Skip to content

Krisenreaktion

Erfahren Sie, wie die EU auf Naturkatastrophen und vom Menschen verursachte Krisen in der ganzen Welt reagiert. 

Im Krisenfall verfügen die EU und ihre Mitgliedstaaten über mehrere Mechanismen, mit denen sie Hilfe leisten und zur Lösung oder Verbesserung der Situation beitragen können.

In Notfällen wie Naturkatastrophen, Gesundheitskrisen oder Konflikten leistet die EU rasche, wirksame und koordinierte Hilfe innerhalb und außerhalb Europas.

Eine uniformierte Person übergibt einer anderen Person ein großes Paket, auf dem das EU-Logo abgebildet ist und "rescEU" steht.

Wie koordiniert der Rat die Reaktion der EU auf Krisen?

Der Rat der EU koordiniert die politische Reaktion auf große und komplexe Krisen, die sich innerhalb oder außerhalb Europas ereignen, durch die Integrierte Regelung für die politische Reaktion auf Krisen (IPCR).

Die IPCR bringt EU-Mitgliedstaaten, EU-Institutionen und andere wichtige Akteure zusammen, die von der Krise betroffen oder daran beteiligt sind, um ein gemeinsames Verständnis der Lage zu unterstützen und Reaktionsmaßnahmen vorzuschlagen. Die IPCR ist derzeit aufgrund der Lage im Nahen Osten, des Kriegs Russlands gegen die Ukraine und der Migrations- und Flüchtlingskrise voll aktiviert.

Humanitäre Hilfe

Die EU und ihre Mitgliedstaaten sind der weltweit größte Geber humanitärer Hilfe. Mit ihrer humanitären Hilfe unterstützt die EU die am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen, indem sie in Krisenfällen wesentliche und lebensrettende Hilfe leistet.

Wichtigste Unterstützungsbereiche

Ein Getreidesack.

Ernährungssicherheit

Ein Kind isst aus einer Schüssel.

Nahrung

Eine Hand, die eine Spritze hält.

Medizinische Nothilfe

Hände unter einem laufenden Wasserhahn.

Wasser und Sanitär

Ein Zelt.

Unterbringung

Eine Frau mit Papieren in den Händen.

Schutz

Zu den wichtigsten Hilfeleistungen gehören Mittelüberweisungen für dringenden Bedarf, Bildung in Krisensituationen und Katastrophenvorsorge zur Stärkung der Resilienz gegenüber klimabedingten Katastrophen.

Die humanitäre Hilfe der EU wird von der EU und ihren Mitgliedstaaten finanziert und vor Ort von Partnerorganisationen bereitgestellt. Sie basiert auf den humanitären Grundsätze der Neutralität, Menschlichkeit, Unabhängigkeit und Unparteilichkeit.

Zivilschutz

Jedes Land innerhalb und außerhalb Europas kann um Hilfe über das Katastrophenschutzverfahren der EU (EUCPM) bitten, wenn eine Notsituation seine Reaktionsfähigkeit übersteigt. In einem solchen Fall kann die EU das EUCPM aktivieren, um den Einsatz von spezialisierten Teams und entsprechender Ausrüstung wie Löschflugzeugen, Such- und Rettungsteams, Arzneimitteln und medizinischem Personal zu koordinieren.

Die häufigsten Notfälle, bei denen das EUCPM ausgelöst wird, sind Krankheitsausbrüche, Waldbrände, Überschwemmungen, tropische Zyklone, Erdbeben und Konflikte. Der Mechanismus wurde seit 2001 mehr als 800 Mal aktiviert, davon 64 Mal im Jahr 2025.

Konsularischer Schutz

Im Krisenfall haben EU-Bürgerinnen und ‑Bürger in einem Nicht-EU-Land das Recht, sich an die Botschaft oder das Konsulat eines anderen EU-Mitgliedstaats zu wenden, wenn ihr eigener vor Ort keine diplomatische Vertretung unterhält.

Fälle, in denen Hilfe geleistet wird, sind der Verlust oder Diebstahl des Reisepasses oder Personalausweises, eine Festnahme oder Inhaftierung oder solche, in denen eine Person Opfer einer Straftat, eines schweren Unfalls oder einer schweren Krankheit wird, sowie die Rückkehr ins Heimatland oder ein Todesfall.

Zwei Reisepässe auf einer Weltkarte.

Aktuelle Erklärtexte

Standpunkt der EU zur Lage im Nahen Osten

Standpunkt der EU zur Lage im Nahen Osten

Eine Gruppe von Flüchtlingen: drei Erwachsene und zwei Kinder.
Wie die EU Flüchtlingen aus der Ukraine hilft

Wie die EU Flüchtlingen aus der Ukraine hilft

Ein Soldat, der eine Drohne steuert.
Militärische Unterstützung der EU für die Ukraine

Militärische Unterstützung der EU für die Ukraine

Letzte Überprüfung: 15. April 2026