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Sitzung der Euro-Gruppe vom 9. September 2022 in Prag
Makroökonomische Entwicklungen
Die Euro-Gruppe erörterte die makroökonomischen Entwicklungen im Euro-Raum, einschließlich Energie, Inflation und deren Auswirkungen auf die Haushaltspolitik. Sie hat einen Gedankenaustausch mit Irene Tinagli, der Vorsitzenden des Ausschusses für Wirtschaft und Währung des Europäischen Parlaments, geführt.
Außerdem hat die Europäische Zentralbank (EZB) die Ministerinnen und Minister über die geldpolitischen Beschlüsse des EZB-Rates vom 8. September 2022 informiert.
Der Euro-Raum steht nun vor einem Energiepreisschock, der durch den Krieg gegen die Ukraine verursacht wurde. Wir werden diese Herausforderung jedoch meistern und sind zuversichtlich, dass wir dem Schock standhalten und uns wieder erholen können. Wir sehen dieser Herausforderung mit einem Beschäftigungsniveau auf Rekordhöhe und öffentlichen Finanzen entgegen, die sich nach der Pandemie rasch erholen. Die Finanzministerinnen und ‑minister des Euro-Raums werden eingreifen, um finanziell schwächere Haushalte und Unternehmen bei der Bewältigung dieses beispiellosen Preisschocks zu unterstützen. Wir müssen die Inflation senken. Wenn wir das nicht schaffen, werden unsere Bürgerinnen und Bürger längerfristig ärmer. Unsere Interventionen werden daher mit der Geldpolitik der EZB abgestimmt und darauf abzielen, zusätzlichen Inflationsdruck zu vermeiden.
Paschal Donohoe, Präsident der Euro‑Gruppe
Sitzung im inklusiven Format
Digitaler Euro
Auf der Grundlage der Beiträge der EZB und der Kommission führte die Ministerrunde einen Gedankenaustausch über die Fortschritte bei den Beratungen über den digitalen Euro und über die Beratungen bezüglich digitale Zentralbankwährungen in den Mitgliedstaaten, die nicht dem Euro-Raum angehören.
Wir haben uns mit der Widerstandsfähigkeit unserer Währung und den laufenden Arbeiten zu der Frage befasst, ob und wie sie eine digitale Zukunft haben könnte. An der Diskussion nahmen unsere Kolleginnen und Kollegen aus Ländern, die nicht dem Euro-Raum angehören, teil, um Bilanz der laufenden Arbeiten zu digitalen Währungen zu ziehen. Dazu gehörten umfassende Informationen der Präsidentin der EZB und von Kommissionsmitglied Gentiloni über die umfangreichen Arbeiten im Euro-Währungsgebiet. Außerdem haben wir aktuelle Informationen über das Projekt „e-krona“ in Schweden erhalten. Die Euro-Gruppe ist der Auffassung, dass das Projekt des digitalen Euro von strategischer Bedeutung ist und das Potenzial hat, unsere finanzielle und währungspolitische Souveränität zu stärken und die Funktionsweise des Euro-Währungsgebiets zu verbessern.
Paschal Donohoe, Präsident der Euro‑Gruppe
Die Medienakkreditierung für internationale Gipfeltreffen, die außerhalb der Europäischen Union stattfinden, wird von den Regierungsbehörden des Gastgeberlandes gehandhabt.