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Videokonferenz auf Ministerebene „Kultur“, 19. Mai 2020
Wichtigste Ergebnisse
Die Ministerinnen und Minister tauschten Gedanken über die Auswirkungen von COVID-19 auf die Kultur- und Kreativbranche aus. Die Beratungen fanden vor dem Hintergrund der schrittweisen Aufhebung der Eindämmungsmaßnahmen und der seit dem Ausbruch der Pandemie gezogenen Lehren statt. Es wurde erörtert, wie Kulturprogramme und -aktivitäten wieder aufgenommen werden können, ohne die Gesundheit von Künstlern und Publikum zu gefährden.
Vor uns liegen viele Ungewissheiten, und ein ständiger Informationsaustausch sowie eine sorgfältige Erfassung und Planung der weiteren Aktivitäten sind von größter Bedeutung. Dadurch werden gute Voraussetzungen für unsere weitere Arbeit geschaffen, insbesondere im Rahmen der „neuen Normalität“ auf EU-Ebene.
Nina Obuljen Koržinek, kroatische Kulturministerin
Der Gedankenaustausch erfolgte anhand folgender Fragen:
Welche Schritte werden die Mitgliedstaaten nach der Umsetzung der ersten Maßnahmen zur Erhaltung der Kultur- und Kreativbranche in nächster Zeit unternehmen, insbesondere in Anbetracht der erwarteten schrittweisen Aufhebung der Beschränkungen?
Was sind die wichtigsten Lehren, die aus der COVID-19-Krise für die Kultur- und Kreativbranche gezogen werden können?
Die Ministerinnen und Minister waren sich darin einig, dass bei der Durchführung des Programms Kreatives Europa und seiner Finanzierung nach 2020 größtmögliche Flexibilität gezeigt werden muss. Insbesondere betonten sie, dass gleiche Wettbewerbsbedingungen gewährleistet werden müssen. Sie regten an, in die Initiativen der EU zur Erholung nach der Pandemie Unterstützungsmaßnahmen für die Kultur- und Kreativbranche aufzunehmen. Ferner tauschten sie sich darüber aus, wie die verschiedenen EU-Programme zur Unterstützung beider Branchen genutzt werden könnten. Die Bedeutung der Digitalisierung und der Entwicklung von Online-Plattformen wurde ebenfalls hervorgehoben. Die Ministerinnen und Minister betonten, dass den Medien und zuverlässigen Informationen eine entscheidende Rolle zukommt und der audiovisuelle Sektor unterstützt werden muss.
Der kroatische Vorsitz dankte den Mitgliedstaaten für ihren Beitrag zur Fertigstellung der Schlussfolgerungen des Rates zum Risikomanagement im Bereich des Kulturerbes, der Schlussfolgerungen des Rates zur Medienkompetenz in einer sich ständig wandelnden Welt und der Schlussfolgerungen des Rates zur Änderung des Arbeitsplans für Kultur (2019‑2022). Diese Schlussfolgerungen werden im Wege des schriftlichen Verfahren angenommen.
Die Medienakkreditierung für internationale Gipfeltreffen, die außerhalb der Europäischen Union stattfinden, wird von den Regierungsbehörden des Gastgeberlandes gehandhabt.