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Rat „Wettbewerbsfähigkeit“ (Forschung), 30. September 2025
Wichtigste Ergebnisse
Schlussfolgerungen zur Bedeutung von Forschung und Innovation für die EU-Start-up- und Scale-up-Strategie
Der Rat hat Schlussfolgerungen zur Bedeutung von Forschung und Innovation für die EU-Start-up- und Scale-up-Strategie gebilligt. In diesen Schlussfolgerungen werden Leitlinien für die Schaffung eines starken und dynamischen Ökosystems dargelegt, in dem Hochschul- und Forschungseinrichtungen die Gründung und das Wachstum neuer Unternehmen unterstützen, die Ergebnisse ihrer Forschung valorisieren und Talente anwerben und binden können. In dieser Hinsicht wird in den Schlussfolgerungen ein unterstützendes regulatorisches und finanzielles Umfeld gefordert, um innovative Unternehmen zu fördern.
Forschung und Unternehmertum sind keine voneinander getrennten Welten, sondern zwei Seiten derselben Medaille. Während Forschungseinrichtungen Start-up- und Scale-up-Unternehmen bei der Gründung und dem Wachstum unterstützen können, kann der Privatsektor Forschungseinrichtungen bei der Sicherung von Investitionen und der Valorisierung ihrer Ergebnisse helfen. Es handelt sich um eine Win-Win-Strategie: die Forschungseinrichtungen gewinnen, die Unternehmen gewinnen und die Wettbewerbsfähigkeit Europas gewinnt.
Christina Egelund, dänische Ministerin für Hochschulen und Wissenschaft
Schlussfolgerungen zu einem Aufruf zum Handeln im Bereich der Biowissenschaften für die Wettbewerbsfähigkeit der Union
Der Rat hat Schlussfolgerungen zu Biowissenschaften für die Wettbewerbsfähigkeit der Union gebilligt. Darin begrüßt der Rat das in der jüngsten Strategie der Kommission dargelegte Ziel, die EU bis 2030 zum attraktivsten Drehpunkt der Welt für Biowissenschaften zu machen, und gibt Leitlinien vor, um deren Potenzial für die Wettbewerbsfähigkeit der Union voll auszuschöpfen. Ferner ermutigt er in den Schlussfolgerungen zu einer intensiveren Forschung zu Arzneimitteln für neuartige Therapien, einer führenden Rolle bei klinischen Prüfungen und einem breit angelegten Konzept für die Biotechnologie, um deren volles Potenzial freizusetzen. Außerdem ruft er zum Einsatz fortschrittlicher Technologien (z. B. künstliche Intelligenz und Quanteninformatik) in den Biowissenschaften auf und betont, wie wichtig es ist, Kompetenzen zu entwickeln und Talente zu gewinnen und zu binden. Schließlich wird in den Schlussfolgerungen betont, dass es eines koordinierten Governance-Rahmens für Biowissenschaften und einer raschen Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen bedarf.
Die heutigen Schlussfolgerungen des Rates senden eine klare Botschaft: Die EU sollte im globalen Wettlauf um Biowissenschaften eine Führungsrolle einnehmen. Um dies zu erreichen, müssen wir dringend und entschlossen handeln und eine koordinierte Strategie befolgen, mit der ehrgeizige Ziele in konkrete Maßnahmen umgesetzt werden.
Christina Egelund, dänische Ministerin für Hochschulen und Wissenschaft
Paket „Horizont Europa“: Rahmenprogramm für Forschung und Innovation 2028-2034
Die Ministerinnen und Minister haben eine Orientierungsaussprache über das MFR-Paket „Horizont Europa“ geführt. Dabei lag der Schwerpunkt auf dem Thema Forschung und Innovation der EU zu Anwendungen mit doppeltem Verwendungszweck und Verteidigungsanwendungen. Die Ministerrunde erörtere die Möglichkeiten zur Stärkung von Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz bei diesem neuen Ansatz für Anwendungen mit doppeltem Verwendungszweck und Verteidigungsanwendungen. Gleichzeitig hob sie die Empfindlichkeiten hervor, die dadurch verursacht werden könnten. Viele Delegationen begrüßten die Aufnahme von Projekten mit Doppelnutzung (dual use) in „Horizont Europa“, nachdem die meisten Forschungsprojekte ohnehin bereits eine solche Dimension aufweisen, insbesondere in Bereichen der Technologie. Einige Delegationen betonten jedoch, wie wichtig es ist, den Schwerpunkt weiterhin auf den zivilen Charakter des Forschungs- und Innovationsprogramms zu legen, und forderten, dass rein auf die Verteidigung ausgerichtete Programme nicht aus dem Forschungshaushalt (sondern aus dem Europäischen Fonds für Wettbewerbsfähigkeit) finanziert werden sollten. Viele Delegationen forderten auch eine klare Definition des Begriffs „Doppelnutzung“ (dual use) und dass Projekte mit Doppelnutzung nicht zu zusätzlichem Verwaltungsaufwand führen. Viele Delegationen bekräftigten, dass die Freiheit der Forschung und die internationale Zusammenarbeit gewahrt werden müssen, wobei jedoch die erforderlichen Maßnahmen zum Schutz der Vertraulichkeit sensibler Daten im Sinne des Grundsatzes „so offen wie möglich und so geschlossen wie nötig“ ergriffen werden müssen.
Europas Wettbewerbsfähigkeit, wirtschaftliche Sicherheit und strategische Autonomie hängen von unserer Fähigkeit ab, das volle Potenzial unserer geförderten Forschung und Innovation auszuschöpfen. Wir sollten offen für die Möglichkeiten sein, die Projekte mit Doppelnutzung bieten.
Christina Egelund, dänische Ministerin für Hochschulen und Wissenschaft
Künftige Ambitionen auf EU-Ebene zu Forschungs- und Technologieinfrastrukturen
Während des Mittagessens führten die Ministerinnen und Minister einen Gedankenaustausch über Forschungs- und Technologieinfrastrukturen.
Sonstiges
In der Rubrik „Sonstiges“ wurde die Ministerrunde über den Jahresfortschrittsbericht 2025 über Vereinfachung, Umsetzung und Durchsetzung unterrichtet. Die Kommission hielt eine Präsentation über die Strategie für Forschungs- und Technologieinfrastrukturen.
Die Medienakkreditierung für internationale Gipfeltreffen, die außerhalb der Europäischen Union stattfinden, wird von den Regierungsbehörden des Gastgeberlandes gehandhabt.