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  • Internationales Gipfeltreffen

VN-Klimakonferenz (COP 26), Weltgipfel der Staats- und Regierungschefs, Glasgow, Vereinigtes Königreich, 1. November 2021

Wichtigste Ergebnisse des Weltgipfels der Staats- und Regierungschefs

Der Weltgipfel der Staats- und Regierungschefs am 1. November 2021 bildete den Auftakt der 26. Konferenz der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (COP 26). Im Rahmen der COP 26 kamen vom 31. Oktober bis zum 12. November die 197 Vertragsparteien des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (UN Framework Convention on Climate Change, UNFCCC) zusammen. Dazu gehören die EU und alle EU-Mitgliedstaaten.

Die EU-Delegation wurde geleitet von dem Präsidenten des Europäischen Rates, Charles Michel, der Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, und dem slowenischen Ministerpräsidenten Janez Janša, der den slowenischen EU-Ratsvorsitz vertrat.

Im Namen der EU betonte Präsident Michel gemeinsam mit Präsidentin von der Leyen, dass die Menschheit jetzt handeln muss, um die Erderwärmung einzudämmen.

„Die Menschheit hat Krieg gegen die Natur geführt: Wir müssen damit aufhören. Der Planet Erde ist unsere einzige Heimat. Wir müssen die Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius begrenzen. Jetzt ist es an der Zeit, zu handeln – gemeinsam.“ Präsident Charles Michel

Auf der Veranstaltung der Staats- und Regierungschefs zum Thema „Action and Solidarity Debate – The Critical Decade“ (Debatte über Maßnahmen und Solidarität – Das entscheidende Jahrzehnt), die der Solidarität mit den am stärksten gefährdeten Ländern gewidmet war, benannte Präsident Michel Schlüsselbereiche, auf die sich die internationale Gemeinschaft konzentrieren sollte:

  • Mobilisierung öffentlicher Finanzmittel
  • Zusammenarbeit mit dem Privatsektor
  • Bepreisung von CO2-Emissionen
  • Kohärenz der wirtschaftspolitischen Maßnahmen

Wichtigste Ergebnisse der COP 26-Konferenz

Auf der Konferenz über Klimaänderungen in Glasgow, die am 13. November 2021 nach zwei Wochen der Verhandlungen zwischen den Vertragsparteien des Übereinkommens von Paris zu Ende ging, wurden bedeutende Fortschritte erzielt.

Zu den wichtigsten Initiativen zählten:

  • Aufstockung der Mittel für Entwicklungsländer zur Bekämpfung des Klimawandels
  • Einführung der globalen Verpflichtung zur Reduzierung der Methanemissionen („Global Methane Pledge“)
  • Fertigstellung des Regelbuchs zur Umsetzung des Übereinkommens von Paris

Allerdings lässt der Klimapakt von Glasgow Raum für weitere Anstrengungen in den kommenden Jahren, um das 1,5‑Grad-Ziel zu erreichen.

Gastgeber der Konferenz war das Vereinigte Königreich, das – in Partnerschaft mit Italien – auf der COP 26 den Vorsitz führte. Die Konferenz war ursprünglich für 2020 geplant, wurde aber wegen der COVID-19-Pandemie um ein Jahr verschoben.

Präsident Charles Michel: „Wir müssen uns der Situation gewachsen zeigen“

Standpunkt der EU für die COP 26

Der Standpunkt der EU wurde vom Rat am 6. Oktober 2021 angenommen. Der Rat hat in seinen Schlussfolgerungen Folgendes festgehalten:

  • Er appellierte an alle Vertragsparteien, ambitionierte national festgelegte Beiträge (Nationally Determined Contributions, NDCs) anzugeben;
  • er forderte andere wichtige Industrieländer auf, ihre Beiträge zu der Verpflichtung in Bezug auf die Finanzierung von Klimaschutzmaßnahmen in Höhe von 100 Milliarden US-Dollar aufzustocken;
  • er legte den Standpunkt der EU zu Regeln für internationale CO2-Märkte fest, die den Ländern den Handel mit Emissionsreduktionen ermöglichen;
  • er legte den Standpunkt der EU zu gemeinsamen Zeitrahmen für die Emissionsreduktionsverpflichtungen fest, die in den national festgelegten Beiträgen der einzelnen Länder enthalten sind.

Der Rat hat am 5. Oktober auch Schlussfolgerungen zur Klimaschutzfinanzierung angenommen. Ziel ist es, der globalen Verpflichtung nachzukommen, bis 2025 jährlich 100 Milliarden US‑Dollar bereitzustellen, um die Entwicklungsländer bei der Bewältigung der Auswirkungen des Klimawandels zu unterstützen.

Auf der Tagung des Europäischen Rates vom 21./22. Oktober haben die EU-Führungsspitzen eine Bestandsaufnahme der Vorbereitungen für die COP 26 vorgenommen. In den Schlussfolgerungen der Tagung bekräftigten sie die wichtigsten Aspekte des EU-Standpunkts.

In der Infografik wird erläutert, wie die EU das Pariser Klimaschutzübereinkommen umsetzt.
Übereinkommen von Paris: der Weg der EU zur Klimaneutralität (Infografik)

Übereinkommen von Paris: der Weg der EU zur Klimaneutralität (Infografik)

Hintergrund

Vorheriges Gipfeltreffen

Das Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs im Rahmen der 25. Konferenz der Vertragsparteien (COP 25) fand am 2. Dezember 2019 in Madrid (Spanien) statt.

Übereinkommen von Paris

2015 haben die Staats- und Regierungschefs auf ihrem Weltgipfel im Rahmen der 21. Konferenz der Vertragsparteien (COP 21) in Paris ehrgeizige neue Ziele für die Bekämpfung des Klimawandels festgelegt. Sie schlossen ein Übereinkommen, das einen Aktionsplan zur Begrenzung der Erderwärmung enthält.

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Letzte Überprüfung: 9. Januar 2025