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- 17. Januar 2022 10:52
60 Jahre gemeinsame Agrarpolitik
Im Jahr 2022 feiert die Gemeinsame Agrarpolitik ihren 60. Geburtstag. Aus diesem Anlass haben wir mit Menschen aus der europäischen Landwirtschaft darüber gesprochen.
Mitte Januar 1962 wurde die Gründungsverordnung für die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) unterzeichnet, mit der die ersten gemeinsamen Regeln für die Landwirtschaft in der EU eingeführt wurden. Seitdem hat sich die Agrarpolitik weiterentwickelt und an neue Marktbedingungen und Anforderungen sowie an Herausforderungen wie den Klimawandel angepasst.
Sechzig Jahre später verdanken wir der GAP einen offenen Markt für Europas Agrar- und Lebensmittelerzeugnisse, auf dem hochwertige und erschwingliche Lebensmittel für die Bürgerinnen und Bürger der EU produziert werden. Die GAP garantiert zudem einige der weltweit höchsten Sicherheits- und Umweltstandards für Agrar- und Lebensmittelerzeugnisse und trägt zu lebendigen ländlichen Gemeinschaften bei.
Seit Beginn der COVID-19-Pandemie hat der Agrarsektor in der EU seine Widerstandsfähigkeit unter Beweis gestellt. Die EU hat rasch einige Vorschriften aus GAP-Verordnungen angepasst, um die Landwirtinnen und Landwirte in diesen schwierigen Zeiten zu unterstützen, und Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Nahrungsmittelversorgung ergriffen.
Diese Maßnahmen waren wichtig, um sicherzustellen, dass die Landwirtinnen und Landwirte in der EU auch während der Krise hochwertige, sichere und erschwingliche Lebensmittel produzieren konnten.
Stimmen aus der europäischen Landwirtschaft
Die finanzielle Unterstützung der EU hat es uns ermöglicht, unseren landwirtschaftlichen Betrieb auszubauen. Die Mittel waren für uns auch ein Anreiz, auf dem Land zu bleiben. Milena Chodnicka, die zusammen mit ihrem Mann einen Molkereibetrieb in Polen betreibt
Milena erhält Direktzahlungen im Rahmen der GAP, mit denen Landwirtinnen und Landwirte in ihrer gesellschaftlichen Funktion als Lebensmittellieferanten unterstützt werden sollen.
Für mich als Junglandwirtin, insbesondere in den Bergen, ist finanzielle Unterstützung sehr wichtig. Elisabeth Huber, Junglandwirtin aus Österreich
Nur 11 % der landwirtschaftlichen Betriebe in der EU werden von einer Person unter 40 Jahren geführt. Die GAP bietet besondere Unterstützung für junge Menschen, die sich dafür entscheiden, eine berufliche Laufbahn in der Landwirtschaft zu verfolgen.
Der LEADER-Ansatz unterstützt vor Ort, indem beträchtliche finanzielle Mittel zur Umsetzung ehrgeiziger Projekte bereitgestellt werden, die die Gemeinden selbst nicht durchführen könnten. Xavier Sohet, der eine lokale Aktionsgruppe als Teil der LEADER-Maßnahmen aus dem GAP-Politikbereich „Entwicklung des ländlichen Raums“ koordiniert
Seit Anfang der 2000er Jahre umfasst die GAP auch Maßnahmen zur Erhaltung und Entwicklung des ländlichen Raums in der EU. Die finanzielle Unterstützung sowie die Einrichtung von lokalen Netzwerken nach dem LEADER-Konzept sind wichtige Instrumente, damit die entlegensten Gebiete Europas besiedelt, gut versorgt und auch für den Tourismus attraktiv bleiben können.
Letzte Überprüfung: 11. Januar 2024