestens Ende 2027 schrittweise zu verbieten.
Grünere Energie
Der Energiesektor ist die größte Quelle von Treibhausgasemissionen in der EU.
Mit dem europäischen Grünen Deal und den „Fit für 55“-Regeln haben die EU-Länder Ziele für die Senkung der Emissionen aus dem Energiesektor gesetzt. Dazu gehören
- die schrittweise Abkehr von fossilen Brennstoffen,
- die Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien,
- eine effizientere Energienutzung, u. a. in Gebäuden, sowie
- die Schaffung eines Markts für Wasserstoff.
Kapazitäten für erneuerbare Energien
Daten der Europäischen Kommission zufolge ist die Solarenergiekapazität der EU zwischen 2020 und 2025 um 157 % auf insgesamt 406 Gigawatt gewachsen. Mehr als genug, um ein Land wie Italien ein ganzes Jahr lang zu versorgen. Die Erzeugung von Windenergie nimmt ebenfalls rasch zu.
Erneuerbare Energien wie Solar- und Windenergie sind für die Energiewende von zentraler Bedeutung und können dazu beitragen, die Abhängigkeit der EU von externen Energielieferanten zu verringern.
Weitere Zunahme der Erzeugung erneuerbarer Energien in der EU prognostiziert
Die EU-Mitgliedstaaten arbeiten zusammen, um die Nutzung erneuerbarer Energien zu steigern. Wie aus der Abbildung hervorgeht, wird ihre Erzeugung in der EU in den kommenden Jahren voraussichtlich weiter zunehmen. Im Jahr 2024 wurden 25,4 % des gesamten Endenergieverbrauchs in der EU aus erneuerbaren Quellen gedeckt. Bis 2030 sollen mehr als 42,5 % des Energiemixes der EU auf erneuerbare Energien entfallen.
Diagramm, das die Gesamtkapazität in Gigawatt (GW) in der EU für Solar-, Wind-, Bioenergie- und Wasserkraft von 2010 bis 2024 mit Prognosen für 2025-2030 zeigt.
- Die Wasserkraftkapazität stieg von 143,2 GW im Jahr 2010 auf 152,7 GW im Jahr 2024 und verzeichnete somit nur ein begrenztes Wachstum. Sie wird voraussichtlich stabil bleiben und im Jahr 2030 159 GW erreichen.
- Bioenergie macht nur einen kleinen Teil der Erzeugung erneuerbarer Energie in der EU aus. Die Bioenergiekapazität der EU ist von 25 GW im Jahr 2010 auf 37,2 GW im Jahr 2024 gestiegen und wird Prognosen zufolge mehr oder weniger auf diesem Niveau bleiben.
- Die Windkraftkapazität verzeichnete ein stetiges Wachstum und stieg von 79,2 GW im Jahr 2010 auf 230,8 GW im Jahr 2024. Es wird erwartet, dass sie weiter wachsen und 2030 auf 368,6 GW steigen wird.
- Unter den erneuerbaren Energiequellen wies die Solarenergie das größte Wachstum auf: ihre Kapazität stieg von 30 GW im Jahr 2010 auf 332,1 GW im Jahr 2024. Die Internationale Energie-Agentur geht davon aus, dass die Solarenergiekapazität in der EU bis 2030 690,1 GW erreichen wird.
Aktuelle Erklärtexte
Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der EU: nächste Schritte
„Fit für 55“
EU-Unterstützung für die Ukraine: Energiesicherheit und Infrastruktur
Letzte Überprüfung: 18. März 2026