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Informelle Videokonferenz auf Ministerebene „Auswärtige Angelegenheiten“, 17. August 2021
Wichtigste Ergebnisse
Die Außenministerinnen und -minister der Europäischen Union hielten eine außerordentliche Tagung ab, um die jüngsten Entwicklungen in Afghanistan zu bewerten. Sie betonten, dass die sichere Evakuierung von EU-Bürgern und Ortskräften sichergestellt werden muss. Die Ministerinnen und Minister forderten den Schutz des Lebens aller Menschen und die sofortige Wiederherstellung der Sicherheit und zivilen Ordnung unter Achtung der Grundrechte.
Jetzt ist es unsere unmittelbare Priorität, die Sicherheit aller Bürgerinnen und Bürger der Europäischen Union und unserer afghanischen Ortskräfte und ihrer Familien sicherzustellen. Die sichere und geordnete Ausreise von Ausländerinnen und Ausländern und Afghaninnen und Afghanen, die das Land verlassen möchten, muss ermöglicht werden.
Josep Borrell, Hoher Vertreter für Außen- und Sicherheitspolitik
Die Minister betonten ferner, dass die Zusammenarbeit mit jeder künftigen afghanischen Regierung von einer friedlichen und alle Seiten einbeziehenden Lösung und der Achtung der Grundrechte aller Afghaninnen und Afghanen – einschließlich Frauen, jungen Menschen und Angehörigen von Minderheiten – sowie von der Achtung der internationalen Verpflichtungen Afghanistans, der Verpflichtung zur Bekämpfung der Korruption und der Verhinderung der Nutzung des afghanischen Hoheitsgebiets durch terroristische Organisationen abhängig gemacht wird.
Umfassendere Beratungen der Außenministerinnen und ‑minister über die Beziehungen zu Afghanistan werden anlässlich der informellen Tagung der Außenministerinnen und ‑minister (Gymnich) am 2./3. September stattfinden.
Die Medienakkreditierung für internationale Gipfeltreffen, die außerhalb der Europäischen Union stattfinden, wird von den Regierungsbehörden des Gastgeberlandes gehandhabt.