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Mehr barrierefreie Produkte und Dienstleistungen für die Bürgerinnen und Bürger der EU

Was die EU unternimmt, um Produkte und Dienstleistungen für die Menschen in der EU besser zugänglich zu machen und warum diese Maßnahmen wichtig sind.

Mehr barrierefreie Produkte und Dienstleistungen für die Bürgerinnen und Bürger der EU

Warum?

Der Bedarf an barrierefreien Produkten und Dienstleistungen ist bereits groß, und die Zahl der Menschen mit Behinderungen wird angesichts der älter werdenden EU-Bevölkerung noch deutlich steigen.

Jeder Sechste

in der EU – das sind 80 Millionen Menschen – hat eine Behinderung.

Im Jahr 2020

werden rund 120 Millionen Menschen in der EU mehrfache oder leichte Behinderungen haben.

80%

der Behinderungen sind nicht sichtbar.

Erste Schritte

Die ersten Schritte auf dem langen Weg in eine barrierefreie EU:

Leichterer Zugang zu mehr barrierefreien Produkten und Dienstleistungen

Die entsprechende Richtlinie macht digitale Produkte und Dienstleistungen für alle zugänglich, und zwar durch:

  • die Festlegung technischer Standards
  • die Einführung einer Konformitätskontrolle
  • die Schaffung eines Überwachungsmechanismus

Die vier Grundsätze des barrierefreien Web-Zugangs:

  1. Wahrnehmbarkeit: Nutzerinnen und Nutzer müssen die Informationen und die Nutzerschnittstelle wahrnehmen können
  2. Bedienbarkeit: Nutzerinnen und Nutzer müssen die Komponenten der Nutzerschnittstelle und die Navigation handhaben können
  3. Verständlichkeit: Die Informationen und die Handhabung der Nutzerschnittstelle müssen verständlich sein
  4. Robustheit: Unterschiedliche Nutzerinnen und Nutzer müssen die Inhalte verlässlich interpretieren können

Je nachdem, wann die Website eingerichtet wurde und ob es sich um eine Website oder eine Anwendung handelt, treten die Bestimmungen der Richtlinie zu drei verschiedenen Zeitpunkten in Kraft:

  • September 2019 – neue barrierefreie Websites
  • Januar 2020 – die Mitgliedstaaten beginnen mit dem Monitoring
  • September 2020 – alle Websites sind barrierefrei
  • September 2021 – alle mobilen Anwendungen sind barrierefrei
  • Dezember 2021 – erster Monitoring-Bericht der Mitgliedstaaten an die Europäische Kommission