Aufbaufonds: So hilft die EU
Aufbaufonds: So hilft die EU
Die EU stellt finanzielle Hilfe zur Unterstützung von Reformen und Investitionen in den Mitgliedstaaten bereit, um die Wirtschaft anzukurbeln und ein widerstandsfähigeres, grüneres und digitaleres Europa aufzubauen.
Wie funktioniert das Verfahren?
- Die EU-Länder legen der Europäischen Kommission ihre nationalen Aufbau- und Resilienzpläne vor.
- Die Kommission bewertet die Pläne.
- Der Rat erteilt grünes Licht für Auszahlungen aus dem Aufbaufonds an EU-Länder.
- Finanzhilfe- und Darlehensvereinbarungen werden unterzeichnet.
- Die Auszahlung von Mitteln an die EU-Länder kann beginnen.
Wie viel Geld wird den EU-Ländern zur Verfügung gestellt?
Aufbau- und Resilienzfazilität:
Insgesamt 672,5 Mrd. €:
- 312,5 Mrd. € an Finanzhilfen
- 360 Mrd. € an Darlehen
13. Juli 2021 – Rat billigt erste Reihe von Plänen: 12 EU-Länder können Auszahlungen aus dem EU-Aufbaufonds erhalten (Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Italien, Lettland, Luxemburg, Österreich, Portugal, Slowakei, Spanien)
28. Juli 2021 – Rat billigt vier weitere Pläne: 4 EU-Länder können Auszahlungen aus dem EU-Aufbaufonds erhalten (Kroatien, Litauen, Slowenien, Zypern)
8. September 2021 – Rat billigt zwei weitere Pläne: 2 EU-Länder können Auszahlungen aus dem EU-Aufbaufonds erhalten (Irland, Tschechien)
5. Oktober 2021 – Rat billigt einen neuen Plan: 1 EU-Land kann Auszahlungen aus dem EU-Aufbaufonds erhalten (Malta)
29. Oktober 2021 – Rat billigt drei weitere Pläne: 3 EU-Länder können Auszahlungen aus dem EU-Aufbaufonds erhalten (Estland, Finnland, Rumänien)
3. Mai 2022 – Rat billigt zwei weitere Pläne: 2 EU-Länder können Auszahlungen aus dem EU-Aufbaufonds erhalten (Bulgarien, Schweden)
17. Juni 2022 – Rat billigt einen neuen Plan: 1 EU-Land kann Auszahlungen aus dem EU-Aufbaufonds erhalten (Polen)
4. Oktober 2022 – Rat billigt einen neuen Plan: 1 EU-Land kann Auszahlungen aus dem EU-Aufbaufonds erhalten (Niederlande)
16. Dezember 2022 – Rat billigt einen neuen Plan: 1 EU-Land kann Auszahlungen aus dem EU-Aufbaufonds erhalten (Ungarn)
- Österreich: 3,5 Mrd. € an Finanzhilfen (0,87 % des BIP) – 450 Mio. € als Vorfinanzierung
- Belgien: 5,9 Mrd. € an Finanzhilfen (1,25 % des BIP) – 770 Mio. € als Vorfinanzierung
- Bulgarien: 6,27 Mrd. € an Finanzhilfen (10,24 % des BIP)
- Kroatien: 6,3 Mrd. € an Finanzhilfen (11,68 % des BIP) – 818 Mio. € als Vorfinanzierung
- Zypern: 1 Mrd. € an Finanzhilfen, 200 Mio. € an Darlehen, insgesamt: 1,2 Mrd. € (5,61 % des BIP) – 157 Mio. € als Vorfinanzierung
- Tschechien: 7,0 Mrd. € an Finanzhilfen (3,25 % des BIP) – 915 Mio. € als Vorfinanzierung
- Dänemark: 1,5 Mrd. € an Finanzhilfen (0,5 % des BIP) – 202 Mio. € als Vorfinanzierung
- Estland: 970 Mio. € (3,45 % des BIP) – 126 Mio. € als Vorfinanzierung
- Finnland: 2,1 Mrd. € (0,87 % des BIP) – 271 Mio. € als Vorfinanzierung
- Frankreich: 39,4 Mrd. € an Finanzhilfen (1,62 % des BIP) – 5,1 Mrd. € als Vorfinanzierung
- Deutschland: 25,6 Mrd. € an Finanzhilfen (0,75 % des BIP) – 2,3 Mrd. € als Vorfinanzierung
- Griechenland: 17,8 Mrd. € an Finanzhilfen, 12,7 Mrd. € an Darlehen, insgesamt: 30,5 Mrd. € (16,27 % des BIP) – 4 Mrd. € als Vorfinanzierung
- Ungarn: 5,8 Mrd. € an Finanzhilfen (3,98 % des BIP)
- Irland: 989 Mio. € an Finanzhilfen (0,3 % des BIP)
- Italien: 68,9 Mrd. € an Finanzhilfen, 122,6 Mrd. € an Darlehen, insgesamt: 191,5 Mrd. € (10,71 % des BIP) – 24,9 Mrd. € als Vorfinanzierung
- Lettland: 1,8 Mrd. € an Finanzhilfen (5,99 % des BIP) – 237 Mio. € als Vorfinanzierung
- Litauen: 2,2 Mrd. € an Finanzhilfen (4,59 % des BIP) – 289 Mio. € als Vorfinanzierung
- Luxemburg: 93,4 Mio. € an Finanzhilfen (0,15 % des BIP) – 12 Mio. € als Vorfinanzierung
- Malta: 316,4 Mio. € an Finanzhilfen (2,3 % des BIP) – 41,1 Mio. € als Vorfinanzierung
- Niederlande: 4,7 Mrd € an Finanzhilfen (0,7 % des BIP)
- Polen: insgesamt 35,4 Mrd. € (6,6 % des BIP), davon 23,9 Mrd. € an Finanzhilfen und 11,5 Mrd. € an Darlehen
- Portugal: 13,9 Mrd. € an Finanzhilfen, 2,7 Mrd. € an Darlehen, insgesamt: 16,6 Mrd. € (7,82 % des BIP) – 2,2 Mrd. € als Vorfinanzierung
- Rumänien: insgesamt 29,2 Mrd. € (13,1 % des BIP), davon 14,3 Mrd. € an Finanzhilfen – 1,9 Mrd. € als Vorfinanzierung – und 14,9 Mrd. € an Darlehen – 1,9 Mrd. € als Vorfinanzierung
- Slowakei: 6,3 Mrd. € an Finanzhilfen (6,72 % des BIP) – 823 Mio. € als Vorfinanzierung
- Slowenien: 1,8 Mrd. € an Finanzhilfen, 705 Mio. € an Darlehen, insgesamt: 2,5 Mrd. € (5,17 % des BIP) – 231 Mio. € als Vorfinanzierung
- Spanien: 69,5 Mrd. € an Finanzhilfen (5,58 % des BIP) – 9 Mrd. € als Vorfinanzierung
- Schweden: 3,29 Mrd. € an Finanzhilfen (0,69 % des BIP)
Legende:
- Finanzhilfe = Mittel, die die EU-Länder nicht an die EU zurückzahlen müssen
- Darlehen = Mittel, die die EU einem Mitgliedstaat zu sehr günstigen Zinsen leiht (dank des hohen Ratings der Anleihen der Kommission)
- Vorfinanzierung = Beträge, die als Vorschuss auf den insgesamt beantragten Betrag zugeteilt werden (maximal 13 %)
- In % des BIP (2019)
Quelle: Europäische Kommission
Letzte Überprüfung: 27. Januar 2024