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Der Rat führte einen Gedankenaustausch über die Nutztierstrategie und den Eiweißaktionsplan, die von der Europäischen Kommission am 7. Juli 2026 als Teil der Folgemaßnahmen zu den in der Vision für Landwirtschaft und Ernährung festgelegten Prioritäten angenommen wurden. Beide Initiativen zielen darauf ab, gemeinsame strategische Herausforderungen zu bewältigen, insbesondere die Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit des Tierhaltungssektors und des Eiweißsektors; gleichzeitig sollen eine langfristige Perspektive und Lösungen geboten werden.
Bei den heutigen Beratungen konnten die Ministerinnen und Minister einen ersten Austausch über diese beiden Initiativen – einschließlich darüber, wie sie einander ergänzen – führen und die weitere Vorgehensweise erörtern.
Ein wettbewerbsfähiger, nachhaltiger und widerstandsfähiger Tierhaltungssektor ist von entscheidender Bedeutung, um die Ernährungssicherheit in Europa zu gewährleisten, unsere ländlichen Gemeinschaften zu stärken und unsere strategische Autonomie zu erhöhen. Gemeinsam bieten die Nutztierstrategie und der Eiweißaktionsplan einen klaren Fahrplan, um eine widerstandsfähige Zukunft für die europäische Landwirtschaft zu schaffen und unsere Abhängigkeit von Futtermittelproteineinfuhren zu verringern. Die Priorität besteht nun darin, dieses Ziel in die Tat umzusetzen, indem praktische Maßnahmen ergriffen werden, mit denen Landwirtinnen und Landwirte belohnt und Innovationen gefördert werden.
Martin Heydon, irischer Minister für Landwirtschaft, Ernährung und maritime Angelegenheiten
Die Ministerinnen und Minister betonten, wie wichtig es ist, die strategische Autonomie der EU und die Ernährungssicherheit zu stärken. Dabei betonten sie auch, dass die Wettbewerbsfähigkeit, Widerstandsfähigkeit und Nachhaltigkeit des Tierhaltungssektors gestärkt und gleichzeitig die Tiergesundheit und das Tierwohl weiter verbessert werden müssen.
Der Rat bekräftigte ferner, wie wichtig die Diversifizierung der Eiweißquellen ist, wobei mehrere Ministerinnen und Minister auf die potenzielle Rolle der Ukraine in dieser Hinsicht hinwiesen.
Schließlich betonten die Ministerinnen und Minister die Notwendigkeit einer angemessenen finanziellen Unterstützung für die Umsetzung der beiden Initiativen.
Der irische Vorsitz nahm dieses Thema in die Tagesordnung des Rates auf, um Möglichkeiten zu prüfen, wie der Agrar- und Lebensmittelsektor inklusiver, widerstandsfähiger und nachhaltiger werden kann, indem Hindernisse für die Teilhabe von Frauen beseitigt werden, die nächste Generation von Frauen in der Landwirtschaft unterstützt wird und Bedingungen geschaffen werden, unter denen Talent, Innovation und Führungsqualitäten unabhängig vom Geschlecht gedeihen können.
Frauen, die im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) offiziell als Betriebsinhaber anerkannt sind und für eine GAP-Unterstützung in Betracht kommen, machen etwa ein Drittel der Betriebsinhaber in der EU (31 %) aus, was etwa 2,9 Millionen von insgesamt 9 Millionen Betriebsinhabern entspricht.
Da 2026 von den Vereinten Nationen zum Internationalen Jahr der Frauen in der Landwirtschaft ausgerufen wurde, konnten die Ministerinnen und Minister bei den Beratungen prüfen, wie die Teilhabe, Sichtbarkeit und förmliche Anerkennung von Frauen im Agrar- und Lebensmittelsektor gefördert werden kann. Gleichzeitig widmete sich der Rat der Frage, wie eine Förderung des gleichberechtigten Zugangs und der Chancengleichheit für Landwirtinnen aussehen kann.
Die Ministerinnen und Minister waren sich darin einig, dass die Teilhabe von Frauen im Agrar- und Lebensmittelsektor gefördert und gleichzeitig sichergestellt werden muss, dass sie in Führungs- und Entscheidungspositionen angemessen vertreten sind.
In diesem Zusammenhang wurde der Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen – einschließlich Kinderbetreuungseinrichtungen, Infrastruktur und der Versorgung mit Hochgeschwindigkeitsbreitband – als Schlüsselfaktor für die Steigerung der Attraktivität und langfristigen Nachhaltigkeit ländlicher Gebiete hervorgehoben. Darüber hinaus wurde hervorgehoben, wie wichtig es ist, die Chancengleichheit von Landwirtinnen beim Erwerb, beim Erbe und bei der Gründung landwirtschaftlicher Betriebe zu fördern.
Der irische Vorsitz hat sein Arbeitsprogramm und die wichtigsten Prioritäten für den Agrar- und Fischereisektor der EU für das zweite Halbjahr 2026 vorgestellt.
Geleitet von dem Motto „Ní Neart go cur le Chéile – Stärke durch Einheit“ wird der Rat „Landwirtschaft und Fischerei“ während des irischen Vorsitzes darauf hinarbeiten, Landwirtschaft oder Fischerei betreibende Familien zu unterstützen, ihre Einkommen zu schützen, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, ländliche Gemeinschaften und Küstengemeinden zu erhalten und das richtige Gleichgewicht zwischen den drei Säulen der Nachhaltigkeit – Wirtschaft, Soziales und Umwelt – zu finden. Der irische Vorsitz wird den Themen Ernährungssicherheit, Wettbewerbsfähigkeit, Vereinfachung, Nachhaltigkeit und Generationswechsel besondere Aufmerksamkeit widmen.
Der Rat führte erneut einen Gedankenaustausch über handelsbezogene Agrarfragen; dabei rückte der irische Vorsitz die Politik der EU zur Förderung und zum Schutz geschützter geografischer Angaben (g.g.A.) in Drittländern in den Mittelpunkt. Die Ministerinnen und Minister zogen eine Bilanz der jüngsten Entwicklungen und hoben die Bedeutung der g.g.A. für die Wettbewerbsfähigkeit der Agrarausfuhren der EU und den damit verbundenen Mehrwert hervor.
Während der Beratungen forderten die Ministerinnen und Minister den Schutz von Erzeugnissen mit g.g.A. durch bestehende und künftige Handelsabkommen. Sie forderten ferner die Aufnahme von Schutzklauseln in Handelsabkommen und betonten gleichzeitig, wie wichtig es ist, strategische Autonomie, gleiche Wettbewerbsbedingungen und Gegenseitigkeit zu gewährleisten.
Sonstige Punkte
Ferner wurde eine Reihe von Punkten unter „Sonstiges“ behandelt.
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Schließlich nahm der Rat als Punkt ohne Aussprache den Vorschlag der Kommission an, der darauf abzielt, die europäischen Landwirtinnen und Landwirte bei der Bewältigung der drastisch angestiegenen Kosten für Düngemittel infolge der jüngsten Krise im Nahen Osten zu unterstützen. Die Europäische Kommission legte den Vorschlag am 12. Juni 2026 als Teil eines umfassenderen Maßnahmenpakets vor, mit dem auf die Auswirkungen der Krise im Nahen Osten auf die Märkte für landwirtschaftliche Betriebsmittel reagiert wird. Mit dem Vorschlag werden die Verordnung über die GAP-Strategiepläne und die horizontale Verordnung geändert, um den Mitgliedstaaten zusätzliche Instrumente zur Unterstützung der Landwirtinnen und Landwirte an die Hand zu geben, die von den angestiegenen Kosten für Düngemittel betroffen sind.
Die rasche Annahme dieses Verordnungsvorschlags spiegelt das starke Engagement der EU wider, Landwirtinnen und Landwirte zu unterstützen, die infolge der Lage im Nahen Osten mit hohen Kosten für Düngemittel konfrontiert sind.
Die Medienakkreditierung für internationale Gipfeltreffen, die außerhalb der Europäischen Union stattfinden, wird von den Regierungsbehörden des Gastgeberlandes gehandhabt.