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Beziehungen EU-CELAC: Fakten und Zahlen

Im Mittelpunkt der Beziehungen zwischen der Europäischen Union und den lateinamerikanischen und karibischen Staaten (LAK) stehen der Ausbau der politischen Zusammenarbeit sowie die Förderung von Handel und Investitionen.

Über die CELAC

Die CELAC (Gemeinschaft der Lateinamerikanischen und Karibischen Staaten) ist ein zwischenstaatlicher Mechanismus für Dialog und politische Einigung. Dieser bringt 33 Länder mit einer Gesamtbevölkerung von rund 650 Millionen Menschen in einer dauerhaften Struktur zusammen.

Die EU hat mit 30 der 33 Länder Lateinamerikas und der Karibik Assoziierungs-, Handels-, Kooperations- oder sonstige politische Abkommen.

Auf die Europäische Union und die lateinamerikanischen und karibischen Staaten entfallen zusammengenommen 14 % der Weltbevölkerung und 21 % des weltweiten BIP. Sie machen mehr als ein Drittel der VN-Mitglieder aus und sind eine treibende Kraft für ein starkes regelbasiertes multilaterales System.

Ein Globus, auf dem die CELAC-Länder grün gekennzeichnet sind.

Global-Gateway-Investitionsagenda der EU für Lateinamerika und die Karibik

Die 2021 ins Leben gerufene Global-Gateway-Investitionsagenda der EU für Lateinamerika und die Karibik ist ein Fahrplan für strategische Investitionen zur Deckung des Infrastrukturbedarfs Lateinamerikas und der Karibik, zur Förderung der lokalen Wertschöpfung und zur Förderung von nachhaltigem Wachstum, Beschäftigung und sozialem Zusammenhalt. Sie spiegelt das gemeinsame Engagement zur Förderung fairer, grüner und digitaler Investitionen sowie von Infrastrukturinvestitionen in der gesamten Region wider.

Die Investitionen werden unter vier Säulen zusammengefasst:

fairer grüner Wandel

inklusiver digitaler Wandel

menschliche Entwicklung

Resilienz im Gesundheitsbereich und Impfstoffe

Durch die Initiative werden die EU, ihre Mitgliedstaaten, Finanzinstitutionen wie die Europäische Investitionsbank und Exportkreditagenturen zusammengebracht, die partnerschaftlich mit dem Privatsektor zusammenarbeiten.

Im Rahmen der Global-Gateway-Investitionsagenda der EU für Lateinamerika und die Karibik gibt es über 100 Projekte. Die Europäische Union und ihre Mitgliedstaaten haben bis 2027 rund 45 Mrd. € für dieses Ziel bereitgestellt.

Handels- und Investitionsbeziehungen

Handel mit Waren

Im Jahr 2024 belief sich der Warenhandel der EU mit der CELAC auf mehr als 290 Mrd. €, davon entfielen 138,6 Mrd. € auf Einfuhren und 153 Mrd. € auf Ausfuhren.

Im letzten Jahrzehnt ist der Warenhandel mit der CELAC um mehr als 52 % gewachsen.

Mehr als eine Million Arbeitsplätze in der EU sind mit Ausfuhren in die lateinamerikanischen und karibischen Staaten verbunden.

Pfeile in Richtung der EU-Sterne, die die Einfuhren in die EU symbolisieren.

Einfuhren aus CELAC-Ländern im Wert von 138,6 Mrd. €

Diagramm aus Quadraten zur Darstellung der Ein- und Ausfuhren zwischen der EU und den CELAC-Ländern.
Pfeile, die von den EU-Sternen in Richtung eines grünen Punkts ausgehen, als Symbol für EU-Ausfuhren.

Ausfuhren in CELAC-Länder im Wert von 153 Mrd. €

Handel mit Dienstleistungen

Im Jahr 2023 (dem letzten Jahr mit verfügbaren Daten) belief sich der Handel mit Dienstleistungen zwischen der EU und der CELAC auf über 124 Mrd.€, wovon über 77 Mrd.€ auf Ausfuhren und fast 47 Mrd.€ auf Einfuhren entfielen.

Zwischen 2013 und 2023 hat sich der Handel mit Dienstleistungen zwischen der EU und den CELAC-Ländern beinahe verdoppelt (+92,7%).

Pfeile in Richtung der EU-Sterne, die die Einfuhren in die EU symbolisieren.

Einfuhren aus CELAC-Ländern im Wert von 46,9 Mrd. €

Diagramm aus Quadraten zur Darstellung der Ein- und Ausfuhren zwischen der EU und den CELAC-Ländern.
Pfeile, die von den EU-Sternen aus in Richtung eines grünen Punkts gehen, als Symbol für EU-Ausfuhren.

Ausfuhren in CELAC-Länder im Wert von 77,4 Mrd. €

Ausländische Direktinvestitionen

Die EU ist mit ausländischen Direktinvestitionen (ADI) von über 810 Mrd. € der führende Investor in Lateinamerika und der Karibik. Dies ist vergleichbar mit den zusammengenommenen EU-Investitionen in China, Kanada, Japan und Singapur.

Die europäischen Investitionen sind auf strategische Sektoren wie erneuerbare Energien und Telekommunikation konzentriert.

Mit EU-Investitionen werden 2,75 Millionen Arbeitsplätze in der LAK-Region gefördert.

Zusammenarbeit im Bereich Sicherheit und Justiz

Auf dem dritten Gipfeltreffen EU-CELAC im Jahr 2023 sagten die Führungsspitzen zu, in Fragen wie organisierte Kriminalität, Korruption und Geldwäsche enger zusammenzuarbeiten. Die Zusammenarbeit erfolgt durch eine Reihe maßgeschneiderter Maßnahmen. Die Zusammenarbeit mit EU-Agenturen wie Europol, Eurojust oder der Drogenagentur der EU spielt eine wichtige Rolle. Die EU unterstützt des Weiteren AMERIPOL, die amerikanische Polizeigemeinschaft, und arbeitet Hand in Hand mit dem Lateinamerikanischen Ausschuss für innere Sicherheit (CLASI), einem Bündnis von 16 lateinamerikanischen Ländern gegen die organisierte Kriminalität.

Programme wie COPOLAD III tragen dazu bei, die Arzneimittelüberwachung und die Strategien im Bereich der öffentlichen Gesundheit in den LAK-Staaten zu verbessern, während Initiativen wie EUROFRONT schutzbedürftige Gruppen wie Migranten vor kriminellen Netzwerken schützen.

Neben der Strafverfolgung verstärken die EU und die LAK-Staaten die justizielle Zusammenarbeit, um rechtliche Lücken zu schließen, die es Straftätern ermöglichen, sich der Justiz zu entziehen. Projekte wie EL PACcTO 2.0 und CRIMJUST helfen den Ländern, Beweismittel auszutauschen und koordinierte Maßnahmen gegen die organisierte Kriminalität zu ergreifen. Im Rahmen der Partnerschaft finden auch Arbeiten zur Vorsorge im Hinblick auf künftige Bedrohungen wie Cyberangriffe, Desinformation und Umweltkriminalität statt.

Humanitäre Hilfe

Die Europäische Union ist nach wie vor der wichtigste Akteur im Bereich der humanitären Hilfe und hat in den letzten zwei Jahrzehnten mehr als 1 Mrd. € an humanitärer Hilfe für Lateinamerika und die Karibik bereitgestellt. Allein in diesem Jahr hat die EU mit mehr als 120 Mio. € zur Bewältigung der drängendsten Krisen in der Region beigetragen.

Im Mai 2024 haben die EU und drei zwischenstaatliche Organisationen aus der Region sowie drei einzelne Länder eine Vereinbarung über das Katastrophenrisikomanagement unterzeichnet. Ziel war es, die Zusammenarbeit in diesem Bereich zu intensivieren, und zwar durch

  • eine Stärkung der Reaktionsfähigkeit
  • eine Stärkung der Kapazitäten zur Prävention, Vorsorge und Reaktion sowie für den raschen Wiederaufbau
  • den Austausch von Wissen, Erfahrungen und bewährten Verfahren.

Siehe auch:

Abstrakte Collage der Flaggen der Mercosur-Länder und der EU zur Veranschaulichung des Handels.
Handel EU-Mercosur: Fakten und Zahlen

Handel EU-Mercosur: Fakten und Zahlen

Schemenhafte Landkarte von Nord-, Mittel- und Südamerika mit einer im Hintergrund zu sehenden mexikanischen Flagge links und einer EU-Flagge rechts zur Veranschaulichung des Handels.
Handel EU-Mexiko: Zahlen und Fakten

Handel EU-Mexiko: Zahlen und Fakten

Die Handelsbeziehungen zwischen der Europäischen Union und Chile.
Handelsbeziehungen zwischen der EU und Chile: Fakten und Zahlen

Handelsbeziehungen zwischen der EU und Chile: Fakten und Zahlen

Letzte Überprüfung: 7. November 2025