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Die Euro-Gruppe hat über die makroökonomischen Entwicklungen, einschließlich bei der Inflation, und die politischen Aussichten im Euro-Währungsgebiet beraten. Die Ministerinnen und Minister haben im Vorfeld der Herbstprognose der Kommission eine Bilanz der Entwicklungen bei Energiepreisen und Inflation im Euro-Währungsgebiet gezogen und einen Gedankenaustausch darüber geführt.
Da die Wirtschaftstätigkeit in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften anzieht und der Aufschwung Tritt fasst, tragen die Engpässe, mit denen wir in einigen Sektoren unserer Volkswirtschaften konfrontiert sind, zu einem Inflationsschub bei. Zwar ist der Preisanstieg in erster Linie auf temporäre Faktoren zurückzuführen, doch wird er etwas länger anhalten als erwartet; im Laufe des Jahres 2022 dürfte er sich aber abschwächen.
Paschal Donohoe, Präsident der Euro-Gruppe
Ausschnitte der Sitzung der Euro-Gruppe vom 8. November 2021 in Brüssel
Digitaler Euro
Die Euro-Gruppe hat die politischen Ziele und die Anwendungen des digitalen Euro vor dem Hintergrund des raschen Tempos der Digitalisierung in der Weltwirtschaft und die damit verbundenen Auswirkungen auf das Euro-Währungsgebiet und die gemeinsame Währung erörtert und sich einen Überblick über die diesbezüglichen Initiativen und Entwicklungen auf internationaler Ebene verschafft.
Da Verbraucher und Unternehmen zunehmend auf elektronische Zahlungen zurückgreifen, wollen wir sicherstellen, dass unsere Bürger und alle Akteure in unserer Wirtschaft in einer Reihe von Szenarien weiterhin Zugang zu öffentlichen Mitteln haben. So könnte beispielsweise ein digitaler Euro eine europäische Lösung in einem Kontext bieten, in dem die Nachfrage nach alternativen Zahlungsmitteln steigt.
Paschal Donohoe, Präsident der Euro-Gruppe
Der Präsident der Euro-Gruppe hat die Ministerrunde über die internationalen Tagungen unterrichtet, an denen er im Oktober teilgenommen hat (jährliche Tagungen der G7, der Weltbank und des IWF).
Sitzung im inklusiven Format
Überprüfung der wirtschaftspolitischen Steuerung
Die Kommission hat die wiederaufgenommene Überprüfung der wirtschaftspolitischen Steuerung vorgestellt, mit einem Schwerpunkt auf der Dimension des Euro-Währungsgebiets. Die Ministerinnen und Minister berieten über den Prozess, in dessen Rahmen die Euro-Gruppe (und die Euro-Gruppe im inklusiven Format bei einschlägigen Punkten) in ihren Sitzungen die Überprüfung der wirtschaftspolitischen Steuerung prüfen werden, und führten eine erste Aussprache darüber, wie die Euro-Gruppe Herausforderungen für die Koordinierung der Haushalts- und Wirtschaftspolitiken im Euro-Währungsgebiet und für das Funktionieren der WWU in einem wirtschaftlichen Umfeld nach der COVID-19-Krise bewältigen könnte.
Wir alle waren uns einig, dass ein wirksamer Rahmen für die wirtschaftspolitische Steuerung sehr wichtig ist und übergeordnete Fragen wie nationale Eigenverantwortung, Vereinfachung und Durchsetzung unbedingt besprochen werden müssen. Insgesamt werden wir uns bemühen herauszuarbeiten, wie wir ein Gleichgewicht zwischen der Förderung wachstumsfreundlicher Investitionen und der Gewährleistung der Tragfähigkeit der öffentlichen Finanzen herstellen können.
Paschal Donohoe, Präsident der Euro-Gruppe
Aktuelle Informationen über die Bankenunion und den einheitlichen Abwicklungsfonds
Die Euro-Gruppe wurde von institutioneller Seite über die wichtigsten Ergebnisse des halbjährlichen Monitoringberichts über Indikatoren für die Risikominderung unterrichtet. Ferner verschaffte sie sich einen Überblick über die Vorbereitungen für die im November 2020 vereinbarte Einführung der gemeinsamen Letztsicherung für den einheitlichen Abwicklungsfonds.
Die technischen Arbeiten zur Einführung der gemeinsamen Letztsicherung für den einheitlichen Abwicklungsfonds wurden abgeschlossen. Sobald alle Mitgliedstaaten die Ratifizierung des ESM-Vertrags und des Übereinkommens zur Änderung des zwischenstaatlichen Übereinkommens abgeschlossen haben, werden wir den letzten Verfahrensschritt einleiten, um die Letztsicherung Anfang 2022 einzuführen.
Paschal Donohoe, Präsident der Euro-Gruppe
Die Medienakkreditierung für internationale Gipfeltreffen, die außerhalb der Europäischen Union stattfinden, wird von den Regierungsbehörden des Gastgeberlandes gehandhabt.