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Videokonferenz auf Ministerebene „Bildung“, 23. Juni 2020
Wichtigste Ergebnisse
Bildung
Die für Bildung zuständigen Ministerinnen und Minister führten auf der Grundlage eines Hintergrundvermerks des Vorsitzes einen Gedankenaustausch über die Lehren, die aus der Krise gezogen wurden und für künftige fundierte Entscheidungen herangezogen werden können. Sie wurden ferner ersucht, mögliche Innovationen in der allgemeinen und beruflichen Bildung sowie Pläne für die Vorbereitungen auf das nächste Schuljahr und akademische Jahr zu erörtern.
Eine Krise kann auch eine Lernmöglichkeit sein. Die in den vergangenen Monaten gewonnen Erkenntnisse sollten uns dazu inspirieren, Herausforderungen in Chancen zu verwandeln. Online-Lernaktivitäten werden nur noch zunehmen, und wir müssen prüfen, wie Innovationen und Technologien für eine hochwertige und inklusive Bildung genutzt werden können. Unsere Bemühungen sollten sich auf den weiteren digitalen Wandel konzentrieren und gleichzeitig Chancengleichheit und Wohlergehen sicherstellen.
Blaženka Divjak, kroatische Ministerin für Wissenschaft und Bildung
Die Ministerinnen und Minister betonten die positive Einstellung der Schülerinnen und Schüler, Studierenden und Lehrkräfte zum Fernunterricht, stimmten aber auch weitgehend darin überein, dass der Online-Unterricht im Rahmen der allgemeinen und beruflichen Bildung bessere digitale Kompetenzen, dem neuesten Stand entsprechende technische Ausrüstung und eine breitere Anwendung digitaler Technologien in der Lehre und beim Lernen erfordern wird.
Sie ermittelten einige Herausforderungen wie die soziale Inklusion aller Schülerinnen und Schüler und Studierenden, insbesondere jener aus benachteiligten Verhältnissen, die Verfügbarkeit von digitaler Ausrüstung und Internetzugang sowie Cybersicherheit. Die Ministerinnen und Minister verwiesen auch auf die große Herausforderung, Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern und Studierenden angemessene digitale Kompetenzen zu vermitteln.
Die Mitgliedstaaten arbeiten derzeit an Plänen für das nächste Schuljahr/akademische Jahr. Viele Ministerinnen und Minister teilten jedoch die Auffassung, dass endgültige Entscheidungen von der epidemiologischen Lage abhängen werden.
Die Aussprache ergab, dass es derzeit keine Hinweise darauf gibt, dass durch die Wiedereröffnung von Einrichtungen der allgemeinen und beruflichen Bildung die Zahl der bestätigten COVID‑19-Fälle in den EU-Mitgliedstaaten gestiegen wäre.
Schließlich betonten viele Ministerinnen und Minister, dass der Fernunterricht niemals die interaktiven und in gesellschaftlicher Hinsicht intensiven Lehr- und Lernerfahrungen im Rahmen des Präsenzunterrichts ersetzen kann.
Die Medienakkreditierung für internationale Gipfeltreffen, die außerhalb der Europäischen Union stattfinden, wird von den Regierungsbehörden des Gastgeberlandes gehandhabt.