- Euro-Gruppe
Euro-Gruppe, 17.02.2014, 17. Februar 2014
Die wirtschaftliche Erholung im Euro-Währungsgebiet stabilisiert sich
Die Euro-Gruppe zeigt sich erfreut angesichts der verbesserten Konjunkturaussichten für das Euro-Währungsgebiet.
Die Minister zogen Bilanz über die wirtschaftliche Lage unter Berücksichtigung der Analyse der Kommission und der Europäischen Zentralbank (EZB) sowie neuer Eurostat-Daten. Das reale BIP-Wachstum im Euro-Währungsgebiet hat in den vergangenen Quartalen angezogen. Nach der jüngsten Schätzung von Eurostat für das vierte Quartal 2013 war in drei Quartalen in Folge ein leichtes Wachstum zu verzeichnen – die Erholung fasst im Euro-Währungsgebiet Fuß. Die Widerstandsfähigkeit des Euro-Währungsgebiets gegenüber jüngsten Turbulenzen in aufstrebenden Märkten wurde ebenfalls positiv bewertet.
Der Präsident der Euro-Gruppe begrüßte diese guten Nachrichten, verwies aber erneut darauf, dass man sich nun nicht selbstzufrieden zurücklehnen dürfe. Zwar hätten sich die Arbeitslosenquoten stabilisiert, sie befänden sich jedoch weiterhin auf einem unannehmbar hohen Niveau. Daher hob der Präsident die Notwendigkeit hervor, dass im Euro-Währungsgebiet "grundlegende Strukturreformen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit durchzuführen sind und der Weg einer differenzierten und wachstumsfreundlichen Haushaltskonsolidierung weiterverfolgt werden muss".
Das Programm für Zypern auf einem guten Weg
Die Kommission, die EZB und der Internationale Währungsfonds (IWF) haben bescheinigt, dass das Programm für Zypern auf einem guten Weg ist. Die Minister zeigten sich insbesondere erfreut über die Gesamtwirtschafts- und Haushaltsdaten, die besser als erwartet ausfielen, auch wenn weiterhin ernste Probleme bestehen.
Der Präsident der Euro-Gruppe brachte seine Zufriedenheit über die Stabilisierung des Finanzsektors in Zypern zum Ausdruck, "die es erlaubt, in Kürze die zweite Phase der schrittweisen Lockerung der Beschränkungen einzuleiten".
Die Minister erörterten ferner die laufende Überprüfung des Programms für Griechenland. Sie begrüßten sowohl die Absicht der Kommission, des IWF und der EZB, in den nächsten Tagen nach Athen zurückzukehren, als auch die Zusage der griechischen Behörden, in einer Reihe von Schlüsselbereichen Reformen durchzuführen.
Die Minister streben für März 2014 eine politische Einigung über das Instrument zur direkten Rekapitalisierung des Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) an, sofern die Beratungen über den operativen Rahmen dieses Instruments im Februar erfolgreich verlaufen. Das nächste Treffen der Euro-Gruppe findet am 10. März statt.
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