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Euro-Gruppe, 19.06.2014, 19. Juni 2014

Litauen führt 2015 den Euro ein 

Die Euro-Gruppe bestätigt, dass Litauen die Kriterien für den Beitritt zum Euro-Raum erfüllt und somit im Januar 2015 die gemeinsame Währung einführen kann. 

Die Euro-Gruppe ist unter Berücksichtigung der von der Kommission und der Europäischen Zentralbank durchgeführten Analyse zu dem Schluss gelangt, dass Litauen die Kriterien für den Beitritt zum Euro-Raum erfüllt. Der Präsident der Euro-Gruppe, Jeroen Dijsselbloem, bezeichnete dies als einen "wohlverdienten Erfolg für Litauen", der sich an eine "bemerkenswerte Erholung von der Finanzkrise" anschließe. Die Eurogruppe einigte sich auf den Entwurf einer Empfehlung an Litauen, zum 1. Januar 2015 den Euro als Währung einzuführen.

Litauens Finanzminister Rimantas Šadžius, der ausnahmsweise an der Tagung der Euro-Gruppe teilnahm, unterstrich das Bekenntnis Litauens zu politischen Maßnahmen, die darauf abzielten, die Konvergenz der Wirtschaft des Landes mit dem übrigen Euro-Währungsgebiet zu wahren. Litauen wird ab September als Beobachter an den Tagungen der Euro-Gruppe teilnehmen, sobald der Beitritt des Landes vom Rat gebilligt worden ist. Es wird im Januar als Vollmitglied beitreten, sobald der Übergang zum Euro abgeschlossen ist.  

Euro-Gruppe räumt der Koordinierung der Strukturreformen Vorrang ein

Die Euro-Gruppe hat geprüft, wie das Wachstum im Euro-Raum unter Berücksichtigung der Empfehlungen des IWF und der Kommission an den Euro-Raum gesteigert werden kann.

Die Minister waren sich darin einig, dass der Schwerpunkt darauf gelegt werden muss, die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft zu erhöhen und Arbeitsplätze zu schaffen. Hierzu bedarf es weiterer Anstrengungen zur Koordinierung der Strukturreformen im Euro-Raum, um mit diesen Reformen eine möglichst große Wirkung zu erzielen. Die Euro-Gruppe wird sich zunächst auf die Maßnahmen konzentrieren, mit denen die steuerliche Belastung der Arbeit verringert werden soll, bevor sie sich der Reform des Dienstleistungsmarkts zuwendet. Diese Prioritäten sind in das Arbeitsprogramm der Euro-Gruppe für das zweite Halbjahr 2014 aufgenommen worden.

Erörtert wurde auch die Empfehlung des IWF, den aktuellen Rahmen für die haushaltspolitische Überwachung daraufhin zu überprüfen, ob er vereinfacht werden könnte. "Alle Minister haben betont, wie wichtig es ist, dass die Regeln in ihrer derzeitigen Form eingehalten werden", bemerkte der Präsident der Euro-Gruppe.

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