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  • Internationales Gipfeltreffen

Asien-Europa-Treffen (ASEM), 25./26. November 2021

Wichtigste Ergebnisse

Das 13. Asien-Europa-Treffen (ASEM13) fand am 25./26. November 2021 per Videokonferenz statt und wurde aus Phnom Penh (Kambodscha) übertragen.

Unter dem Motto „Stärkung des Multilateralismus für gemeinsames Wachstum“ versammelten sich die Spitzen der 30 europäischen und 21 asiatischen Mitgliedstaaten, der EU und des ASEAN-Sekretariats. Den Vorsitz führte der kambodschanische Premierminister Hun Sen.

Die EU wurde vom Präsidenten des Europäischen Rates, Charles Michel, und der Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, vertreten. Der slowenische Ministerpräsident Janez Janša vertrat den turnusmäßig wechselnden EU-Ratsvorsitz. Auch der Hohe Vertreter der EU für Außen- und Sicherheitspolitik, Josep Borrell, nahm an dem Treffen teil.

Das diesjährige Gipfeltreffen war eines der wichtigsten multilateralen Treffen im Jahr 2021. Wir haben darüber gesprochen, wie die sozioökonomische Erholung nach der Pandemie angekurbelt, ein grüner Wandel gewährleistet und die Zusammenarbeit in der Außen- und Sicherheitspolitik gestärkt werden kann. Präsident Charles Michel nach dem ASEM13-Gipfel

Zur Feier des 25-jährigen Bestehens des ASEM begrüßten die Spitzen beider Seiten die gemeinsamen Fortschritte und Erfolge seit 1996 und versprachen, sich für eine engere Zusammenarbeit, Partnerschaft und Konnektivität zwischen Asien und Europa einzusetzen.

Screenshot der Videokonferenz der Führungsspitzen
„Stärkung des Multilateralismus für gemeinsames Wachstum“ war das Motto des 13. Asien-Europa-Treffens (ASEM13)

Sozioökonomische Erholung nach COVID-19

Die ASEAN- und die EU-Spitzen führten einen Gedankenaustausch über die aktuelle politische und sozioökonomische Lage in den beiden Regionen und weltweit sowie über Möglichkeiten einer engeren Zusammenarbeit im Rahmen des ASEM.

Dazu gehörten Beratungen über den Schutz der öffentlichen Gesundheit und des sozioökonomischen Wohlergehens der Bürgerinnen und Bürger und über einen nachhaltigen Wiederaufbau der Volkswirtschaften für eine bessere Zukunft.

Multilaterale Zusammenarbeit und insbesondere enge Beziehungen zwischen Europa und Asien sind entscheidend für die weltweite Erholung… Wir glauben, dass es wichtig ist, dass alle ASEM-Partner zusammenarbeiten, um einen „besseren Wiederaufbau“ zu realisieren – grüner, digitaler, nachhaltiger und inklusiver. Charles Michel, Präsident des Europäischen Rates

Einhellig hervorgehoben wurden die ungleichen Auswirkungen von COVID-19 auf die Gesellschaften in ihren Ländern, nicht zuletzt auf Frauen, Mädchen, Familien und Menschen in prekären Situationen.

Allen Ländern müsse – gerecht und rechtzeitig – Zugang zu hochwertigen, sicheren, wirksamen, erschwinglichen und effizienten Diagnostika, Therapeutika, Arzneimitteln und Impfstoffen zur Bekämpfung der COVID-19-Pandemie gewährt werden.

Die Führungsspitzen hielten fest, die globale Reaktion auf die Pandemie sei auch eine Chance, den Übergang zu einer resilienten, digitalen und CO2-armen sozioökonomischen Erholung zu beschleunigen und den Wandel zu grünen, kreislauforientierten und nachhaltigeren Volkswirtschaften voranzubringen.

Sie erkannten an, wie wichtig es ist, Märkte und globale Lieferketten offen, stabil und zugänglich zu halten.

Zugleich bekräftigten sie die Ziele des Übereinkommens von Paris und begrüßten die Ergebnisse der 26. Konferenz der Vertragsparteien (COP 26).

Alle bekräftigten, die Erhaltung und Stärkung eines offenen, transparenten, inklusiven und diskriminierungsfreien regelbasierten multilateralen Handelssystems mit der Welthandelsorganisation (WTO) im Mittelpunkt nachdrücklich zu unterstützen.

Sie betonten, zur Bewältigung globaler und regionaler Herausforderungen sei es dringend nötig, die auf den Regeln und Grundsätzen des Völkerrechts beruhende internationale Ordnung zu wahren, in deren Mittelpunkt die Vereinten Nationen stehen.

Ausführungen von Präsident Michel nach der Eröffnungssitzung

Globale und regionale Herausforderungen

Herausgestellt wurde, wie wichtig vertrauensbildende Maßnahmen und präventive Diplomatie als Beitrag zu Frieden und Stabilität sind.

Konkrete Beratungspunkte waren die Bemühungen um die Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel, die Umsetzung des Gemeinsamen umfassenden Aktionsplans (JCPOA) in Bezug auf Iran, die Krise in Myanmar und die Lage in Afghanistan.

Präsident Michel stellte insbesondere den indopazifischen Raum in den Mittelpunkt und hob dessen wachsende Bedeutung hervor, wie sie in der Strategie der EU für die Zusammenarbeit mit der Region zum Ausdruck kommt.

Wir sind bereits einer der größten Investoren in der Region. Wir sind auch ein führender Entwicklungs- und Handelspartner in der Region. Wir haben beschlossen, unseren strategischen Schwerpunkt, unsere Präsenz und unsere Maßnahmen gegenüber der Region zu verstärken. Unsere neue EU-Strategie für die Zusammenarbeit im indopazifischen Raum sendet ein starkes politisches Signal. Präsident Charles Michel nach dem ASEM13-Gipfel

Konnektivität

Unter Anerkennung, dass eine nachhaltige Konnektivität für die regionale wirtschaftliche Integration und die globale Entwicklung von herausragender Bedeutung ist, wurde eine Erklärung zur ASEM-Konnektivität verabschiedet.

Die Erklärung enthält eine Reihe von Empfehlungen zur freiwilligen Umsetzung. Sie betreffen die Organisation von Sitzungen, den Informationsaustausch und die Förderung der ASEM-Konnektivität über das ASEM-InfoBoard.

Betont wurde auch, wie wichtig es ist, die sozialen und kulturellen Verbindungen zwischen Europa und Asien zu stärken. Dazu gehören die Beteiligung junger Menschen an politischen Prozessen, aber auch Freiwilligentätigkeiten und Wirtschaftszweige wie nachhaltiger Tourismus und die Kreativwirtschaft.

Hintergrund

Das Gipfeltreffen, das normalerweise alle zwei Jahre stattfindet, war bereits 2020 anberaumt, musste aber wegen der COVID-19-Pandemie verschoben werden.

Vorbereitungen für das 13. Asien-Europa-Treffen

Auf der Tagung des Europäischen Rates vom 21./22. Oktober 2021 haben sich die EU-Spitzen mit den Vorbereitungen für den ASEM13-Gipfel befasst. Dabei befürworteten sie die Strategie der EU für die Zusammenarbeit im indopazifischen Raum und forderten den Rat auf, dafür zu sorgen, dass sie zügig umgesetzt wird.

EU-Strategie für die Zusammenarbeit im indopazifischen Raum

Im April 2021 nahm der Rat Schlussfolgerungen zur Strategie der EU für die Zusammenarbeit im indopazifischen Raum an.

Im September 2021 veröffentlichten die Europäische Kommission und der Hohe Vertreter für Außen- und Sicherheitspolitik eine gemeinsame Mitteilung über die Strategie.

Konnektivität

Die ASEM-Konnektivität beruht auf der EU-Strategie zur Förderung der Konnektivität zwischen Europa und Asien, die der Rat 2018 im Vorfeld des 12. ASEM-Gipfels gebilligt hat.

Im Oktober 2018 startete die Europäische Kommission das ASEM-Portal für nachhaltige Konnektivität, eine Online-Datenbank mit 49 Indikatoren für Konnektivität und Nachhaltigkeit.

Das Asien-Europa-Treffen (ASEM)

Das 1996 ins Leben gerufene Asien-Europa-Treffen (ASEM) ist eine informelle Plattform für den Dialog und die Zusammenarbeit zwischen Europa und Asien.

Mit seinen 53 Mitgliedern (30 europäische und 21 asiatische Länder sowie die EU und das ASEAN-Sekretariat) ist es – nach der Generalversammlung der Vereinten Nationen – das größte Treffen internationaler Staats- und Regierungschefs. Zur europäischen ASEM-Gruppe gehören neben den 27 EU-Mitgliedstaaten auch Norwegen, die Schweiz und das Vereinigte Königreich.

ASEM in Zahlen

Die ASEM-Partner repräsentieren:

  • 68 % des globalen Handels
  • 60 % der Weltbevölkerung
  • 65 % des globalen BIP
  • 75 % des globalen Tourismus

Mehr Zahlen und Fakten über ASEM:

25 Jahre ASEM

Aktivitäten

2021 markiert den 25. Jahrestag der Einleitung des ASEM-Prozesses zur Förderung des Dialogs und der Zusammenarbeit, des gegenseitigen Respekts und der gleichberechtigten Partnerschaft zwischen Asien und Europa.

ASEM-Tag

Zur Feier des 25-jährigen Bestehens des ASEM veranstaltete die EU in Partnerschaft mit dem Brüsseler Palais des Beaux-Arts (BOZAR) und der Asien-Europa-Stiftung (ASEF) am 7. März 2021 einen virtuellen ASEM-Tag.

Hochrangiger politischer Dialog

Im Rahmen des hochrangigen politischen Dialogs anlässlich des 25-jährigen Bestehens des ASEM hielt der Hohe Vertreter für Außen- und Sicherheitspolitik Josep Borrell eine Rede und sprach über gemeinsame Prioritäten für die Zukunft.

Frühere Tagungen

ASEM-Außenministertagung

Die 14. Asien-Europa-Außenministertagung fand am 15./16. Dezember 2019 in Madrid (Spanien) statt. Das Motto dieses Treffens der Außenministerinnen und -minister europäischer und asiatischer Länder lautete „Asien und Europa: gemeinsam für einen wirksamen Multilateralismus“.

Vorheriges Gipfeltreffen

Das 12. Asien-Europa-Treffen, das von der Europäischen Union ausgerichtet wurde, fand am 18./19. Oktober 2018 in Brüssel statt.

Pressemitteilungen

Presseinfos

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Akkreditierung und Presseveranstaltungen

Allgemeine Informationen zur Akkreditierung finden Sie auf dieser Seite.

Die Medienakkreditierung für internationale Gipfeltreffen, die außerhalb der Europäischen Union stattfinden, wird von den Regierungsbehörden des Gastgeberlandes gehandhabt.

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Letzte Überprüfung: 9. Januar 2025