- Internationales Gipfeltreffen
EU-Westbalkan-Gipfel, 23. Juni 2022
Wichtigste Ergebnisse
Die Zusammenkunft im Vorfeld der Juni-Tagung des Europäischen Rates baute auf den bestehenden engen Beziehungen zwischen der EU und den Partnern im Westbalkan auf.
Die Führungsspitzen erörterten die Fortschritte bei der Integration in die EU und die Herausforderungen durch die Aggression Russlands gegen die Ukraine.
Dies ist ein wichtiger Zeitpunkt, denn es besteht ein sehr entschiedener politischer Wille, den Prozess mit den Partnern im Westbalkan mit neuem Leben zu erfüllen und so eine klare und starke Botschaft zu senden. Charles Michel, Präsident des Europäischen Rates
Die Führungsspitzen zogen eine Bilanz der wichtigsten Investitionen im Rahmen des Wirtschafts- und Investitionsplans für den Westbalkan und erörterten geostrategische Fragen.
Ferner bot die Zusammenkunft die Gelegenheit,
- Möglichkeiten zur Förderung direkter Kontakte zwischen den Menschen zu erforschen;
- die Angleichung an die Werte der EU und an die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik (GASP) zu fördern.
EU-Integration
Die EU-Führungsspitzen bekundeten ihre klare Unterstützung für die Integration der Westbalkanländer in die EU.
Durch die geopolitischen Ereignisse ist eine Dynamik entstanden, in Zusammenarbeit auf dem europäischen Kontinent neue Schritte zu ergreifen.
Aufbauend auf der überarbeiteten Verfahrensweise der EU bei der Erweiterung wurden unter anderem folgende Ziele verfolgt:
- innovative Wege zu sondieren, um die Beitrittsgespräche voranzubringen,
- Anreize für Reformen zu schaffen und
- Fortschritte bei der schrittweisen Integration zwischen der EU und der Westbalkanregion zu erzielen.
Russlands Krieg gegen die Ukraine
Das Treffen bot den Staats- und Regierungschefs ferner die Gelegenheit, ihre Zusammenarbeit angesichts der gemeinsamen Herausforderungen infolge der Aggression Russlands gegen die Ukraine weiter zu vertiefen.
Sie ermittelten die wichtigsten Maßnahmen, um
- die Widerstandsfähigkeit der Partner im Westbalkan gegen hybride Bedrohungen (insbesondere Cyberbedrohungen und Desinformation) zu verbessern;
- sie vor Turbulenzen auf den Energie- und Nahrungsmittelmärkten zu schützen.
Geostrategische Herausforderungen
Die Führungsspitzen der EU und der Partner im Westbalkan zogen Bilanz über die Fortschritte bei den wichtigsten Investitionen im Rahmen des Wirtschafts- und Investitionsplans.
Der Wirtschafts- und Investitionsplan bietet entscheidende Finanzierungen für die Region, damit sie die geostrategischen Herausforderungen bewältigen kann. Mit dem Plan werden folgende Ziele verfolgt:
- bessere Konnektivität und Energieversorgungssicherheit
- color: inherit; Mobilisierung von Investitionen des Privatsektors zur Unterstützung des grünen und des digitalen Wandels
Direkte Kontakte zwischen den Menschen
Bei ihrem Treffen konnten die Staats- und Regierungschefs auch erörtern, wie sie dazu beitragen können, Chancen für junge Menschen zu schaffen und gegen den „Brain-Drain“ in der Region vorzugehen.
Ziel ist es, das Gefühl der Bürgerinnen und Bürger in der EU und im Westbalkan zu stärken, dass sie zur selben Gemeinschaft gehören.
Außenpolitik
Die Führungsspitzen führten einen Gedankenaustausch über Außenpolitik und die Angleichung an die GASP.
Sie berieten darüber, wie der Einfluss Russlands in der Region begrenzt werden kann und wie russische Propaganda und Desinformation bekämpft werden können.
Wirtschafts- und Investitionsplan der EU: mehr Unterstützung denn je für den Westbalkan (Infografik)
Hintergrundinformationen
Mit dem Treffen der Staats- und Regierungschefs wird ein Teil der Strategischen Agenda 2019-2024 des Europäischen Rates umgesetzt.
- Eine neue Strategische Agenda 2019-2024 (Text)
- Eine neue Strategische Agenda für die EU (Zusammenfassung)
Frühere Tagungen
Das letzte Treffen zwischen den Staats- und Regierungschefs der EU und der Westbalkanländer war das Gipfeltreffen EU-Westbalkan, das im Oktober 2021 in Brdo pri Kranju (Slowenien) stattfand. Es wurde vom slowenischen Ratsvorsitz ausgerichtet.
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