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Videokonferenz auf Ministerebene „Bildung“, 30. November 2020
Wichtigste Ergebnisse
Solidarität mit den Opfern von Terroranschlägen in Europa
Als Zeichen ihres Bekenntnisses zur Meinungsfreiheit und zu den europäischen Werten brachten die Ministerinnen und Minister ihre Solidarität mit den Opfern der jüngsten Terroranschläge in Europa zum Ausdruck.
Europäischer Bildungsraum
Die Ministerinnen und Minister führten eine Aussprache über die Ziele und Prioritäten der Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten im Bereich der allgemeinen und beruflichen Bildung, um bis 2025 einen europäischen Bildungsraum zu schaffen.
Die Pandemie hat die Bildungs- und Ausbildungssysteme in ganz Europa auf eine harte Probe gestellt. . Neue Lern- und Lehrmöglichkeiten haben an Bedeutung gewonnen Lehrkräfte, Schüler und Studierende müssen sich an die neue Situation anpassen. Die Mitgliedstaaten setzen sich daher verstärkt für den Aufbau widerstandsfähiger Bildungs- und Ausbildungssysteme ein. Die Schaffung des Europäischen Bildungsraums bis 2025 bleibt eine Priorität und dabei ist die Kooperation zwischen den Mitgliedstaaten von zentraler Bedeutung. Wir müssen weiterhin in Bildung und Ausbildung investieren, um den Wiederaufbau der EU zu unterstützen und für eine inklusivere, widerstandsfähigere und nachhaltigere europäische Gesellschaft und Wirtschaft Sorge zu tragen.
Anja Karliczek, deutsche Bundesministerin für Bildung und Forschung
Die Aussprache trug den Titel „Gestaltung des europäischen Bildungsraums und des nächsten strategischen Rahmens für die europäische Zusammenarbeit auf dem Gebiet der allgemeinen und beruflichen Bildung – weiteres Vorgehen“. Bei der Aussprache der Ministerinnen und Minister wurden insbesondere die folgenden Fragen erörtert:
Was sind Ihrer Ansicht nach die wichtigsten strategischen Ziele und vorrangigen Themen, auf die sich die Zusammenarbeit der Mitgliedstaaten im Bereich der allgemeinen und beruflichen Bildung in den nächsten fünf bis zehn Jahren mit Blick auf das übergeordnete Ziel der Vollendung des europäischen Bildungsraums bis 2025 konzentrieren sollte?
Wie sind vor diesem Hintergrund die fünf vorgeschlagenen EU-Zielvorgaben Ihrer Meinung nach bis 2030 zu erreichen?
Die Ministerinnen und Minister bestätigten die Unterstützung der Mitgliedstaaten für den europäischen Bildungsraum und dessen Hauptziele und begrüßten die am 30. September 2020 veröffentlichte Mitteilung der Kommission „Vollendung des europäischen Bildungsraums bis 2025“. Offene Fragen stellten für sie unter anderem der Governance-Mechanismus für den europäischen Bildungsraum und die Ziele, die bis 2030 auf Unionsebene erreicht werden sollen, dar.
Viele Ministerinnen und Minister forderten Kontinuität in Bezug auf die derzeitige Verwaltungsstruktur und waren sich darin einig, dass die nationalen Zuständigkeiten respektiert werden müssen. Die Delegationen machten außerdem geltend, dass bestehende und erprobte Kooperationsmechanismen, etwa im Rahmen des Bologna-Prozesses, weiterhin funktionieren müssten.
Die Ministerinnen und Minister betonten außerdem, wie wichtig es ist, Synergien zwischen Programmen und Initiativen wie dem Europäischen Forschungsraum und der Europäischen Kompetenzagenda zu schaffen und zu nutzen.
Die Ministerinnen und Minister waren sich weitgehend einig, dass die Weiterbildung und Ausbildung von Lehrkräften und Erziehenden in den Mittelpunkt der Bemühungen um die Schaffung des europäischen Bildungsraums gestellt werden muss. Einige Delegationen schlugen vor, Lehrkräften und Erziehenden bessere Karriereaussichten zu bieten und Wege zu finden, wie die Attraktivität von Lehrberufen sichergestellt werden kann.
Im Hinblick auf die in der Mitteilung der Kommission festgelegten und bis 2030 zu erreichenden Ziele auf EU-Ebene bestanden viele Ministerinnen und Minister darauf, die nationalen Gegebenheiten und Besonderheiten zu berücksichtigen, und sie forderten die Entwicklung von Indikatoren, die der Vielfalt der nationalen Bildungssysteme Rechnung tragen.
Die Qualität der Bildung, besseres Sprachenlernen, größere Mobilität, die Gleichstellung der Geschlechter und die gegenseitige Anerkennung von Qualifikationen zählten zu den Prioritäten, die im Hinblick auf die erfolgreiche Schaffung des europäischen Bildungsraums genannt wurden.
Der Vorsitz unterrichtete die Ministerinnen und Minister außerdem über:
die Empfehlung des Rates zur beruflichen Aus- und Weiterbildung für nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit, soziale Gerechtigkeit und Resilienz
die Schlussfolgerungen des Rates zur digitalen Bildung in europäischen Wissensgesellschaften
Die Ministerinnen und Minister erhielten aktualisierte Informationen über den aktuellen Stand in den EU-Mitgliedstaaten sowie in den EFTA- und EWR-Ländern in Bezug auf den Umgang mit COVID-19 im Bereich der allgemeinen und beruflichen Bildung.
Der künftige portugiesische Ratsvorsitz stellte seine Prioritäten im Bildungsbereich vor.
Die Medienakkreditierung für internationale Gipfeltreffen, die außerhalb der Europäischen Union stattfinden, wird von den Regierungsbehörden des Gastgeberlandes gehandhabt.