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Militärausschuss der Europäischen Union (EUMC), EU‑Generalstabschefs, 25./26. Oktober 2021
Am 25. und 26. Oktober sind die EU-Generalstabschefs (CHOD) in Brüssel zur letzten Tagung des Militärausschusses auf der Ebene der CHOD für 2021 zusammengekommen.
Im Mittelpunkt der Tagung unter dem Vorsitz von General Claudio Graziano standen die wichtigsten Verteidigungsinitiativen der EU.
Die Europäische Union hat die einzigartige Chance, ihre Glaubwürdigkeit als Bereitsteller von Sicherheit zu erhöhen. Das Militär sollte aktiv zu dem Prozess beitragen, indem die Anforderungen an ein Instrumentarium für die Krisenreaktion festgelegt und alle erdenklichen Anstrengungen unternommen werden, um eine robuste Führungsstruktur zu schaffen und die operative Überlegenheit aufrechtzuerhalten.
General Claudio Graziano
Der Strategische Kompass war einer der ersten erörterten Punkte. Der stellvertretende Generalsekretär für GSVP und Krisenreaktion des EAD, Botschafter Charles Fries, unterrichtete die militärischen Führungskräfte über die jüngsten Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Strategischen Kompass. Die Generalstabschefs begrüßten die Präsentationen und erwarten, dass der Strategische Kompass klare Leitlinien für die militärischen Zielvorgaben bietet. Sie werden militärische Beratung zum ersten Entwurf bieten und kamen überein, möglicherweise eine außerordentliche Tagung abzuhalten, um den zweiten Entwurf des Strategischen Kompasses zu erörtern.
Anschließend unterrichtete der Generaldirektor des EU-Militärstabs, Vizeadmiral Hervé Bléjean, die Generalstabschefs über den aktuellen Stand beim Instrumentarium für die Krisenreaktion. Die Generalstabschefs betonten, dass die EU ihre Fähigkeit, erforderlichenfalls autonom zu handeln, erheblich stärken müsse. Zu diesem Zweck unterstützten sie uneingeschränkt die Vorschläge für eine weitere Anpassung der EU-Gefechtsverbände, die diese relevanter und attraktiver machen und somit die Krisenreaktionsfähigkeit der EU verbessern soll.
Auf der Tagung wurde darauf hingewiesen, dass die Mitgliedstaaten GSVP-Missionen und ‑Operationen dringend angemessen mit Personal, Gütern und Logistik ausstatten müssen.
Weitere wichtige Themen, die während des zweiten Tagungstags erörtert wurden, waren die Zusammenarbeit zwischen der EU und der NATO, wobei gefordert wurde, die Beziehungen zwischen den Militärs im Bereich Klimawandel und Verteidigung zu verbessern, sowie die Wirksamkeit der militärischen Ausbildungsmissionen der EU.
Wir leben in einer extrem anspruchsvollen und schwierigen Zeit, und die EU sollte sich auf ein Instrumentarium für die Krisenreaktion stützen, dass sich aus rasch einsatzfähigen Kräften und Wegbereitern zusammensetzt. Später wird es zu spät sein.
General Claudio Graziano
Militärausschuss der Europäischen Union (EUMC), EU‑Generalstabschefs
Die Medienakkreditierung für internationale Gipfeltreffen, die außerhalb der Europäischen Union stattfinden, wird von den Regierungsbehörden des Gastgeberlandes gehandhabt.