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Thematische Aussprache: Ungleichgewichte im Euro-Währungsgebiet nach der COVID‑19‑Krise
Die Euro-Gruppe hat eine thematische Aussprache über die makroökonomischen Ungleichgewichte im Euro-Währungsgebiet geführt und sich dabei auf einen von der Europäischen Kommission ausgearbeiteten technischen Vermerk gestützt.
Die Ministerinnen und Minister haben darüber beraten, in welchem Umfang die COVID‑19-Krise die bestehenden makroökonomischen Ungleichgewichte auf Ebene des Euro-Währungsgebiets verschärft hat und welche politischen Strategien für die Reaktion erforderlich sind.
Die Kommission hat eine Analyse vorgelegt, aus der hervorgeht, dass die COVID-19-Krise die bestehenden makroökonomischen Ungleichgewichte im Euro-Währungsgebiet zu verschärfen droht. Wir haben das Risiko zwar anerkannt, aber natürlich auch gewürdigt, dass es in den letzten Wochen sehr positive Entwicklungen gegeben hat. (...) Die Euro-Gruppe ist sich nach wie vor im Klaren, dass Wohnhäuser, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und Unternehmen weiterhin unterstützt werden müssen, da sie mit den wirtschaftlichen Folgen der andauernden Beschränkungen im Gesundheitsbereich konfrontiert sind. Unsere heutigen Beratungen haben erneut den äußerst starken Konsens darüber bestätigt, dass ein unterstützender haushaltspolitischer Kurs beibehalten werden muss.
Paschal Donohoe, Präsident der Euro‑Gruppe
Aufbau- und Resilienzpläne
Die Ministerrunde hat im Einklang mit den Prioritäten, die in der Empfehlung für das Euro-Währungsgebiet vereinbart wurden, einen Gedankenaustausch über die Ausarbeitung der nationalen Aufbau- und Resilienzpläne geführt.
Die Ausarbeitung derartiger Pläne ist ein beispielloses Unterfangen, und der Dialog innerhalb der Euro-Gruppe ist in dieser Hinsicht sehr wertvoll, da die Ministerinnen und Minister ihre Erfahrungen austauschen und voneinander lernen können. Wir werden weiterhin die Einheitlichkeit und Kohärenz zwischen den nationalen Maßnahmen, der Nutzung der Aufbaufazilität und den Prioritäten des Euro-Währungsgebiets fördern.
Paschal Donohoe, Präsident der Euro‑Gruppe
Beziehungen zu den Vereinigten Staaten im Währungs- und Finanzbereich
Die Euro-Gruppe hat einen Gedankenaustausch über das globale Währungs- und Finanzsystem und insbesondere über die Aussichten für eine transatlantische Zusammenarbeit geführt. Der Harvard-Professor und ehemalige Finanzminister der Vereinigten Staaten Lawrence H. Summers wurde dazu eingeladen, seine Erkenntnisse und Erfahrungen mit der Euro-Gruppe zu teilen.
Wir freuen uns, dass Professor Summers seine Erkenntnisse mit uns geteilt hat, die sich aus seiner jahrzehntelangen Erfahrung mit der wirtschaftspolitischen Gestaltung und dem Krisenmanagement auf höchster Ebene ergeben. Diese Krise hat uns daran erinnert, dass sowohl Probleme als auch Lösungen nationale und enge Grenzen überschreiten. Heute habe ich jedoch einen gemeinsamen Optimismus der Euro-Gruppe gespürt, dass die Zusammenarbeit mit unseren wichtigsten Partnern eine neue Dynamik erhalten wird.
Paschal Donohoe, Präsident der Euro‑Gruppe
Die Medienakkreditierung für internationale Gipfeltreffen, die außerhalb der Europäischen Union stattfinden, wird von den Regierungsbehörden des Gastgeberlandes gehandhabt.