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Informelle Videokonferenz auf Ministerebene „Inneres“, 4. August 2026
Wichtigste Ergebnisse
Im Rahmen einer Videokonferenz befassten sich die Innenministerinnen und -minister mit den aktuellen Entwicklungen in Ceuta. Dabei tauschten die spanische Delegation, die Europäische Kommission und der EAD ihre Einschätzung der Ereignisse der letzten Tage und der aktuellen Lage an der Außengrenze in Ceuta aus.
Die EU ist geeint und bereit, Spanien zu unterstützen und unsere Außengrenzen vor illegaler Migration zu schützen. Wir würdigen Spaniens rasche Reaktion auf die Lage in Ceuta und bekunden unser tiefstes Beileid über den tragischen Verlust von Menschenleben. Die Außengrenzen der EU sind unsere gemeinsame Verantwortung, und Migration erfordert eine gemeinsame europäische Antwort. Die Konferenz, die ich heute einberufen habe, war eine wichtige Gelegenheit für die Mitgliedstaaten, die Instrumente zu bewerten, die uns bereits zur Verfügung stehen, zu ermitteln, wo eine weitere Zusammenarbeit erforderlich ist, und unsere gemeinsamen Vorbereitungen im Vorfeld der nächsten Ministertagung und der Tagung des Europäischen Rates im Oktober voranzubringen.
Jim O’Callaghan, irischer Minister der Justiz, des Inneren und für Migration
Die Mitgliedstaaten und die assoziierten Schengen-Länder bekundeten einhellig große Solidarität mit Spanien. Die Ministerrunde würdigte die raschen und wirksamen Bemühungen der spanischen Behörden, auf die Lage in Ceuta zu reagieren. Zugleich drückten sie ihr Beileid für die Menschen aus, die bei dem Versuch, die Grenze zu überqueren, ums Leben kamen.
Jüngsten Informationen der spanischen Behörden und der Kommission zufolge wurde die überwiegende Mehrheit der Personen, die die Grenze illegal überquert hatten, rückgeführt, und es kam zu keinen Sekundärbewegungen auf das spanische Festland oder in andere Mitgliedstaaten.
Die heutige Konferenz war eine Gelegenheit für die Mitgliedstaaten, sich zu versichern, wie wichtig der Schutz der EU-Außengrenzen ist.
So bestand Einvernehmen über die Notwendigkeit, weiterhin unermüdlich gegen Schleusernetze vorzugehen, Rückführungen zu verstärken, die EU-Grenzen stärker zu schützen, vertiefte Partnerschaften mit Drittländern aufzubauen und bessere Prognosen zu entwickeln.
Die Ministerinnen und Minister betonten, die gemeinsame Lageerfassung müsse verbessert werden, etwa durch die Weiterentwicklung von Frühwarnsystemen wie des gemeinsamen Überwachungsdienstes für das Lagebild vor der Grenze (Informationsbild des Grenzvorbereichs, CPIP) und die Beobachtung der sozialen Medien.
Der Rat hob die Bedeutung der Zusammenarbeit mit Drittländern und der Weiterentwicklung von Partnerschaften hervor, die Menschen in ihren Heimatländern die richtigen Chancen bieten und die Migrationssteuerung stärken.
Schließlich machten die Ministerinnen und Minister deutlich, dass die Kommunikation in Krisenzeiten durch rechtzeitige Koordinierung weiter ausgebaut werden könnte und kohärenter sein sollte, insbesondere um böswilligen externen Akteuren entgegenzuwirken, die Informationsmanipulation und Einmischung aus dem Ausland betreiben.
Die Medienakkreditierung für internationale Gipfeltreffen, die außerhalb der Europäischen Union stattfinden, wird von den Regierungsbehörden des Gastgeberlandes gehandhabt.