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Informelle Videokonferenz auf Ministerebene „Entwicklung“, 11. Oktober 2021
Wichtigste Ergebnisse
Die EU-Entwicklungsministerinnen und -minister führten einen Gedankenaustausch über die sich rasch verschlechternde Lage in Afghanistan und erörterten konkrete Wege zur weiteren Unterstützung der afghanischen Bevölkerung durch das Konzept „Team Europa“, das die EU, ihre Mitgliedstaaten und ihre diplomatischen Netze und Finanzinstitutionen umfasst.
Die humanitäre und sozioökonomische Lage in Afghanistan ist extrem bedrohlich. Nach Angaben des Norwegischen Flüchtlingsrates laufen mindestens 1 Million Kinder Gefahr, diesen Winter zu sterben, wenn sie keine angemessene Unterstützung erhalten. Abwarten ist keine Option. Wir müssen handeln, und zwar schnell.
Josep Borrell, Hoher Vertreter für Außen- und Sicherheitspolitik
Die Ministerinnen und Minister waren sich darin einig, dass die Unterstützung der EU für die afghanische Bevölkerung durch humanitäre Hilfe und direkte Unterstützung der Bevölkerung verstärkt werden muss.
Ziel der EU ist es, das Leben der Menschen in Afghanistan zu retten, ihre Lebensgrundlagen zu erhalten und grundlegende Dienstleistungen für die Bevölkerung zu erbringen.
Die Ministerrunde einigte sich insbesondere darauf, einen abgestimmten Ansatz zu verfolgen, um eine humanitäre Katastrophe zu verhindern. Ein solcher Ansatz bedeutet nicht, dass die Taliban anerkannt werden, und wird in vollständigem Einklang mit den fünf vom Rat in Bezug auf Afghanistan vereinbarten Benchmarks stehen.
Die Medienakkreditierung für internationale Gipfeltreffen, die außerhalb der Europäischen Union stattfinden, wird von den Regierungsbehörden des Gastgeberlandes gehandhabt.