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  • Rat (Beschäftigung, Sozialpolitik, Gesundheit und Verbraucherschutz)

Tagung des Rates „Beschäftigung, Sozialpolitik, Gesundheit und Verbraucherschutz“ (Sozialpolitik), 9. März 2026

Wichtigste Ergebnisse

Investitionen in Kinder

Der Rat billigte Schlussfolgerungen, in denen die Mitgliedstaaten und die Kommission aufgefordert werden, in Kinder zu investieren, um ihr Wohlergehen zu stärken und Kinderarmut und soziale Ausgrenzung in der EU zu bekämpfen.

<p>Clea Hadjistephanou Papaellina, Staatsministerin für Soziales, Republik Zypern</p>

Um den Kreislauf der Benachteiligung zu durchbrechen, sind gemeinsame Anstrengung auf europäischer Ebene erforderlich. Armut in der Kindheit führt allzu oft zu Ausgrenzung im Erwachsenenleben, was mit tiefgreifenden menschlichen und wirtschaftlichen Kosten verbunden ist. Indem wir für eine angemessene Finanzierung und gezielte politische Maßnahmen sorgen, können wir jedem Kind einen fairen Start ins Leben ermöglichen und unsere Union für die kommenden Generationen stärken.

<p>Clea Hadjistephanou Papaellina, Staatsministerin für Soziales, Republik Zypern</p>

Clea Hadjistephanou Papaellina, Staatsministerin für Soziales, Republik Zypern

Investitionen in Kinder sind eine strategische Investition in die künftige Wettbewerbsfähigkeit, Stabilität und Kohäsion der EU. In den Schlussfolgerungen werden die EU-Länder und die Kommission aufgefordert, für eine angemessene Finanzierung von Projekten zur Bekämpfung der Kinderarmut zu sorgen.

Europäisches Semester

Der Rat billigte als Teil des Zyklus des Europäischen Semesters die beschäftigungs- und sozialpolitischen Aspekte der Empfehlung für das Euro-Währungsgebiet für 2026. Ferner nahm er den Gemeinsamen Beschäftigungsbericht 2026 an und billigte die Schlussfolgerungen des Rates zu diesem Bericht.

Humankapital

Im Zusammenhang mit dem Europäischen Semester 2026 haben die Ministerinnen und Minister erstmals eine Empfehlung des Rates zum Humankapital angenommen. Mit der Empfehlung sollen den Mitgliedstaaten Leitlinien für die Bewältigung des Arbeitskräfte- und Fachkräftemangels in der gesamten EU an die Hand gegeben werden, um die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern.

<p>Marinos Moushouttas, Minister für Arbeit, Republik Zypern</p>

Das Humankapital ist Europas größter Trumpf. Angesichts des anhaltenden Arbeitskräfte- und Fachkräftemangels in strategischen Sektoren – vom Gesundheitswesen bis hin zu digitalen Technologien – ist die heutige Empfehlung ein entscheidender Schritt, um unsere Wettbewerbsfähigkeit, unsere Widerstandsfähigkeit und unseren sozialen Zusammenhalt zu stärken, indem wirksamer in das Wissen, die Kompetenzen und das Potenzial der Menschen investiert wird.

<p>Marinos Moushouttas, Minister für Arbeit, Republik Zypern</p>

Marinos Moushouttas, Minister für Arbeit, Republik Zypern

In der Empfehlung werden die Länder aufgefordert, Kompetenzen Vorrang einzuräumen, die in strategischen Sektoren zum Tragen kommen und die Wettbewerbsfähigkeit und Krisenvorsorge der EU unterstützen. Dabei sollte ein besonderer Schwerpunkt auf Aspekten wie der Stärkung der Grundkompetenzen, der beruflichen Aus- und Weiterbildung und der Hochschulbildung in den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) liegen.

Zugängliche aktuelle Informationen über Kompetenzen sollten ebenfalls unterstützt werden, da sie es den Mitgliedstaaten ermöglichen, die künftige Nachfrage nach einem bestimmten Beruf vorherzusagen.

Hochwertige Arbeitsplätze und KI

Im Hinblick auf das Europäische Semester 2026 führten die Ministerinnen und Minister einen Gedankenaustausch über hochwertige Arbeitsplätze im Zusammenhang mit dem durch KI vorangetriebenen Wandel.

Sie befassten sich insbesondere mit der Frage, wie im Rahmen des Europäischen Semesters die Bemühungen unterstützt werden könnten, qualifizierte Arbeitskräfte mit geeigneten Beschäftigungsmöglichkeiten zusammenzubringen. Zudem wurden zusätzliche Maßnahmen erörtert, die auf nationaler und EU-Ebene eingeführt werden könnten, um sicherzustellen, dass die Einführung von KI am Arbeitsplatz die Arbeitnehmerrechte stärkt und bessere und gerechtere Lebens- und Arbeitsbedingungen in allen Mitgliedstaaten fördert.

Abschließend hat der Nobelpreisträger Professor Sir Christopher Pissarides seine Erkenntnisse über die transformative Rolle der KI in der Arbeitswelt erläutert.

Den Armutskreislauf durchbrechen

Die Ministerinnen und Minister führten eine Orientierungsaussprache über das Thema „Den Armutskreislauf durchbrechen“. Ziel der Aussprache war es, Maßnahmen und bewährte Verfahren zu ermitteln, um personenzentrierte Dienste zu entwickeln, die Menschen aus prekären Situationen befreien und bei der Integration in die Gesellschaft unterstützen können oder die Wahrscheinlichkeit verringern, dass Menschen überhaupt in Armut geraten. Die Ministerinnen und Minister tauschten sich ferner darüber aus, wie solche personenzentrierten Maßnahmen in die künftige Strategie der Kommission zur Bekämpfung der Armut einbezogen werden könnten.

Jugendgarantie

Die Ministerinnen und Minister billigten die Kernbotschaften der Überprüfung der Umsetzung der Jugendgarantie durch den Beschäftigungsausschuss. Die Empfehlung des Rates zur Einführung einer Jugendgarantie wird alle zwei Jahre überprüft. Bei der letzten Überprüfung lag der Schwerpunkt auf der Ermittlung struktureller und institutioneller Herausforderungen, die die nachhaltige Eingliederung junger Menschen, die weder arbeiten noch eine Schule besuchen oder eine Ausbildung absolvieren (NEETs), in den Arbeitsmarkt behindern.

Informelle Aussprache beim Arbeitsessen

Während des Mittagessens führten die Ministerinnen und Minister eine informelle Aussprache mit dem Titel „Zukunft bauen: Wohnraumlösungen in einer sich wandelnden demografischen Landschaft in ganz Europa“.

Sie befassten sich mit dem Zusammenspiel zwischen dem Wohnraumangebot und demografischen Trends wie der Alterung der Bevölkerung und der Landflucht. Dabei tauschten sie sich über Beispiele für politische Maßnahmen aus, die auf nationaler Ebene zur Lösung der damit verbundenen Probleme umgesetzt werden, und prüften mögliche Wege, wie die EU die Anstrengungen der Mitgliedstaaten besser unterstützen könnte.

Darüber hinaus wurde erörtert, wie die Maßnahmen zur Minderung des Risikos der Ausgrenzung auf dem Wohnungsmarkt, insbesondere für junge Menschen, durch die Erhebung hochwertiger, genauer und vergleichbarer Daten verbessert werden könnten.

Sonstige Punkte

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Akkreditierung und Presseveranstaltungen

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