Sicherheit und Verteidigung
Wie die EU auf Konflikte und Krisen jenseits ihrer Grenzen reagiert, ihre Bürgerinnen und Bürger schützt und ihre Partnerländer beim Aufbau ihrer Verteidigungskapazitäten unterstützt.
Die EU erhöht ihre Verteidigungsbereitschaft und investiert mehr in die Verteidigung, um unmittelbare und künftige Herausforderungen und Bedrohungen zu bewältigen.
Es werden mutige Schritte unternommen, auch vor dem Hintergrund der existenziellen Herausforderung, die durch den Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine entstanden ist.
Erhöhung der Verteidigungsausgaben
Die EU und ihre Mitgliedstaaten erhöhen ihre Verteidigungsausgaben und -investitionen in Zeiten einer radikal veränderten Sicherheitslage.
2024 beliefen sich die Verteidigungsausgaben der Mitgliedstaaten auf 343 Mrd. €, wovon 106 Mrd. € auf Investitionen entfielen. Im Jahr 2025 werden sie bei schätzungsweise 381 Mrd. € liegen.
Der EU-Plan für die Verteidigungsbereitschaft
Sicherheit und Verteidigung fallen nach wie vor in die Zuständigkeit der Mitgliedstaaten. Die EU ergänzt und verstärkt die individuellen Anstrengungen der Mitgliedstaaten, indem sie höhere nationale Verteidigungsausgaben unterstützt und EU-Haushaltsmittel im Verteidigungssektor einsetzt. Zu den jüngsten EU-Initiativen gehören unter anderem:
Mit diesem Finanzinstrument werden bis zu 150 Mrd. € an Darlehen bereitgestellt, um die Mitgliedstaaten dabei zu unterstützen, Verteidigungsinvestitionen durch gemeinsame Beschaffung zu erhöhen.
Die EU erlaubt den Mitgliedstaaten die Aktivierung der nationalen Ausweichklausel, um ihnen zusätzliche Haushaltsflexibilität einzuräumen und auf diese Weise mehr für Verteidigung auszugeben.
Mit diesem Finanzierungsprogramm werden 1,5 Mrd. € in Form von Finanzhilfen zur Stärkung der europäischen Verteidigungsindustrie für den Zeitraum 2025-2027 bereitgestellt.
Mit diesem Fonds wird die grenzüberschreitende Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Forschung und Entwicklung im Verteidigungsbereich gefördert. Für den Zeitraum 2021-2027 beläuft sich das zur Verfügung stehende Budget auf 8,8 Mrd. €.
Neue EU-Maßnahmen werden den Rechts- und Verwaltungsrahmen im Verteidigungssektor vereinfachen. Das Legislativpaket ist Teil der Vereinfachungsagenda der EU.
Die EU arbeitet darauf hin, über die Europäische Investitionsbank private Investitionen im Verteidigungssektor zu mobilisieren und die Spar- und Investitionsunion zu beschleunigen.
Für ein sicheres Europa und eine stabile Welt
Die EU verfügt über kein stehendes Heer. Sie stützt sich auf die Mittel, die die EU-Mitgliedstaaten für die weltweite Entsendung ziviler und militärischer Missionen und Operationen im Rahmen der Gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik der EU (GSVP) zur Verfügung stellen.
Die Militäroperationen und -missionen werden im Rahmen der Europäischen Friedensfazilität finanziert – mit diesem Instrument werden auch Streitkräfte von Nicht-EU-Ländern durch Hilfsmaßnahmen unterstützt.
Zivile und militärische Missionen und Operationen
Europäische Friedensfazilität
Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen, der NATO und Nicht-EU-Ländern
Partnerschaften im Bereich Sicherheit und Verteidigung sind eine unverzichtbare Säule der Bemühungen der EU, den Frieden in der Welt zu fördern. Die EU arbeitet bei Friedenseinsätzen und bei der Krisenbewältigung eng mit den VN zusammen, während die NATO für die euro-atlantische Sicherheit und Stabilität nach wie vor von wesentlicher Bedeutung ist.
Die EU unterhält verschiedene Arten von Vereinbarungen mit Nicht-EU-Ländern – einschließlich bilateraler Sicherheits- und Verteidigungspartnerschaften.
Militärische Unterstützung für die Ukraine
Seit Beginn der groß angelegten Invasion Russlands in die Ukraine haben die EU und ihre Mitgliedstaaten ihre militärische Unterstützung für die ukrainischen Streitkräfte erheblich verstärkt.
Die militärische Unterstützung der EU soll die Fähigkeiten und die Resilienz der ukrainischen Streitkräfte stärken und die Zivilbevölkerung vor der militärischen Aggression Russlands schützen.
Weitere Bereiche der Zusammenarbeit bei Sicherheit und Verteidigung
Aktuelle Erklärtexte
Militärische Unterstützung der EU für die Ukraine
Solidarität der EU mit der Ukraine
Strengthening military mobility in the EU
Letzte Überprüfung: 15. April 2026