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Rat (Beschäftigung, Sozialpolitik, Gesundheit und Verbraucherschutz)
Informelle Videokonferenz auf Ministerebene „Gesundheit“, 5. Juni 2026
Wichtigste Ergebnisse
Die Gesundheitsministerinnen und -minister der EU nahmen an einer informellen Videokonferenz teil, um den jüngsten Ausbruch des Ebola-Bundibugyo-Virus (BVD) in Zentralafrika zu erörtern.
Die heutige Sitzung veranschaulicht den Wert der europäischen Solidarität im Falle von Krisen im Bereich der öffentlichen Gesundheit. Durch den Austausch von Fachwissen, Vorsorgemaßnahmen und gewonnenen Erkenntnissen können unsere Mitgliedstaaten unsere kollektive Resilienz stärken, koordiniert auf potenzielle grenzüberschreitende Gesundheitsgefahren reagieren und gleichzeitig die am stärksten von dem Ausbruch betroffenen Länder unterstützen.
Neophytos Charalambides, Gesundheitsminister der Republik Zypern
Die Ministerinnen und Minister legten ihre Bewertung der derzeitigen Lage vor und berichteten über Maßnahmen, die in ihren Mitgliedstaaten ergriffen wurden oder geplant sind. Sie brachten zudem ihre Unterstützung für eine umfassendereKoordination auf EU-Ebene zum Ausdruck, um die Situation wirksam zu bewältigen und Unterstützung für die Reaktion in Europa sowie in der betroffenen Region gemäß den Leitlinien des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu leisten.
An der Videokonferenz nahmen auch Vertreterinnen und Vertreter des ECDC und der WHO sowie aus Norwegen, Island und der Schweiz teil.
Hintergrundinformationen
Am 17. Mai 2026 erklärte die WHO den Ebola-BVD-Ausbruch in Zentralafrika gemäß den Internationalen Gesundheitsvorschriften zu einer gesundheitlichen Notlage von internationaler Tragweite. Die WHO entwickelt derzeit gemeinsam mit betroffenen Ländern und Nachbarländern einen einheitlichen strategischen Vorsorge- und Reaktionsplan, um die Bemühungen zur Vorsorge, Eindämmung und Bewältigung von Ausbrüchen zu intensivieren.
Auf EU-Ebene beobachtet das ECDC die Lage genau und stuft das Infektionsrisiko in der EU bzw. im EWR als sehr gering ein. Das ECDC bereitet wissenschaftliche Empfehlungen zu Maßnahmen zur Infektionsprävention und -bekämpfung vor und bewertet das Risiko von in die EU/den EWR eingeschleppten Fällen. Die Krisenreaktion der EU im Falle schwerwiegender grenzüberschreitender Gesundheitsgefahren wird vom EU-Gesundheitssicherheitsausschuss unter dem Vorsitz der Kommission koordiniert.
Die Medienakkreditierung für internationale Gipfeltreffen, die außerhalb der Europäischen Union stattfinden, wird von den Regierungsbehörden des Gastgeberlandes gehandhabt.