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Rat „Bildung, Jugend, Kultur und Sport“ (Kultur und Sport), 28. November 2025
Wichtigste Ergebnisse
Kultur, Audiovisuelles und Medien
Die strategische Rolle der Kultur
Die Ministerinnen und Minister haben Schlussfolgerungen zur strategischen Rolle von Kultur, Kulturerbe und audiovisuellen Werken für die Wahrung der europäischen Werte und der demokratischen Resilienz gebilligt.
Demokratie besteht nicht allein aus politischen Strukturen. Sie wird in unseren Bibliotheken, Museen, Kinos, Archiven und Theatern gepflegt – in Räumen, in denen Menschen lernen, kritisch zu denken, Empathie zu entwickeln und dazu zu gehören. Heute senden wir eine klare Botschaft: Es ist entscheidend, die Kultur und das Kulturerbe zu schützen, um die Demokratie selbst zu schützen.
Jakob Engel-Schmidt, dänischer Kulturminister
In den Schlussfolgerungen wird ein umfassender Rahmen für den Schutz und die Förderung der europäischen Werte und der demokratischen Resilienz durch Kultur und Kulturerbe festgelegt, insbesondere vor dem Hintergrund geopolitischer Herausforderungen.
Insbesondere wird die besondere und wesentliche Rolle der Kultur und der kulturellen Vielfalt bei der Förderung des Zusammenhalts, des Gemeinschaftsgefühls und des bürgerschaftlichen Beteiligung in den europäischen Gesellschaften hervorgehoben.
Der dänische Vorsitz billigte mit Unterstützung von 26 Mitgliedstaaten Schlussfolgerungen des Vorsitzes zum Zugang zu zuverlässigen Nachrichten im Rahmen des Europäischen Schutzschilds für die Demokratie. Der Schutzschild, den die Kommission am 12. November 2025 vorgelegt hat, umfasst Maßnahmen zum Schutz freier und unabhängiger Medien als Säule demokratischer Systeme in der EU.
In den Schlussfolgerungen wurde festgestellt, dass, obwohl der Zugang zu verlässlichen Nachrichten von grundlegender Bedeutung für eine funktionierende Demokratie ist, Faktoren wie geopolitische Herausforderungen, algorithmengesteuerte Inhalte und die wachsende Bedeutung von Influencerinnen und Influencern möglicherweise das Vertrauen in den Journalismus untergraben könnten.
Insbesondere wurde die Bedeutung der redaktionellen Verantwortung für den Zugang zu verlässlichen Nachrichten und die Einhaltung journalistischer Standards hervorgehoben, wobei gefordert wurde, ähnliche hohe Standards auf „neue“ (hauptsächlich Online-)Nachrichtenquellen anzuwenden.
Weitere behandelte Themen waren die Notwendigkeit, Einnahmen und Finanzmittel für Nachrichtenmedien sicherzustellen, die digitale Relevanz des öffentlichen Dienstes und die Herausstellung von Mediendiensten von allgemeinem Interesse. In dem Text wird auch auf Möglichkeiten zur Stärkung der Medien- und Digitalkompetenz sowie auf die Einbeziehung der Medienpolitik in die allgemeinen politischen Ziele hingewiesen.
Diese Publikation ist derzeit nur in folgender/folgenden Sprache(n) verfügbar:
Der dänische Vorsitz legte einen Fortschrittsbericht über die vorgeschlagene Verordnung zur Einrichtung des neuen Programms AgoraEU für Kultur, Medien und Zivilgesellschaft vor.
Der Vorschlag, der am 16. Juli 2025 im Rahmen des mehrjährigen Finanzrahmens 2028-2034 veröffentlicht wurde, umfasst Mittel in Höhe von 8,6 Mrd. €.
Mit dem Vorschlag wird darauf abgezielt, die kulturelle und sprachliche Vielfalt und das kulturelle und sprachliche Erbe zu fördern, die Wettbewerbsfähigkeit des Kultur- und Kreativsektors zu steigern, die Kunst- und Medienfreiheit zu wahren sowie Gleichheit, aktive Bürgerschaft, Rechte und Werte zu schützen und zu fördern.
Während des Mittagessens fand eine informelle Aussprache über das Thema „Gestaltung der Zukunft der Kultur im Zeitalter der künstlichen Intelligenz“ statt.
Sonstiges
Auf der Tagung erörterten die Ministerinnen und Minister weitere Punkte, darunter den Kulturkompass für Europa, die informelle Tagung der Kulturministerinnen und -minister vom November in Kopenhagen und den Europäischen Schutzschild für die Demokratie.
Sport
Demokratie und Transparenz im Sport
Die Ministerinnen und Minister führten einen Gedankenaustausch darüber, wie die EU und ihre Mitgliedstaaten internationale Sportverbände dabei unterstützen könnten, Demokratie, Transparenz und Integrität in ihren Governance-Strukturen zu stärken.
Sie erörterten auch Ansätze, die demokratischen und sozialen Grundlagen eines europäischen Sportmodells angesichts abtrünniger Ligen und ausgelagerter europäischer Wettkämpfe zu verteidigen und zu fördern.
Die Ministerrunde hat eine Entschließung gebilligt, mit der die Vertretung der EU-Mitgliedstaaten im Stiftungsrat der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) und die Koordinierung der Standpunkte der EU-Mitgliedstaaten vor den WADA-Sitzungen überprüft werden.
Ziel der Überprüfung ist es, die Entschließung von 2023 zu aktualisieren, um mehr Klarheit über das Verfahren zur Festlegung der Standpunkte der EU sowie über die Berichterstattungsmechanismen zu schaffen. Die Überprüfung zielt außerdem darauf ab, die Zuweisung der Sitze der EU-Vertreter im WADA-Stiftungsrat zu überarbeiten.
Die Medienakkreditierung für internationale Gipfeltreffen, die außerhalb der Europäischen Union stattfinden, wird von den Regierungsbehörden des Gastgeberlandes gehandhabt.