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  • Rat (Bildung, Jugend, Kultur und Sport)

Rat „Bildung, Jugend, Kultur und Sport“, 12./13. Mai 2025

Wichtigste Ergebnisse

Dienstag, 13. Mai

Kultur/Audiovisuelle Medien

Audiovisuelle Mediendienste

Der Rat hat Schlussfolgerungen zur Prüfung des Rechtsrahmens für audiovisuelle Mediendienste und Video-Sharing-Plattform-Dienste gebilligt.

<p>Hanna Wróblewska, polnische Ministerin für Kultur und Nationalerbe</p>

In einer sich ständig wandelnden Medienlandschaft benötigen wir Vorschriften, die sowohl solide als auch anpassungsfähig sind. In den heute gebilligten Schlussfolgerungen werden die drängendsten Herausforderungen für den EU-Sektor der audiovisuellen Medien hervorgehoben, und es wird ein Ansatz gefordert, mit dem sichergestellt wird, dass alle unsere Bürgerinnen und Bürger langfristig vor schädlichen Inhalten geschützt werden. Technologische Entwicklungen lassen sich nicht aufhalten – wir dürfen diese Veränderungen nicht leugnen, sondern müssen dafür gerüstet sein, sie effektiv zu nutzen.

<p>Hanna Wróblewska, polnische Ministerin für Kultur und Nationalerbe</p>

Hanna Wróblewska, polnische Ministerin für Kultur und Nationalerbe

In seinen Schlussfolgerungen betont der Rat die entscheidende Rolle der Richtlinie über audiovisuelle Mediendienste (AVMD-Richtlinie) bei der Schaffung eines Rechtsrahmens für den Schutz und die Förderung eines vielfältigen, gerechten, sicheren, vertrauenswürdigen und wettbewerbsfähigen Marktes für audiovisuelle Medien in der EU sowie bei der Gewährleistung unabhängiger, vertrauenswürdiger und kulturell vielfältiger audiovisueller Inhalte.

Nachwuchskünstler

Die Ministerinnen und Minister haben die Schlussfolgerungen des Rates zur Unterstützung junger Künstlerinnen und Künstler sowie Kultur- und Kreativschaffender am Anfang ihrer Laufbahn gebilligt.

Künstlerinnen und Künstler sowie Kulturschaffende und die Unterstützung der Kultur- und Kreativbranche gehören zu den wichtigsten Prioritäten im Rahmen des EU-Arbeitsplans für Kultur 2023-2026. Junge Künstlerinnen und Künstler sowie Kreativschaffende stehen jedoch weiterhin vor vielen Herausforderungen, die mit diesen Schlussfolgerungen durch eine Reihe vorgeschlagener Initiativen und Maßnahmen angegangen werden sollen.

Der Kulturkompass und das künftige Programm Kreatives Europa

Die Ministerinnen und Minister haben an einer Orientierungsaussprache teilgenommen, deren Schwerpunkt auf zwei Themen lag: die Zukunft des Programms Kreatives Europa und der künftige strategische Rahmen für Kultur, der als „Kulturkompass“ bekannt ist.

Insbesondere erörterten sie die aktuellen Herausforderungen für den Kultur- und Kreativsektor, und ob und inwieweit das Programm Kreatives Europa angepasst werden sollte, um diese Herausforderungen besser zu bewältigen.

Sie prüften ferner, wie der Kulturkompass angesichts des derzeitigen geopolitischen Kontexts dazu beitragen könnte, den Status quo zu überwinden und sicherzustellen, dass die strategische Bedeutung der Kultur neben den neuen politischen Prioritäten, die sich auf Ebene der EU und der Mitgliedstaaten ergeben, anerkannt wird.

Sonstiges

  • Erfolge des europäischen Förder- und Regulierungsmodells für das Kino (Informationen Frankreichs)
  • Kiruna: Kulturhauptstadt Europas 2029 (Informationen Schwedens)
  • Weißbuch Chemnitz: 40 Empfehlungen aus 40 Jahren „Kulturhauptstadt Europas“ (Informationen Deutschlands)
  • Die Bedeutung der Kultur- und Kreativbranche für die Entwicklung von KI: Schutz des Urheberrechts und verwandter Schutzrechte und Gewährleistung der Transparenz im Verhaltenskodex im Rahmen der Verordnung über künstliche Intelligenz (Informationen Spaniens und Portugals, unterstützt von Italien)
  • Mondiacult 2025: UNESCO-Weltkonferenz über Kulturpolitik und nachhaltige Entwicklung (Barcelona, 29. September – 1. Oktober 2025) (Informationen Spaniens)
  • Transparenz der Eigentumsverhältnisse und der Finanzierung im Medienbereich (Informationen Kroatiens)
  • Mobilisierung globaler Unterstützung für die Kultur und das Kulturerbe der Ukraine auf der Konferenz zum Wiederaufbau der Ukraine, 10./11. Juli 2025 in Rom (Informationen Italiens)
  • Beitrag der kulturellen Zusammenarbeit der EU zum gemeinsamen europäischen Geschichtsbewusstsein und zur Stärkung der Resilienz der EU (Informationen Litauens, Estlands und Lettlands)
  • Beitrag der Kultur zur Krisenvorsorge der EU: langfristige Bewahrung des digitalen Kulturerbes (Informationen Estlands)
  • Arbeitsprogramm des künftigen Vorsitzes (Informationen Dänemarks)

Sport

Sport in der Bildung

Der Rat hat Schlussfolgerungen zu einem integrierten Konzept für Sport und körperliche Aktivität im Bildungsbereich gebilligt.

Kinder und junge Menschen verbringen immer mehr Zeit mit sitzenden Tätigkeiten, was potenziell schwerwiegende Folgen für ihre körperliche und psychische Gesundheit haben könnte. Ein stärkerer Fokus auf körperlicher Aktivität in der Bildung und ein besserer Zugang zu Schulsportinfrastrukturen können dazu beitragen, diesem besorgniserregenden Trend entgegenzuwirken, und gesundheitsfördernde Gewohnheiten sowie eine lebenslange Begeisterung für Bewegung fördern.

Piotr Borys, Staatssekretär, Ministerium für Sport und Tourismus

Mit den Schlussfolgerungen sollen aktuelle Herausforderungen bei der Steigerung der körperlichen Aktivität von Kindern und Jugendlichen angegangen und Sport als Instrument für körperliche und psychische Gesundheit gefördert werden, insbesondere durch die Prüfung, wie der schulische Kontext zur Einbeziehung von körperlicher Aktivität in den Alltag (innerhalb und außerhalb des Unterrichts) genutzt werden kann.

Die Rolle der Sportlerinnen und Sportler

Der Rat führte eine Orientierungsaussprache über die Rolle von Sportlerinnen und Sportlern bei der Gestaltung der Sportpolitik. Die Ministerinnen und Minister befassten sich mit dem wertvollen Beitrag der Erfahrungen und der beruflichen Einblicke von Sportlerinnen und Sportlern und erörterten Möglichkeiten, diese in die Gestaltung und Umsetzung der Sportpolitik auf allen Ebenen einzubeziehen, insbesondere bei der Ermittlung von Herausforderungen, der Unterbreitung von Lösungsvorschlägen und der Gewährleistung, dass die Politik den Bedürfnissen der Sportgemeinschaft Rechnung trägt.

Sonstiges

Die folgenden Punkte wurden unter „Sonstiges“ behandelt:

  • Die Auswirkungen der groß angelegten Invasion Russlands auf den Sportsektor in der Ukraine (Informationen des Vorsitzes)
  • Die europäische und soziale Dimension der XXV. Olympischen und Paralympischen Winterspiele (Mailand Cortina 2026): Sportgroßveranstaltungen, das europäische Sportmodell und die Rolle der Freiwilligentätigkeit (Informationen Italiens)
  • Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA): Sitzung des Stiftungsrats, 5. Dezember 2024 (Informationen eines Vertreters der EU-Mitgliedstaaten im WADA-Stiftungsrat)
  • 9. Mai 2025: Der Sport feiert den Europatag (Informationen Spaniens)
  • Arbeitsprogramm des künftigen Vorsitzes (Informationen Dänemarks)

Informelles Mittagessen

Die Sportministerinnen und -minister nahmen während des Mittagessens an einer informellen Aussprache über das Thema der sektorübergreifenden Zusammenarbeit zur Förderung von Sport und körperlicher Aktivität in Schulen teil.

Montag, 12. Mai

Bildung

Paket „Hochschulbildung“

Als Teil des Pakets „Hochschulbildung“ hat der Rat eine Empfehlung über ein europäisches Qualitätssicherungs- und Anerkennungssystem in der Hochschulbildung sowie eine Entschließung über ein Gütesiegel für einen „gemeinsamen europäischen Hochschulabschluss“ und über die nächsten Schritte in Richtung eines möglichen gemeinsamen europäischen Hochschulabschlusses gebilligt.

<p>Andrzej Szeptycki, stellvertretender polnischer Minister für Wissenschaft und Hochschulen</p>

Die heute erzielten Einigungen bringen uns einer der wichtigsten strategischen Prioritäten für die Zukunft der Hochschulbildung in der EU einen Schritt näher: ein möglicher gemeinsamer europäischer Hochschulabschluss, der die Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Hochschulbildung auf globaler Ebene steigern würde. Für unsere Bemühungen, die europäische Zusammenarbeit im Hochschulsektor zu vertiefen und dessen weltweites Ansehen zu stärken, stellen sie einen wichtigen Meilenstein dar.

<p>Andrzej Szeptycki, stellvertretender polnischer Minister für Wissenschaft und Hochschulen</p>

Andrzej Szeptycki, stellvertretender polnischer Minister für Wissenschaft und Hochschulen

Mit der Empfehlung sollen insbesondere die Qualitätssicherungssysteme in der Hochschulbildung verbessert werden, um EU-weit Vertrauen, Rechenschaftspflicht und transnationale Zusammenarbeit zu fördern. Sie enthält eine Reihe von Kriterien, auf deren Grundlage ein Gütesiegel für einen gemeinsamen europäischen Hochschulabschluss für gemeinsame Studiengänge vergeben werden würde, die durch transnationale Zusammenarbeit zwischen Hochschuleinrichtungen aus verschiedenen Ländern, einschließlich mindestens zweier EU-Mitgliedstaaten, durchgeführt werden. In der Entschließung wird dargelegt, wie sich der Rat ein Gütesiegel für einen gemeinsamen europäischen Hochschulabschluss vorstellt, und es wird ein Fahrplan mit drei Phasen bis 2029 vorgeschlagen.

Inklusive, lernerzentrierte Verfahren

Die Bildungsministerinnen und -minister der EU billigten Schlussfolgerungen zu inklusiven, lernerzentrierten Verfahren in der frühkindlichen Betreuung, Bildung und Erziehung und in der Schulbildung. In den Schlussfolgerungen ist dargelegt, dass widerstandsfähigere und inklusivere Systeme der allgemeinen und beruflichen Bildung aufgebaut werden müssen und gewährleistet sein muss, dass jeder Mensch Zugang zu hochwertiger und inklusiver allgemeiner und beruflicher Bildung sowie zu lebenslangem Lernen hat.

Union der Kompetenzen

Der Rat führte eine Orientierungsaussprache über die Rolle der Union der Kompetenzen bei der Stärkung des europäischen Bildungsraums.

Die Ministerrunde hat darüber beraten, wie die Union der Kompetenzen und der europäische Bildungsraum einander am besten ergänzen könnten, um eine hochwertige und inklusive allgemeine und berufliche Bildung für alle Lernenden sicherzustellen, und wie gleichzeitig Doppelarbeit und zusätzlicher Verwaltungsaufwand vermieden werden kann.

Sie tauschten sich zudem darüber aus, welche Schlüsselelemente der Union der Kompetenzen vorrangig behandelt werden sollten, um die Ziele des europäischen Bildungsraums zu unterstützen, und wie die Governance vereinfacht werden könnte, um für mehr Kohärenz und eine schnellere Entscheidungsfindung zu sorgen.

Sonstiges

Die folgenden Punkte wurden unter „Sonstiges“ behandelt:

  • Sensibilisierung für EU-Themen durch Bildung (Informationen des Vorsitzes)
  • Die negativen Auswirkungen der Nutzung von Smartphones in Schulen (Informationen Italiens, Österreichs und Schwedens)
  • Informelle Konferenz in Rom, 27./28. Juni 2025: Ein Jahr nach dem G7-Ministertreffen zum Thema Bildung: welche Schritte sollten unternommen werden, um die Zusammenarbeit im Bildungsbereich weiter zu verbessern? (Informationen Italiens)
  • Beitrag der EU-Zusammenarbeit im Bildungsbereich zur Aufklärung über totalitäre Regime und zur Stärkung der Resilienz der EU (Informationen Estlands, Lettlands und Litauens)
  • 7. Globales Forum der OECD zur Zukunft der Bildung und der Kompetenzen 2040 in Bratislava, 24.-26. November 2025 (Informationen der Slowakei)
  • Arbeitsprogramm des künftigen Vorsitzes (Informationen Dänemarks)

Informelles Mittagessen

Es fand eine informelle Aussprache während des Mittagessens zum Thema „Resilienz und Vorsorge der Systeme der allgemeinen und beruflichen Bildung“ statt.

Jugend

Auswirkungen von Desinformationen im Internet

Der Rat hielt eine Orientierungsaussprache über Desinformation, Manipulation und Bedrohungen im Cyberraum und ihre Auswirkungen auf das Leben junger Menschen.

<p>Barbara Nowacka, polnische Bildungsministerin </p>

Junge Menschen geraten zunehmend unter den Einfluss von Desinformationen im Internet, was ihre Wahrnehmung kritischer Themen verzerrt und negative Auswirkungen auf ihre psychische Gesundheit hat. Als Reaktion auf diese zunehmenden Bedrohungen müssen wir auf EU-Ebene Maßnahmen ergreifen, um die digitale Kompetenz und Medienkompetenz der jüngeren Generationen zu fördern, indem wir ihnen dabei helfen, sich gegen Manipulation im Internet besser zu wappnen, und ein sichereres digitales Umfeld fördern.

<p>Barbara Nowacka, polnische Bildungsministerin </p>

Barbara Nowacka, polnische Bildungsministerin

Insbesondere erörterten die Ministerinnen und Minister wie jungen Menschen besser die digitalen Kompetenzen, die Fähigkeit zu kritischem Denken und die Medienkompetenz vermittelt werden können, die erforderlich sind, um Online-Inhalte zu bewerten und Resilienz gegenüber Desinformation und Manipulation im digitalen Umfeld aufzubauen.

Sie haben auch Instrumente und Maßnahmen auf EU-Ebene vorgeschlagen, die die Resilienz junger Menschen gegenüber Desinformation und Manipulation im Internet stärken, einen positiven und verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Tools fördern und junge Menschen besser auf eine aktive demokratische Teilhabe auf der Grundlage fundierter Informationen im digitalen Zeitalter vorbereiten können.

Eine Gemeinschaft junger Menschen in Europa

Die Jugendministerinnen und -minister billigten Schlussfolgerungen des Rates zu einer Gemeinschaft junger Menschen in Europa auf der Grundlage europäischer Werte für ein gemeinsames und sicheres Europa.

Im Einklang mit den Prioritäten des polnischen Vorsitzes werden in den Schlussfolgerungen Möglichkeiten geprüft, wie die europäische Identität junger Menschen gestärkt werden kann, insbesondere indem Aspekte wie die demokratische staatsbürgerliche Aus- und Weiterbildung, die digitale Kompetenz und die Medienkompetenz sowie der Aufbau von Gemeinschaften gefördert werden.

Die Schlussfolgerungen spiegeln das Ergebnis der EU-Jugendkonferenz wider, die im März in Lublin als Teil des EU-Jugenddialogs stattfand.

Steuerung des EU-Jugenddialogs

Die Ministerinnen und Minister billigten eine Entschließung des Rates zur Überprüfung von Leitlinien zur Steuerung des EU-Jugenddialogs.

Mit der Entschließung soll die Steuerung des Jugenddialogs auf den neuesten Stand gebracht werden, wobei den Entwicklungen und gewonnenen Erkenntnissen seit der letzten Überprüfung im Jahr 2019 im Rahmen der EU-Jugendstrategie 2019-2027 Rechnung getragen wird.

Sonstiges

Die folgenden Punkte wurden unter „Sonstiges“ behandelt:

  • Ergebnis der Beratungen im Rahmen des informellen Frühstückstreffens des EU-Jugenddialogs (Informationen des Vorsitzes)
  • Die Auswirkungen der groß angelegten Invasion Russlands auf die ukrainische Jugend (Informationen des Vorsitzes)
  • Beitrag der EU-Zusammenarbeit im Rahmen der Jugendpolitik zur Förderung eines gemeinsamen europäischen Geschichtsbewusstseins und zur Stärkung der Resilienz der EU (Informationen Litauens, unterstützt von Estland und Lettland)
  • Arbeitsprogramm des künftigen Vorsitzes (Informationen Dänemarks)

Informelles Frühstückstreffen

Es fand ein informelles Frühstückstreffen statt mit dem Titel „Online, aber zu welchem Preis? Jugend, soziale Medien und gesundes ‚Online-Sein‘ in der Zukunft“.

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Akkreditierung und Presseveranstaltungen

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Letzte Überprüfung: 15. Mai 2025